Termine

Symposium im Museum Barberini, Potsdam: "Das Archiv wiederbeleben: Zugang zu Archiven im digitalen Zeitalter"

Von Donnerstag, 19.09.2019 bis
Von 29.7.19 10:00 bis 29.7.19 19:00 Uhr

Archive bewahren das kollektive Gedächtnis und sind für die Zukunft der kunstgeschichtlichen Forschung unverzichtbar. Der Zugang zu archivierten Informationen ist von zentraler Bedeutung für Restitutions- und Provenienzrecherchen, die Erhaltung des Kulturbesitzes und die Betreuung von Künstlernachlässen. Nachdem 1998 in den USA die Presidential Advisory Commission on Holocaust Assets ins Leben gerufen wurde, war diese Thematik bereits Gegenstand etlicher Tagungen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Informationen im digitalen Zeitalter müssen die Archivdepots in Europa sich jedoch grundsätzlich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie ihr Material künftig erschließen können. Durch Digitalisierung lassen sich archivierte Informationen heute weltweit systematisieren und vernetzen, sodass Wissenschaftler und Forscher leichter auf dringend benötigtes Material zugreifen können.
 
Diese internationale Konferenz stellt beispielhafte archivalische Neuentdeckungen vor, rückt unzureichend genutzte Archive in den Blick, stellt die Konzentration von Archiven als prioritäre Aufgabe heraus und zeigt auf, welche Ressourcen Archiveigentümern heute zur Verfügung stehen. 
 
Die Panels und Diskussionen finden in englischer Sprache statt.

Invitation to the Conference Reviving the Archive: Material Records in the Digital Age
Thursday, September 19, 2019, 10am – 7pm

 
As guardians of the collective memory, archives are vital for the future of art historical research. Access to archival information is of crucial importance for restitution and provenance research as well as in regard to the preservation of cultural heritage and of an artist’s legacy. Following the formation of the Presidential Advisory Commission for Holocaust Assets in 1998, several conferences have been devoted to this subject. However, 
with increasing demand for information in the digital age, European archival repositories must confront the broader challenges of making their material accessible. By utilizing
the possibilities of digitization today, archival information worldwide can be systematized and crosslinked, allowing greater accessibility to these indispensable materials for scholars and researchers. 
 
This international conference will provide case studies of archival re-discoveries, highlight archives that are under-utilized and therefore a priority for concentration, and underscore the resources currently available to archive holders. 
 
The panels and discussions will be conducted in English.

Donnerstag, 19. September 2019, 10 bis 19 Uhr
Thursday, September 19, 2019, 10am – 7pm

10 am
Begrüßung
Welcome 
Dr. Ortrud Westheider, Director, Museum Barberini, Potsdam
Elizabeth Gorayeb, Executive Director, The Wildenstein Plattner Institute, New York
Dr. Meike Hoffmann, Director (Coordination), Mosse Art Research Initiative, Freie Universität Berlin
 
10.15 am 
Archive Accessibility: Critical Demand and Complex Challenges
Agnes PeresztegiAttorney,Looted Art Litigation, New York and Paris
Dr. Victoria Noel-Johnson, Scholar and Historian, Rome
Walter Feilchenfeldt, Dealer, Curator, and Scholar, Zurich
Vivian Endicott Barnett, Curator and Scholar, New York
 
11.30 am
Kaffeepause
Coffee break
 
11.45 am
Approaches to Accessibility: An International Endeavor, Part I
Dr. Nadine Oberste-Hetbleck, Kunsthistorisches Institut, University of Cologne 
with 
Dr.Günter Herzog, Head of Archives, ZADIK, Cologne
Jane Bramwell, Head of Library and Archive, Tate, London
France Nerlich, Director, Département des études et de la recherche, INHA, Paris
with
Sophie Derrot, Curator, Service du Patrimoine, INHA, Paris
     
1.15 pm 
Mittagspause
Lunch break
     
2.30 pm
Approaches to Accessibility: An International Endeavor, Part II
Prof. Dr. Chris Stolwijk, General Director, RKD – Netherlands Institute for Art History, The Hague
Christina Bartosh,PhD Candidate, University of Vienna
 
Discussion with Q & A
 
4 pm
Kaffeepause
Coffee break
     
4.30 pm
Technological Developments: Accessibility and Utility Through Digitization
Martin Lorenz, Director of Technology, Wildenstein Plattner Institute, Berlin
Prof. Dr. Christoph Meinel, President & CEO, Hasso Plattner Institute, Potsdam
Christian Bartz, Chair of Internet Technologies & Systems, Hasso Plattner Institute, Potsdam
Prof. Dr. Ralf Krestel, Head of Web Science Research Group, Hasso Plattner Institute, Potsdam
 
6.30 pm 
Empfang
Reception 

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstr. 5 –6 
14467 Potsdam, Germany

Office address:
Friedrich-Ebert-Str. 115
14467 Potsdam, Germany
T – 49 331 236014-499

www.museum-barberini.com

Eintritt frei 
Um Anmeldung wird gebeten unter:

 
Admission free of charge
Please register in advance at

Eine Konferenz der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit dem Wildenstein Plattner Institut, New York, dem Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, The Hague und dem Museum Barberini, Potsdam.
 
