Termine

Colloquium on Provenance and Collection Research XVI

Von Mittwoch, 11.03.2026 bis

Ort: Zentralinstitut für Kunstgeschichte | Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München (Vortragssaal 242, II. OG) + online
Veranstalter: Zentralinstitut für Kunstgeschichte
 

Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte lädt zum „Colloquium on Provenance and Collection Research XVI“ zum Thema „Wiedergutmachung and Provenance Research: Accessing and Comprehending the Paper Trail“ am 11.03.2026 von 12:45 bis 19:30 Uhr vor Ort im Zentralinstitut für Kunstgeschichte | Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München (Vortragssaal 242, II. OG) und online.

Seit 1945 sind verschiedene Gesetze und Verordnungen zur Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts erlassen worden. Die damit verbundenen Verwaltungsvorgänge haben zu umfangreichen Quellenbeständen geführt, die heute von der Forschung zu Kulturgutentzug intensiv konsultiert werden. In Fortsetzung der Tagung in Bayreuth 2019 und der Sektion auf dem Historikertag 2023 in Leipzig will das Kolloquium erörtern, wie Nachfahren, Provenienzforschung und Museen von der laufenden Digitalisierung der Archivalien profitieren können und was die historische Kompensation von Vermögensverlusten für die Gegenwart bedeutet: Welche Chancen, Probleme und Herausforderungen bietet dieses „Dokumentenerbe“?

Zum Programm: https://www.zikg.eu/aktuelles/veranstaltungen/2026/provenienz-und-sammlungsforschung-xvi

Start der Veranstaltungsreihe „Resilienz“ für Schutz und Stärkung der Provenienzforschung

Von Dienstag, 17.03.2026 bis

Ort: digitale Veranstaltung
Veranstalter: Initiative Provenienzforschung stärken! in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Resilienz“ für Schutz und Stärkung der Provenienzforschung lädt die Initiative Provenienzforschung stärken! in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste am 17. März 2026 zwischen 17 und 18:30 Uhr zur ersten Sitzung mit dem Thema „Rechte Angriffe auf Wissenschaft und Wissenschaftler:innen“.

Vor dem Hintergrund zunehmender Angriffe auf die Provenienzforschung durch rechtsextreme Kulturpolitik eröffnet die Veranstaltungsreihe „Resilienz“ den gemeinsamen Raum, um im direkten Gespräch mit externen Referent:innen für aktuelle Entwicklungen zu sensibilisieren, deren Hintergründe einzuordnen und insbesondere konkrete Handlungs- und Strategiemöglichkeiten aufzuzeigen. 

Behandelt werden verschiedene Themen wie das „Neutralitätsgebot“, der Umgang mit rechten Angriffen auf Wissenschaftler:innen, Museen und Forschungseinrichtungen sowie individuelle und kollektive Formen von Resilienz. Diese Themen werden vor dem Hintergrund der spezifischen Situation und Vulnerabilität der Provenienzforschung gemeinsam diskutiert. Dabei ist die Forschungsgemeinschaft eingeladen, im geschützten digitalen Raum Erfahrungen zu teilen. 

Die Expertise der eingeladenen Referent:innen trägt dazu bei, rechtliche, institutionelle und politische Handlungsspielräume sichtbar zu machen und Strategien zu entwickeln, mit denen die Provenienzforschung resilienter gegenüber Angriffen werden kann. 

Die rechten Angriffe auf Wissenschaftler:innen als Individuen sowie ganze Fachbereiche an Hochschulen und Universitäten haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Geistes- und Geschichtswissenschaften, die sich kritisch mit der nationalsozialistischen wie kolonialen Vergangenheit beschäftigen, sind gemeinsam mit Postcolonial und Gender Studies besonders gefährdet. 

Gemeinsam mit Julia Wandt, einer der Koordinator:innen des Scicomm-Supports, werden diese Entwicklungen und die besondere Situation der universitären Provenienzforschung besprochen. Der Scicomm-Support unterstützt und berät Wissenschaftler:innen und Wissenschaftskommunikator:innen bei Angriffen und unsachlichen Konflikten in der Wissenschaftskommunikation. Es soll darüber hinaus aus der Beratungspraxis erklärt werden, welche Strategien und Handlungsmöglichkeiten es gibt, um antidemokratischen Angriffen gegen Wissenschaftler:innen zu begegnen. 

