Save the Date: Abschlussveranstaltung zum Projekt „Provenienzforschung zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten (China) in vier ostfriesischen Museen und Kultureinrichtungen“ am 12. November 2021

Hybride Abschlussveranstaltung am 12.11.2021, von 10:00 bis 15:00 Uhr

Ort: Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft, Aurich und online (Hybridveranstaltung)

Veranstalter: Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel, Naturforschende Gesellschaft zu Emden, Ostfriesisches Teemuseum Norden, Fehn- und Schiffahrtsmuseum Westrhauderfehn

 

Mit dem Jahr 2021 wird das 12-mo­na­ti­ge Pro­jekt, das sich Samm­lungs­be­rei­chen im Deut­schen Siel­ha­fen­mu­se­um Ca­ro­li­nen­siel, in der Na­tur­for­schen­den Ge­sell­schaft zu Em­den, im Ost­frie­si­schen Tee­mu­se­um Nor­den und im Fehn- und Schif­fahrts­mu­se­um Westrhau­der­fehn wid­me­te, en­den.

Mehr als 500 Ob­jek­te, die von den Samm­lungs­lei­te­rin­nen und -lei­tern als aus mög­li­chen ko­lo­nia­len chi­ne­si­schen Kon­tex­ten stam­mend be­nannt wor­den wa­ren, wur­den auf ih­re Her­kunft hin be­trach­tet. Nun gilt es, die Er­geb­nis­se und auch die evtl. wei­ter­hin of­fe­nen Fra­gen zu die­sen Ob­jek­ten zu be­wer­ten. Dies soll in­ner­halb ei­ner Ab­schluss­ver­an­stal­tung statt­fin­den.

Die Vor­stel­lung des For­schungs­pro­zes­ses und sei­ner Er­geb­nis­se durch Bea­te Schrei­ber und Dr. Ha­jo Frö­lich vom His­to­ri­schen For­schungs­in­sti­tut Facts & Files, Ber­lin, wer­den da­bei ein­ge­bet­tet in wei­te­re Bei­trä­ge von Prof. Dr. Sun Li­xin, School of His­to­ry and Cul­ture, Shan­dong Uni­ver­si­tät, Jinan, dem Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner in Chi­na, von Prof. Dr. Cord Eber­spä­cher, Pro­fes­sor für Ver­glei­chen­de chi­ne­si­sche und eu­ro­päi­sche Ge­schich­te, Uni­ver­si­tät Changs­ha, Chi­na und von der Kunst­his­to­ri­ke­rin und Si­no­lo­gin Ste­fa­nie Schmidt M.A.

Das Pro­jekt wird ge­för­dert durch das Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te und un­ter­stützt vom Netz­werk Pro­ve­ni­enz­for­schung in Nie­der­sach­sen. Mit den For­schun­gen be­traut ist das His­to­ri­sche For­schungs­in­sti­tut Facts & Files in Ber­lin.

Souvenirs aus Neuguinea? Die Sammlung des Ingenieurs Hermann Großkopf

Am 28. Januar 1900 eröffnete im Roemer-Museum eine Ausstellung mit ethnografischen Objekten aus der Sammlung eines gewissen Hermann Großkopf. Als Schiffsingenieur auf dem Reichspostdampfer “Stettin” des Norddeutschen Lloyd hatte Großkopf den Stillen Ozean von Singapur bis Neuguinea befahren und dabei kistenweise Ethnographica als Souvenirs gesammelt.

Etwa 130 dieser Objekte kaufte 1900 das Roemer-Museum von ihm. Mehr als 200 weitere verkaufte eine seiner Töchter 1941 an die ethnologische Sammlung der Universität Göttingen. Nach vielen Jahren im Dienst des Norddeutschen Lloyd ließ sich Hermann Großkopf 1913 in Hildesheim nieder, wo er bis kurz vor seinem Tod 1933 als Mitarbeiter der Städtischen Gas- und Wasserwerke die Heizungen in öffentlichen Gebäuden wartete.