A conference of the Freie Universität Berlin in cooperation with the Wildenstein Plattner Institute, New York, the Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, The Hague and the Museum Barberini, Potsdam.

Programm: WPI_Symposium_online_PDF_Final

Veranstaltungsort

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstr. 5 –6
14467 Potsdam

Sonderausstellung Spuren der NS-Verfolgung. Provenienzforschung in den kulturhistorischen Sammlungen der Landeshauptstadt Hannover

Von Donnerstag, 06.12.2018 bis Sonntag, 29.09.2019

In der Washingtoner Erklärung vom Dezember 1998 verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland dazu, während der NS-Herrschaft beschlagnahmte Kulturgüter zu identifizieren, deren Vorkriegseigentümer und Erben ausfindig zu machen und mit ihnen “eine gerechte und faire Lösung zu finden”. Seit 2008 erforscht die Landeshauptstadt Hannover in diesem Sinne systematisch die Provenienzen des städtischen Kulturgutes.

Anlässlich des zwanzigsten Jahrestages der Washingtoner Erklärung werden ab 6. Dezember 2018 erstmals die bisherigen Ergebnisse und aktuellen Probleme der Provenienzforschung im Museum August Kestner, im Historischen Museum am Hohen Ufer, im Stadtarchiv und in der Stadtbibliothek der Öffentlichkeit in einer Sonderausstellung und in einem wissenschaftlichen Begleitband präsentiert.

Im Zentrum der Sonderausstellung stehen Objekte aus dem Besitz zweier jüdischer Opfer des NS-Regimes: die Goldmünzen des Arztes aus Großburgwedel Dr. med. Albert David und der Rokoko-Schrank der Hannoveraner Fabrikantentochter Klara Berliner. Weitere Schwerpunkte sind antike Kulturgüter, Kunstgewerbe-Objekte, Münzen, Bücher und Autographen, die ab 1933 erworben wurden und die aus dem Besitz fast aller Opfergruppen des NS-Regimes stammen: Sozialdemokraten, Kommunisten, Zeugen Jehovas, Freimaurer und Juden.

Die Ausstellung erzählt die Verfolgungsgeschichte dieser NS-Opfer und stellt die komplizierten Wege dar, auf denen diese Objekte in den Besitz der Landeshauptstadt Hannover gelangten. Außerdem werden die schwierigen Bemühungen der Provenienzforschung geschildert, berechtigte und ungerechtfertigte Erbansprüche voneinander zu unterscheiden und die heute in aller Welt verstreuten Erben dieser Verfolgten des NS-Regimes ausfindig zu machen.

Veranstaltungsort

Museum August Kestner
Trammplatz 3
30159 Hannover

www.hannover.de/Museum-August-Kestner/Veranstaltungen/Das-passiert-2018-im-MAK

Sonderausstellung im Sprengel Museum Hannover: "verfemt – gehandelt. Die Sammlung Doebbeke im Zwielicht: Von Corinth bis Kirchner"

Von Mittwoch, 17.07.2019 bis Sonntag, 17.11.2019

Woher stammen die Bildwerke unserer Sammlungen? Wer waren ihre ehemaligen Eigentümer? Die Ausstellung wird 20 Jahre nach Unterzeichnung der Washington Principles die detektivische Arbeit der Provenienzforschung beleuchten und Einblick in die Ergebnisse und Sammlungsgeschichte geben. Anhand von rund 60 Werken werden Handelswege und vormalige Eigentumsverhältnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus und nach 1945 beleuchtet, als die Museen der Stadt Hannover ihre durch die Aktion ‚Entartete Kunst‘ 1937 und Kriegseinwirkungen geplünderten Sammlungen mit Neuankäufen wieder ergänzten. Fragen der Herkunft wurden seinerzeit nicht nachdrücklich verfolgt. Die Ausstellung will Schicksale von während des Nationalsozialismus entrechteten jüdischen Opfern in den Blick nehmen, die durch die nationalsozialistischen Gesetzgebungen verfolgt, in die Emigration getrieben oder deportiert und ermordeten wurden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Forschungen zu dem bislang unbekannten Sammler, dem Berliner Immobilienhändler Dr. Conrad Doebbeke (1889 – 1954), von dem die Landeshauptstadt Hannover 1949 über 100 Kunstwerke erwarb.

Kuratiert von Annette Baumann

Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 16. Juli 2019, um 18.30 Uhr, laden wir herzlich ein.