Das Format versteht sich als Austausch – Fragen und die gemeinsame Diskussion sind ausdrücklicher Teil der Veranstaltung.

Anmeldung bis 14. März 2026 an:

Die Veranstaltung findet online statt. Die Zugangsdaten zur Videokonferenz werden den Teilnehmer:innen am Tag der Veranstaltung per Mail zugesandt.

Die Veranstalter behalten sich vor, das digitale Hausrecht auszuüben und Personen, die sich diskriminierend, antidemokratisch, rechtsextrem oder minderheitenfeindlich äußern, den Zutritt oder Verbleib im digitalen Raum dieser Veranstaltungen zu verwehren.

Einführung: Vermittlung zu Provenienzforschung und Restitution

Von Mittwoch, 15.04.2026 bis

Ort: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung | Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Veranstalter: Staatliche Museen zu Berlin

Die Staatlichen Museen zu Berlin laden zu „Einführung: Vermittlung zu Provenienzforschung und Restitution“ am 15. April zwischen 15 und 18 Uhr im Haus Bastian.

Wie lassen sich Provenienzforschung und Restitutionsthematiken in die Bildungsarbeit einbinden? Welche Bedeutung haben Restitution und Rückgabe für den Umgang mit Geschichte heute?

Der Termin bietet eine Einführung in die Provenienzforschung durch Mitarbeiter:innen des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Geschaffen wird ein gemeinsames Grundverständnis zentraler Begriffe, Fragestellungen und Relevanzen für Vermittlung und Bildung. 

Als Best-Practice-Beispiel wird die internationale Kampagne „#StolenMemory“ der Arolsen Archives vorgestellt, bei der Angehörigen gestohlene Gegenstände von KZ-Häftlingen zurückgegeben werden. An konkreten Beispielen wird gezeigt und dann gemeinsam diskutiert, wie die Themen Raub und Rückgabe im NS-Kontext pädagogisch vermittelt und bearbeitet werden können.

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen unter https://www.smb.museum/

Memayu Hayuning Bawana Indonesische Sammlungen zwischen kolonialer Vergangenheit und klingender Gegenwart Musik: "Babar Layar"

Von Mittwoch, 08.04.2026 bis

Memayu Hayuning Bawana ist ein javanischer Ausdruck und bedeutet sinngemäß „die Harmonie der Welt bewahren und erneuern“. Er lädt dazu ein, über Fürsorge, Gleichgewicht und institutionelle Verantwortung nachzudenken. Die Führung stellt das Projekt „Koloniale Sammlungen aus Indonesien in Niedersachsen. Eine deutsch-niederländisch-indonesische Verflechtungsgeschichte“ (https://kulturgutverluste.de/projekte/kolonialzeitliche-sammlungen-aus-indonesien-niedersachsen-eine-deutsch-niederlaendisch) vor und präsentiert erste Forschungsergebnisse am Beispiel der Sammlungsbestände im Landesmuseum Hannover. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf indonesischen Musikinstrumenten. Im zweiten Teil der Führung wird das zur Museumssammlung gehörende Gamelan von dem Ensemble “Babar Layar” zum Klingen gebracht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Tags der Provenienzforschung statt. Weitere Angebote finden sie hier: https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/veranstaltungen/

Datum: Mittwoch, 8. April, 16.00 Uhr
Ort: Landesmuseum Hannover, Willy-Brandt-Allee 5

Vortrag „Eduard Fuchs - die verlorene Sammlung eines 'Kulturbolschewisten'"

Von Mittwoch, 20.05.2026 bis

Ort: Max-Lingner-Haus | Beatrice Zweig Straße 2, 13156 Berlin
Veranstalter: Helle Panke und Max-Lingner-Stiftung

Im Auftrag der Erben und gefördert durch das deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg erforschte Ulrich Weitz das Schicksal der legendären Kunstsammlung des Kommunisten Eduard Fuchs (1870-1940). Fuchs-Biograf Weitz erzählt in seinem Vortrag von der Beschlagnahmung des Museums Fuchs in Berlin-Zehlendorf durch die Gestapo. Er schildert seine Suce nach den verlorenen Schätzen – Gemälden, Asiatika und einer einzigartigen Grafiksammlung zur Geschichte der Arbeiterbwegung – und kann von ersten Erfolgen bei der Restitution wiedergefundener Objekte berichten. 