Über 100 Jahre nach der ersten Großkopf-Ausstellung hat jetzt eine weitere am RPM eröffnet, diesmal in virtueller Form. Im Rahmen des von der VW-Stiftung geförderten Verbundprojektes “Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen” (PAESE) haben sich die Ethnologin Dr. Sabine Lang (Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim) und die Historikerin Sara Müller (Universität Göttingen) auf Spurensuche begeben. Im Stil eines Dokumentarfilms nimmt die Ausstellung die Zuschauer/innen mit auf eine Reise. Sie erzählt von den Fahrten der “Stettin”, den Verhältnissen in der damaligen Kolonie “Deutsch-Neuguinea” sowie den dortigen Sammelaktivitäten Großkopfs und anderer europäischer Reisender. Zugleich erleben die Zuschauer/innen auch eine Führung, denn die Kuratorinnen erklären innerhalb der virtuellen Ausstellung einzelne Objekte und deren Funktion.

Die virtuelle Ausstellung “Souvenirs aus Neuguinea?” ist vom 13. August bis 31. Dezember 2021 auf dem YouTube-Kanal des RPM zu sehen.

Hier geht`s zur Ausstellung.

Infoveranstaltung: Fördermöglichkeiten für Provenienzforschung in kolonialen Kontexten

09.02.2021

Seit mitt­ler­wei­le zwei Jah­ren hat das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te sei­ne För­de­rung auf den Be­reich des Kul­tur- und Samm­lungs­guts aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten aus­ge­dehnt. In die­sem Zeit­raum konn­ten bis­her ins­ge­samt 23 Pro­jek­te mit ei­nem Vo­lu­men von ca. 2,6 Mil­lio­nen Eu­ro ge­för­dert wer­den. Die För­de­rung rich­tet sich an Ein­rich­tun­gen, die Kul­tur­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten sam­meln, be­wah­ren oder er­for­schen. Da­zu zäh­len Mu­se­en, Uni­ver­si­tä­ten und an­de­re For­schungs­ein­rich­tun­gen. Die För­de­rung rich­tet sich ins­be­son­de­re auch an klei­ne­re Stadt­mu­se­en oder Mehr­spar­ten­häu­ser.

Zum 1. Ja­nu­ar 2021 ist ei­ne über­ar­bei­te­te Fas­sung der För­der­richt­li­nie in Kraft ge­tre­ten, die ne­ben der Aus­wei­tung der För­de­rung auf ge­mein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen in pri­vat­recht­li­cher Trä­ger­schaft neue För­der­in­stru­men­te wie et­wa ei­nen so­ge­nann­ten „Erst­check“ nun auch im För­der­be­reich des Kul­tur- und Samm­lungs­guts aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten er­mög­licht.

Der Fach­be­reich möch­te Ih­nen sei­ne Tä­tig­keit und die er­wei­ter­ten För­der­mög­lich­kei­ten sehr ger­ne im Rah­men ei­ner On­line-Ver­an­stal­tung vor­stel­len. Ne­ben all­ge­mei­nen In­for­ma­tio­nen zur För­de­rung wird es Ge­le­gen­heit zu Fra­gen auch in Be­zug auf Ih­re in­di­vi­du­el­len Her­aus­for­de­run­gen ge­ben.

Die Ver­an­stal­tung wird als Webex-Vi­deo­kon­fe­renz am Don­ners­tag, 11. März 2021, von 10-12 Uhr statt­fin­den.

Mel­den Sie sich bit­te bis zum Mon­tag, 8. März 2021, bei Dr. Jan Hüs­gen (jan.hues­gen@kul­tur­gut­ver­lus­te.de) an. Ei­ne E-Mail mit den An­meld­e­in­for­ma­tio­nen wer­den wir Ih­nen recht­zei­tig vor der Ver­an­stal­tung zu­kom­men las­sen.

Der Fach­be­reich „Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten“ freut sich auf den Aus­tausch mit Ih­nen!