Veranstaltungsort

Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover

www.sprengel-museum.de/ausstellungen/vorschau/verfemt-gehandelt-die-sammlung-doebbeke-im-zwielicht-von-corinth-bis-kirchner.php?snr=1

Sonderausstellung im Städt. Museum Göttingen: "Unter Verdacht - NS-Provenienzforschung im Städtischen Musuem Göttingen"

Von Sonntag, 08.09.2019 bis Sonntag, 08.12.2019

Provenienzforschung ist spätestens seit dem Fall Gurlitt in aller Munde. Erforscht wird die Herkunft von Objekten, die im Nationalsozialismus auf unrechtmäßige Weise in die Museen gelangten. In einem Projekt zur Provenienzforschung wird auch im Städtischen Museum die Herkunft von knapp 6.000 Objekten untersucht, die das Museum zwischen 1933 bis 1945 erworben hat.

Die Sonderausstellung zeigt erste Ergebnisse dieses vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projektes. Sie zieht eine Zwischenbilanz der Erforschung der eigenen Museumsgeschichte im Nationalsozialismus.

Die Klärung der Eigentumsverhältnisse bei Objekten, die der jüdischen Bevölkerung unrechtmäßig entzogen wurden, steht dabei im Mittelpunkt. Auch Einlieferungen der Göttinger Freimaurerloge und Studentenverbindungen, die in der NS-Zeit verboten waren, werden erforscht.

Das Museum profitierte von der verbrecherischen Politik der Nationalsozialisten, indem es sich an der Ausbeutung der Juden und anderer Opfergruppen beteiligte. Präsentiert werden exemplarisch Objekte, die unter Verdacht stehen, nicht rechtmäßig im Besitz des Museums zu sein. Anhand der ausgestellten Möbel, Textilien, Kunstwerke und Alltagsgegenstände werden Einzelschicksale sichtbar gemacht. Es bieten sich aber auch Einblicke in die Stadt- und Kulturgeschichte Göttingens während der NS-Zeit.

Zahlreiche Exponate werden erstmalig in der Öffentlichkeit gezeigt. Begleitend zur Ausstellung wird das Thema in öffentlichen Führungen und wissenschaftlichen Vorträgen vertieft.

Veranstaltungsort

Städtisches Museum Göttingen
Jüdenstraße 39
37073 Göttingen

http://www.museum.goettingen.de/

Sonderausstellung in Celle: "Suche nach Herkunft - NS-Raubkunst im Bomann-Museum?!"

Von Freitag, 05.07.2019 bis Sonntag, 29.03.2020

Seit März 2016 erforscht das Bomann-Museum mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste die Herkunft seiner Sammlungszugänge aus der NS-Zeit. Der Fachbegriff für die Erforschung der Herkunft von Objekten ist Provenienzforschung. Sie war schon immer Teil der musealen Arbeit, wird aber seit 1998 besonders für alle Objekte durchgeführt, die möglicherweise zwischen 1933 und 1945 ihren Besitzer wechselten. Hintergrund ist die Washingtoner Erklärung von 1998. In dieser bekräftigten 44 Staaten die Absicht, Maßnahmen zur Auffindung unrechtmäßig entzogener Kulturgüter zu unternehmen. In solchen Fällen sollen gerechte und faire Lösungen mit den zumeist jüdischen Opfern oder ihren Nachkommen gefunden werden.

Entsprechend der Vielseitigkeit der Celler Sammlung sind sehr unterschiedliche Objektgruppen zu untersuchen. Dabei ist detektivischer Spürsinn gefragt, um die Herkunft so weit wie möglich zu klären. Dies kann sehr zeitintensiv sein und nicht immer gelingt unmittelbar eine lückenlose Rekonstruktion der Objektbiografie. Zahlreiche Quellen sind dabei zu sichten: angefangen von den Spuren auf dem jeweiligen Objekt über die Dokumentation im eigenen Haus bis hin zu Unterlagen in Archiven im In- und Ausland.

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über wichtige Ergebnisse aus drei Jahren Forschungsarbeit. Sie beleuchtet sowohl die Zugänge aus lokalem jüdischem Besitz nach 1933 als auch Erwerbungen aus dem Kunsthandel, insbesondere bei Hans W. Lange in Berlin. Darunter konnten bisher mehrere Objekte identifiziert werden, die infolge des systematischen NS-Kunstraubs in Europa enteignet wurden, unter anderem in den Niederlanden und Frankreich. Zwei 1943 erworbene Gemälde gehörten zuvor zur Sammlung des Hitler-Fotografen Heinrich Hoffmann. Diese und weitere Fälle sowie die spannenden Recherchewege können in der Ausstellung nachvollzogen werden.

Weiterführende Informationen und das Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie hier: _BMC-Herkunft-Flyer-2019-web

Veranstaltungsort

Bomann-Museum Celle
Schlossplatz 7
29221 Celle

www.bomann-museum.de/Quicknavigation/Startseite/index.php?La=1&object=tx,2437.352.1&kat=&kuo=2&sub=0