Vortrag: Dr. Ulrich Weitz, Moderation:  Martina Renner
Eine Veranstaltung in gemeinsamer Kooperation von Helle Panke und Max-Lingner-Stiftung.

20. Mai 2026, 19-21 Uhr
Max-Lingner-Haus | Beatrice Zweig Straße 2, 13156 Berlin
Kosten: 5,00 Euro / 3,00 Euro ermäßigt

Tagung „Dr. Max Stern und seine jüdischen Kund:innen“

Von Dienstag, 21.04.2026 bis Mittwoch, 22.04.2026

Ort: Stadtmuseum Düsseldorf
Veranstalter: Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf, Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein K.d.ö.R., Max und Iris Stern Foundation | mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis Stadtmuseum Düsseldorf e.V. & der Embassy of Canada to Germany

Das Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf, der Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein K.d.ö.R. und die Max und Iris Stern Foundation laden zur Tagung „Dr. Max Stern und seine jüdischen Kund:innen“ am 21. und 22. April 2026 in Düsseldorf. 

Einige wichtige Aspekte des vielschichtigen Problems der Restitution bilden den ersten Schwerpunkt der Tagung. Wie ist dem vergangenen Unrecht heute rechtlich zu begegnen und wie kann das allmähliche Vergessen verhindert werden? Wie ist der Kreis der Geschädigten zu definieren?

Im zweiten Teil der Tagung geht es um die konkreten Perspektiven der Sammler und der Händler von Kunst. Wie lassen sich heute noch jüdische Sammler und ihre Sammlungen beziehungweise jüdische Kunsthändler und ihre Bestände identifizieren? Welche Handlungsspielräume besaßen sie unter der Diktatur? Dies soll sowohl im Allgemeinen wie, ausgehend von Max Stern und seinem Kundenkreis, an konkreten Beispielen diskutiert werden.

Für weitere Informationen und das detaillierte Programm klicken Sie hier

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich.

Save-the-Date: International Conference "Pasang Surut. Provenance Research as a Contribution to Decolonisation and Trajectories of Restitution", 9 - 11 June 2026

Von Dienstag, 09.06.2026 bis Donnerstag, 11.06.2026

2026-06_Save the Date_Pasang Surut_International Conference

The Indonesian phrase pasang surut — “the tide in and out” — evokes the continuous movement of people, objects, and ideas across the seas that once linked Europe and the Indonesian archipelago. These currents shaped the emergence of colonial collections but also suggest the possibility of renewed circulation: of knowledge, accountability, and dialogue.

Against this conceptual background, the conference is organised within the framework of the research project Colonial-Era Collections from Indonesia in Lower Saxony: A German–Dutch–Indonesian Entangled History, funded by the German Lost Art Foundation and coordinated by the Museum Association for Lower Saxony and Bremen e. V., in collaboration with the Network for Provenance Research in Lower Saxony. The project investigates colonial-era collections held in eight museums in Lower Saxony, comprising approximately 1,450 ethnographic objects, 300 natural history specimens, and human remains.

The international conference Pasang Surut shall bring together academic and collection experts, as well as key figures from the fields of art, culture, and politics from Indonesia, Germany, and the Netherlands, to discuss the transformative potential of post-colonial provenance research as a contribution to processes of reconnection and decolonisation. By fostering exchange between institutions and researchers from Indonesia, the Netherlands, and Germany, Pasang Surut seeks to contribute to the development of a shared framework for post-colonial provenance research grounded in dialogue, transparency, and long-term partnership.

At a moment when provenance research has become central to confronting colonial legacies, the conference will also ask how research methods themselves can be critically reflected upon and reoriented — shifting from a purely prospective exercise towards a more collaborative and reflexive practice, capable of informing institutional futures.

The key questions will be:

  • How were Indonesian ethnographic and natural collections formed within colonial networks of power, knowledge, and economic and scientific interest?
  • How can provenance research challenge these inherited structures and produce shared, plural understandings of history?

The final programme will be announced in spring 2026.

Participation in the event is free of charge. Please register by May 15th 2026 at .