Save the Date/Call for Papers für die Herbsttagung 2021 des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

28.01.2021

Die dies­jäh­ri­ge Herbst­kon­fe­renz des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te wird vom 17.-19.11.2021 als vir­tu­el­le Kon­fe­renz und in Ko­ope­ra­ti­on mit The Re­se­arch Cen­ter for Ma­te­ri­al Cul­ture of the Na­tio­nal Mu­se­um of World Cul­tu­res, the Net­her­lands statt­fin­den. The­ma der Kon­fe­renz mit dem Ti­tel “The Long His­to­ry of Claims for the Re­turn of Cul­tu­ral He­ri­ta­ge from Co­lo­ni­al Con­texts” ist die oft­mals ver­ges­se­ne Vor­ge­schich­te zur heu­ti­gen De­bat­te um die Rück­ga­be von Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten.

Ne­ben Vor­trä­gen von ge­la­de­nen Red­ner:in­nen wird es die­ses Jahr auch mög­lich sein, sich mit ei­nem ei­ge­nen Bei­trag um die Teil­nah­me zu be­wer­ben. Den aus­führ­li­chen Call for Pa­pers fin­den Sie hier. Er ent­hält auch al­le wei­te­ren wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen. Bit­te be­ach­ten Sie: Die Kon­fe­renz wird auf Eng­lisch statt­fin­den. Bei Rück­fra­gen wen­den Sie sich bit­te ger­ne an: con­fe­rence@kul­tur­gut­ver­lus­te.de.

KOMPLIZENSCHAFT – Die Sammeltätigkeit von „Kunst“ und Stadt Emden während der NS-Zeit im Fokus der Provenienzforschung.

Emden im Nationalsozialismus: Stadtverwaltung, Finanzamt, Gestapo u.a., aber auch die Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer (die „Kunst“) tragen das autoritäre System. Hinzu kommen nicht zuletzt viele Bürgerinnen und Bürger Emdens, die plötzlich nicht mehr fähig sind, Recht und Unrecht zu unterscheiden. Jüdischen Bürgerinnen und Bürgern sowie anderen Verfolgten des NS-Terrors wird alles von Wert genommen. So genannte „Judenauktionen“ und Lager für „Hollandgut“ sind die Hauptumschlagplätze für das so geraubte Kulturgut. Die Stadt Emden und die „Kunst“ ergänzen sich im Eifer, dieses Kulturgut zu „sichern“. Zeugnisse dieser Untaten befinden sich auch heute noch in den Beständen des Ostfriesischen Landesmuseums Emden.

Die Ausstellung berichtet aus der Perspektive der Provenienzforschung vom Sammeln geraubten Kulturguts und den Menschen, die damit in Verbindung standen. Sie zeigt die Spuren des Verbrechens, stellt wichtige zeitgenössische Akteurinnen und Akteure vor und macht Strukturen und Prozesse der Beraubung transparent.
Ermöglicht wurde diese umfassende Forschungsarbeit durch die Förderung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste für ein Projekt zur wissenschaftlichen Untersuchung der Herkunftsgeschichte der Bestände des Ostfriesischen Landesmuseums Emden aus der NS-Zeit. Beide Träger des Museums – Stadt Emden und „1820dieKUNST“ – stellen sich aktiv der historischen Verantwortung, die aus den Forschungsergebnissen erwächst und unterstützen das Projekt in vollem Umfang.

Die Ausstellung wird am 26.11.2020 um 19 Uhr digital eröffnet.

Über einen Live-Stream auf Facebook, Twitter und auf der Homepage des Ostfriesischen Landesmuseum Emden kann jeder an der Eröffnung teilnehmen. Es wird u. a. Beiträge von Oberbürgermeister Tim Kruithoff geben sowie dem Vorsitzenden von 1820dieKUNST, Dr. Reinhold Kolck.  Kurator und Provenienzforscher Georg Kö führt durch die Ausstellung.

Am 29.11. um 11:30 Uhr findet zudem eine weitere digitale Führung durch die Sonderausstellung statt.

TAGUNG “VÖLKERSCHAU-OBJEKTE” vom 27.10. – 29.10.2020

Die Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck lädt in Kooperation mit dem Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) und der Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde zu einer interdisziplinären Tagung ein, die vom 27. bis 29. Oktober 2020 in Lübeck stattfindet. 
HIER finden Sie das Programm
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung für den Eröffnungs-Vortrag in der Gemeinnützigen am 27.10.2020  erforderlich (Elke Krüger, Tel.: 0451 122 4146 oder ). 
Für die Tagung im ZKFL (28.10. + 29.10.) besteht die Möglichkeit der online-Teilnahme. Bitte senden Sie hierfür bis zum 26.10.2020 eine Mail an: , Sie erhalten dann den entsprechenden Link. 

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste lädt zur Herbstkonferenz 2020

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te wid­met sich seit sei­ner Grün­dung 2015 auch den Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in der So­wje­ti­schen Be­sat­zungs­zo­ne (SBZ) und in der DDR. 2016 be­fass­te sich be­reits ei­ne Herbst­kon­fe­renz mit die­sem The­ma; 2017 be­schloss dann der Stif­tungs­rat des Zen­trums, Grund­la­gen­for­schung in die­sem Be­reich zu er­mög­li­chen. 30 Jah­re nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ist es nun an der Zeit, bis­her Er­reich­tes zu bi­lan­zie­ren, Mach­ba­res aus­zu­lo­ten und nächs­te Zie­le zu for­mu­lie­ren. Mit der dies­jäh­ri­gen Herbst­kon­fe­renz am 30. No­vem­ber 2020 möch­te das Zen­trum die Ge­le­gen­heit da­zu bie­ten. Die Kon­fe­renz­bei­trä­ge rich­ten den Blick haupt­säch­lich auf den Bin­nen- und Au­ßen­han­del der DDR mit Kunst und An­ti­qui­tä­ten. Da­bei in­ter­es­siert des­sen Wech­sel­wir­kung mit der staat­li­chen Mu­se­umspo­li­tik eben­so wie sei­ne Über­la­ge­rung mit Un­rechts­kon­tex­ten und sei­ne in­ter­na­tio­na­le Reich­wei­te.

Die Kon­fe­renz wird vor dem Hin­ter­grund der Co­ro­na-Pan­de­mie oh­ne Prä­senz-Pu­bli­kum statt­fin­den und nur di­gi­tal über­tra­gen (li­ve auf www.kul­tur­gut­ver­lus­te.de und auf dem You­Tu­be-Ka­nal: Kul­tur­gut­ver­lus­te/ Ger­man Lost Art Foun­da­ti­on). Sie wird zu­dem auf der Web­si­te des Zen­trums im Be­reich Ver­an­stal­tungs­do­ku­men­ta­ti­on nach­ge­hal­ten.

Bit­te mel­den Sie sich vor­her an. An­mel­de­frist: 20. No­vem­ber 2020.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Kon­fe­renz “‘VEB Kunst’ – Kul­tur­gut­ent­zug und Han­del in der DDR” am 30. No­vem­ber 2020

Am Abend vor der Kon­fe­renz geht ei­ne Po­di­ums­dis­kus­si­on der Fra­ge nach, wo wir der­zeit mit der his­to­ri­schen, ju­ris­ti­schen und ge­sell­schaft­li­chen Auf­ar­bei­tung des Kul­tur­gut­ent­zugs in der DDR ste­hen. Ist Rechts­frie­den ge­schaf­fen oder sind Chan­cen ver­passt wor­den? Ist mit der Be­ar­bei­tung von Rück­über­tra­gungs­an­trä­gen ab 1990 nun­mehr ein Punkt er­reicht, strit­ti­ge Fäl­le als er­le­digt zu be­trach­ten und al­les zu den Ak­ten zu le­gen? Bleibt die Be­schäf­ti­gung mit pri­va­ten Kul­tur­gut­ver­lus­ten in SBZ und DDR künf­tig rein aka­de­mi­sche For­schung? Oder hat der Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel in Mu­se­en, Bi­blio­the­ken, Ar­chi­ven und öf­fent­li­chen Ver­wal­tun­gen ei­nen ganz neu­en Im­puls zur Auf­ar­bei­tung mit sich ge­bracht? Was könn­te und was soll­te als Auf­ga­be vor uns lie­gen? Als Me­di­en­part­ner fun­giert der Mit­tel­deut­sche Rund­funk. Er über­trägt die Po­di­ums­dis­kus­si­on am 1. De­zem­ber 2020 in der Sen­dung MDR KUL­TUR-Werk­statt. Sie kann an­schlie­ßend für ein Jahr in der ARD Me­dia­thek ab­ge­ru­fen wer­den.

An der Dis­kus­si­on neh­men teil Ul­ri­ke Lo­renz (Prä­si­den­tin der Klas­sik Stif­tung Wei­mar), Ro­land Jahn (Bun­des­be­auf­trag­ter für die Un­ter­la­gen des Staats­si­cher­heits­diens­tes der ehe­ma­li­gen Deut­schen De­mo­kra­ti­schen Re­pu­blik), Ulf Bi­schof (Rechts­an­walt) und Uwe Hart­mann (Lei­ter des Fach­be­reichs Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te).

Die Po­di­ums­dis­kus­si­on ist öf­fent­lich. Auf­grund der sehr be­grenz­ten Platz­zahl und der der­zei­ti­gen Si­tua­ti­on im Hin­blick auf die Co­ro­na-Pan­de­mie ist die Teil­nah­me je­doch nur nach vor­he­ri­ger An­mel­dung mög­lich. Ei­ne Teil­nah­me oh­ne vor­he­ri­ge An­mel­dung ist aus­ge­schlos­sen!

An­mel­de­frist: 20. No­vem­ber 2020; Ih­re An­mel­dung wird be­stä­tigt. Mit dem Aus­druck die­ser Be­stä­ti­gung wei­sen Sie sich vor Ort aus.

In den öf­fent­li­chen Be­rei­chen (Gän­gen, Toi­let­ten) be­steht die Pflicht, ei­nen Mund-Na­sen-Schutz zu tra­gen! Ach­ten Sie auf aus­rei­chen­den Min­destab­stand. Bit­te be­ach­ten Sie, dass ei­ne Durch­füh­rung der Po­di­ums­dis­kus­si­on mit Pu­bli­kum wei­ter­hin nicht ga­ran­tiert wer­den kann.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Po­di­ums­dis­kus­si­on “Ent­eig­net, ent­zo­gen, ver­kauft: Zur Auf­ar­bei­tung der Kul­tur­gut­ver­lus­te in der DDR” am 29. No­vem­ber 2020

Pro­gramm der Po­di­ums­dis­kus­si­on und der Herbst­kon­fe­renz (PDF, 2 MB)

Kolloquium Provenienzforschung: Vortrag von Nadine Bauer – “Eine wirkliche Nutznießerin der Nazis” – Verortung der Kunsthändlerin Maria Dietrich

Anfang: 09.11.2020
Ende: 09.11.2020
Ort: bis auf Weiteres ausschließlich online
Veranstalter: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste in Kooperation mit CARMAH (Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage)

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te lädt in Ko­ope­ra­ti­on mit CAR­MAH (Cen­tre for An­thro­po­lo­gi­cal Re­se­arch on Mu­se­ums and He­ri­ta­ge) zur Ver­an­stal­tungs­rei­he „Kol­lo­qui­um Pro­ve­ni­enz­for­schung“ des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te ein. Am Mon­tag, dem 9. No­vem­ber 2020, um 18 Uhr hält Na­di­ne Bau­er (Pro­ve­ni­enz­for­sche­rin) ei­nen Vor­trag zum The­ma: „‘Ei­ne wirk­li­che Nutz­nie­ße­rin der Na­zis’ – Ver­or­tung der Kunst­händ­le­rin Ma­ria Diet­rich“.

Vor­trags­ab­stract: Der Vor­trag wird Grund­la­gen zur Bio­gra­fie Ma­ria Diet­richs und ih­rer Ga­le­rie Al­mas ver­mit­teln und gleich­zei­tig auf­zei­gen wel­che De­si­de­ra­te hin­sicht­lich ih­rer kunst­händ­le­ri­schen Tä­tig­keit be­ste­hen. Es soll zu­dem nach­ge­zeich­net wer­den, wie sich Diet­rich von ei­ner me­dio­ke­ren Münch­ner Kunstund An­ti­qui­tä­ten­händ­le­rin in­ner­halb we­ni­ger Jah­re hin zur Hauptein­käu­fe­rin für Hit­ler und des­sen „Son­der­auf­trag Linz“ ent­wi­ckel­te. Am En­de steht die Fra­ge, in­wie­fern die aus Diet­richs Spruch­kam­merak­te stam­men­de Be­wer­tung ‚Nutz­nie­ße­rin der Na­zis‘ aus dem Jahr 1947 heu­te noch Gül­tig­keit be­sitzt.

Die Ver­an­stal­tung fin­det auf­grund der Co­ro­na-Pan­de­mie als Vi­deo­kon­fe­renz statt. Die Teil­nah­me an der Ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei. Auf­grund der be­grenz­ten Ka­pa­zi­tät ist die Teil­nah­me je­doch nur nach vor­he­ri­ger An­mel­dung bis zum 6.11.2020 mög­lich.

Nach er­folg­ter An­mel­dung er­hal­ten die Teil­neh­mer am Tag der Ver­an­stal­tung die Zu­gangs­da­ten zur Kon­fe­renz, wel­che mit dem An­bie­ter WebEx durch­ge­führt wird.

An­mel­dun­gen an:

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te
Jo­se­fi­ne Han­nig
Ver­an­stal­tun­gen
Hum­boldt­stra­ße 12
39112 Mag­de­burg
Te­le­fon+49 (0) 391 727 763 23
Te­le­fax+49 (0)391 727 763 6
E-Mailjo­se­fi­ne.han­nig@kul­tur­gut­ver­lus­te.de

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen kön­nen dem bei­ge­füg­ten Flyer ent­nom­men wer­den.

Flyer Kolloquium – zweites Halbjahr

LWL zeigt Wanderausstellung zur Provenienzforschung

Das Mu­se­um­samt des Land­schafts­ver­bands West­fa­len-Lip­pe (LWL) hat in Ko­ope­ra­ti­on mit dem LVR-Fach­be­reich Re­gio­na­le Kul­tu­r­ar­beit ei­ne Aus­stel­lung zur Pro­ve­ni­enz­for­schung er­ar­bei­tet, die in ins­ge­samt acht Mu­se­en Nord­rhein-West­fa­lens ab Sep­tem­ber 2020 prä­sen­tiert wird.

Die Aus­stel­lung „Ge­schich­te der Din­ge. Zur Her­kunft von Ob­jek­ten in nord­rhein-west­fä­li­schen Samm­lun­gen“ wid­met sich in ins­ge­samt zehn Ka­pi­teln den un­ter­schied­li­chen Ent­zugs­kon­tex­ten (u.a. NS-ver­fol­gungs­be­ding­tem Ent­zug, Ko­lo­nia­lis­mus, DDR-Un­recht, Beu­te­kunst, il­le­ga­le Aus- bzw. Ein­fuhr), ver­schie­de­nen Ob­jekt­grup­pen (bspw. Ju­dai­ka) wie auch Ak­teu­ren und Struk­tu­ren.

Die Aus­stel­lung prä­sen­tiert 50 Leih­ga­ben aus Nord­rhein-West­fa­len, an­hand de­rer die Le­bens- und Er­werbs­ge­schich­ten dar­ge­stellt wer­den.

Ein Ka­ta­log, für den nam­haf­te Au­tor*in­nen ge­won­nen wer­den konn­ten, ver­tieft und er­wei­tert die The­men­be­rei­che und zeigt aus­ge­wähl­te Aus­stel­lungs­ob­jek­te. Dar­über hin­aus wur­de ein mu­se­umspäd­ago­gi­sches Be­gleit­pro­gramm für Er­wach­se­ne so­wie die Se­kun­dar­stu­fe II ent­wi­ckelt.

Zu­nächst wird die Aus­stel­lung ab dem 27.Sep­tem­ber im Kreis­mu­se­um We­wels­burg in Bü­ren zu se­hen sein, an­schlie­ßend im Jü­di­schen Mu­se­um West­fa­len. Sie en­det im Früh­jahr 2022 im Stadt­mu­se­um Düs­sel­dorf.

Wan­deraus­stel­lun­gen sind ein kos­ten­lo­ses Ser­vice­an­ge­bot der Ver­bän­de an die kom­mu­na­len Mu­se­en.

Hin­ter­grund:
In ei­nem Pro­jekt zur Pro­ve­ni­enz­for­schung in NRW nahm die LVR-Mu­se­ums­be­ra­tung fe­der­füh­rend zu­sam­men mit dem LWL-Mu­se­um­samt in den Jah­ren 2017 bis 2019 be­son­ders klei­ne­re und mit­tel­große Mu­se­en in den Blick. Ge­gen­stand des Pro­jek­tes war die Er­stel­lung ei­nes Kon­zep­tes zur Eta­blie­rung, Sys­te­ma­ti­sie­rung so­wie struk­tu­rel­len Ver­bes­se­rung der Pro­ve­ni­enz­for­schung an den Mu­se­en in Nord­rhein-West­fa­len. Die Pro­jek­t­er­geb­nis­se sind im Pro­jekt­ab­schluss­be­richt „Pro­ve­ni­enz­for­schung in NRW – In­for­ma­tio­nen und Emp­feh­lun­gen für ei­ne sys­te­ma­ti­sche, flä­chen­de­cken­de und nach­hal­ti­ge Pro­ve­ni­enz­for­schung“ pu­bli­ziert, an dem das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te mit­ge­wirkt hat. Von Be­ginn an war ge­plant, im Rah­men ei­ner Wan­deraus­stel­lung nicht nur die Er­geb­nis­se die­ses Pro­jekts vor­zu­stel­len, son­dern auch nied­rig­schwel­lig und ob­jekt­ba­siert das The­ma Pro­ve­ni­enz­for­schung den Be­su­cher*in­nen na­he­zu­brin­gen.

Kolloquium Provenienzforschung: „Naturkundliche Objekte aus kolonialen Kontexten – Erste Ansätze für die Provenienzforschung zu den Sammlungen des Berliner Botanischen Gartens und Museums”

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te lädt in Ko­ope­ra­ti­on mit CAR­MAH am 5. Ok­to­ber 2020 um 18 Uhr zum Kolloquium Provenienzforschung mit Kat­ja Kai­ser ein. Thema: „Naturkundliche Objekte aus kolonialen Kontexten – Erste Ansätze für die Provenienzforschung zu den Sammlungen des Berliner Botanischen Gartens und Museums”

Am Montag, dem 5. Oktober 2020, um 18 Uhr hält Katja Kaiser (ehem. Doktorandin am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin) einen Vortrag zum Thema: „Naturkundliche Objekte aus kolonialen Kontexten – Erste Ansätze für die Provenienzforschung zu den Sammlungen des Berliner Botanischen Gartens und Museums“.
Vortragsabstract: In den Sammlungen des Berliner Botanischen Gartens und Museums befinden sich neben Herbarbelegen, Alkoholpräparaten und Holzproben aus den Kolonien zahlreiche Objekte mit direktem Kolonialbezug wie Kisten für den Pflanzenversand und Fotografien zu botanischen und landwirtschaftlichen Unternehmungen in den Tropen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Institutionen- und Sammlungsgeschichte der Berliner botanischen Einrichtungen und stellt erste Beispiele für die Provenienzforschung zu deren Sammlungen vor.

Die Veranstaltung findet aufgrund der Corona Pandemie als Videokonferenz statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Kapazität ist die Teilnahme jedoch nur nach vorheriger Anmeldung bis zum 2.10.2020 möglich.

Nach erfolgter Anmeldung erhalten die Teilnehmer/innen am Tag der Veranstaltung die Zugangsdaten Konferenz, welche mit dem Anbieter WebEx durchgeführt wird.

Kontakt

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Josefine Hannig
Veranstaltungen
Humboldtstraße 12
39112 Magdeburg
Telefon: +49 (0) 391 727 763 23
Telefax: +49 (0)391 727 763 6
E-Mail: