Termine

Vortrag von Beate Herrmann: Erwerbswege im Licht neuer Provenienzrecherchen. Die Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen von 1933 bis 1958

Von Donnerstag, 13.07.2017 bis
Um 16:00 Uhr

Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen, jeweils Donnerstags, 16.00 Uhr.

Das gesamte Programm für das SS 2017 finden Sie hier: 2017 SoSe_Institutskolloquium

Veranstaltungsort

Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Ethnologie, Hörsaal
Theaterplatz 15
37073 Göttingen

www.uni-goettingen.de/de/28822.html

Veranstaltung im Kunstmuseum Bern: Die Biografien der Kunstwerke - Perspektiven der Provenienzgeschichte in der Forschung an Universität und Museum

Von Donnerstag, 01.06.2017 bis
Von 09:30 bis 18:30 Uhr

Das Kunstmuseum Bern und das Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern debattieren gemeinsam mit internationalen Gästen innovative Ansätze der Provenienzforschung. Nachdem sich die Provenienzforschung im Anschluss der Washingtoner Erklärung von 1998 fast ausschliesslich mit der historischen Aufarbeitung von NS-Flucht- und NS-Raubgut befasste, gilt ihr Interesse inzwischen den Gesamtbeständen öffentlicher und privater Sammlungen.

Das Ziel unserer Veranstaltung ist es, die Erforschung der Besitzer- geschichte der Kunstwerke als neue Historiografie und Praxis sowie als definitive Einrichtung im Museum zu begreifen. Als eigene wissenschaftliche Disziplin ist Provenienzforschung heute sowohl im musealen als auch im universitären Kontext angesiedelt und mit Fragen ihrer Autonomie konfrontiert. Daraus ergeben sich neue Perspektiven.

Wie unabhängig kann Provenienzforschung sein und auf welche Methoden greift sie zu diesem Zweck zurück, sowohl im musealen als auch im universitären Kontext? Wie ergänzen sich die Forschung an der Universität und ihr museales Pendant? Welche Möglichkeiten der Sichtbarmachung provenienzwissenschaftlicher Erkenntnisse stehen zur Verfügung?

Die vom Kunstmuseum Bern und dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern organisierte, ganztägige Veranstaltung ist in dialogischer Form angelegt. Insgesamt fünf Themenbereiche werden jeweils durch einen Vortragenden eingeführt und anschliessend kommentiert und hinterfragt. Der Workshop wird durch eine Paneldiskussion abgeschlossen.

Programm:

09h30 Begrüssung und Einleitung
Dr. Nina Zimmer (Direktorin Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee), Prof. Dr. Bruno Moretti (Vizerektor Lehre der Universität Bern) und Prof. Dr. Bernd Nicolai (Geschäftsführender Direktor Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern)

Provenienzforschung als akademische Herausforderung Probleme und Entwicklungspotentiale
10h00 – 10h30 PD Dr. Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)
10h30 – 11h00 Prof. emer. Dr. Georg Kreis (Universität Basel)

Provenienzforschung im Museum und Handel: Chancen und Risiken
11h00 – 11h30 Dr. Andrea Bambi (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München)
11h30 – 12h00 Walter Feilchenfeldt (Kunsthandel Walter Feilchenfeldt, Zürich)

12h00 – 14h00 Mittagspause

Kann die Provenienzforschung Gerechtigkeit schaffen?
14h00 – 14h30 Dr. Lucas Elmenhorst (Knauthe Rechtsanwälte und Humboldt-Universität zu Berlin)
14h30 – 15h00 Dr. Andreas Münch (Bundesamt für Kultur, Bern)

Historiografie der Provenienzforschung
15h00 – 15h30 Dr. Christian Huemer (The Getty Research Institute, Los Angeles)
15h30 – 16h00 Dr. Meike Hoffmann (Freie Universität Berlin)

16h00 – 16h30 Kaffeepause

Biografien der Werke: Präsentation und Vermittlung
16h30 – 17h00 Dr. Ute Haug (Hamburger Kunsthalle)
17h00 – 17h30 Dr. Matthias Frehner (Kunstmuseum Bern)

17h30 – 18h30 Paneldiskussion
Moderation: Dr. Nikola Doll (Kunstmuseum Bern)

Organisiert von: Dr. Matthias Frehner, Dr. Rainer Lawicki, Dr. Valentina Locatelli (Kunstmuseum Bern) und Prof. Dr. Bernd Nicolai, Prof. Dr. Peter J. Schneemann, Etienne Wismer (Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern)

Einladung und Programm finden Sie hier: 170511_Einladung_Programm_Symp_Provenienz

Veranstaltungsort

Kunstmuseum Bern, Festsaal
Hodlerstraße 8-12
3011 Bern

www.kunstmuseumbern.ch/de/

Symposium: Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus. Verwaltung-Politik-Verbrechen

Von Dienstag, 27.06.2017 bis
Um 09:00 Uhr

Seit einigen Jahren wird intensiv über die NS-Vergangenheit von Bundesministerien und Behörden und ihren Umgang mit der eigenen Geschichte diskutiert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat sich dieser Debatte gestellt und 2013 eine Unabhängige Historikerkommission berufen. Unter ihrer Leitung hat eine Forschungsgruppe die Geschichte der Vorgängerbehörden des heutigen BMAS während der Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet. Im Zentrum ihrer Forschungen stand das Personal und die Handlungsfelder des 1919 gegründeten Reichsarbeitsministeriums. Das konkrete Verwaltungshandeln unter den Bedingungen der NS-Diktatur und im Kontext nationalsozialistischer Arbeits- und Sozialpolitik wurde eingehend untersucht. Besondere Aufmerksamkeit fand ferner die Rolle des Ministeriums im Rahmen der Kriegswirtschaft und in den besetzten Gebieten Europas zwischen 1939 und 1945.
Das Projekt macht deutlich, dass die klassischen Verwaltungsapparate weitaus stärker in das NS-Regime und seine Verbrechen eingebunden waren, als lange Zeit vermutet wurde. Die ministerielle Bürokratie kooperierte eng mit den nationalsozialistischen Partei- und Sonderstäben. Damit werden bisherige Erklärungsmodelle, wie das einer „polykratischen“ Herrschaft, infrage gestellt.
Die Unabhängige Historikerkommission hat die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes in einem Syntheseband zusammengefasst, den sie am 27. Juni 2017 im Rahmen eines Symposiums in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vorstellen wird.

Bitte melden Sie sich bis zum 2. Juni 2017 unter www.anmeldung.bmas.de mit dem Passwort Symposium-RAM an.

Programm

09:00–10:00 Uhr
Anmeldung und Kaffee

Präsentation des Synthesebandes „Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus. Verwaltung – Politik – Verbrechen“

10:00–11:15 Uhr
Begrüßung
Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Jürgen Kocka,
ehemaliger Präsident des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)

Vorstellung und Übergabe des Synthesebandes
Prof. Dr. Alexander Nützenadel, Humboldt-Universität zu Berlin

Übergabe des Synthesebandes an Bundesministerin Andrea Nahles

Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Jürgen Kocka im Gespräch mit Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Jürgen Kocka im Gespräch mit der Unabhängigen Historikerkommission – (Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann, Prof. Dr. Elizabeth Harvey, Prof. Dr. Sandrine Kott, Prof. Dr. Alexander Nützenadel, Prof. Dr. Kiran Klaus Patel, Prof. Dr. Michael Wildt)

Musikalisches Intermezzo – Klezmeyers

Präsentation der Teilstudien

11:25–12:35 Uhr
1. Panel: Das Reichsarbeitsministerium: Organisation, Personal und Politik

Das Reichsarbeitsministerium 1919–1945. Organisation, Führungspersonal und politische Handlungsspielräume
Dr. Ulrike Schulz
Neuanfänge und Kontinuitäten in West und Ost. Das Spitzenpersonal der zentralen deutschen Arbeitsbehörden
bis 1960
Dr. Martin Münzel

Kommentar
Prof. Dr. Christiane Kuller, Universität Erfurt

Diskussion – Diskussionsleitung
assoc. Prof. Dr. Kim Christian Priemel, University of Oslo

12:35–13:30 Uhr
Mittagsimbiss

13:30–14:40 Uhr
2. Panel: Handlungsfelder der Arbeits- und Sozialpolitik

Die Treuhänder der Arbeit im System der Arbeitsbeziehungen 1933–1945
Sören Eden
Die Diskriminierung jüdischer Rentner und Versicherter. Die Rolle des Reichsarbeitsministeriums und der
Rentenversicherungsträger
Alexander Klimo

Kommentar
Prof. Dr. Jane Caplan, St. Antony’s College, Oxford

Diskussion – Diskussionsleitung
Prof. Dr. Karl Christian Führer, Universität Hamburg

14:40–15:10 Uhr
Kaffeepause

15:10–16:20 Uhr
3. Panel: Krieg und Expansion

Arbeitsverwaltung, Besatzung, Kriegswirtschaft: Die staatliche Arbeitskräftelenkung im deutschen
Machtbereich 1939–1945
Henry Marx
Das „System Sauckel“: Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz
Swantje Greve

Kommentar
Prof. Dr. Ulrich Herbert, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Diskussion – Diskussionsleitung
Prof. Dr. Tanja Penter, Universität Heidelberg

16:20–16:50 Uhr
Arbeit – Macht – Schuld? Das Forschungsprojekt aus internationaler Perspektive
Prof. Dr. Mary Fulbrook, University College London

Schlusswort
Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Jürgen Kocka

anschließend Ausklang bei Getränken und Imbiss

Kontakt

Annette Schicke
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin

Dr. Martin Münzel
Unabhängige Historikerkommission zur Geschichte des Reichsarbeitsministeriums 1933 – 1945, Mohrenstraße 40/41, 10117 Berlin

Veranstaltungsort

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal
Markgrafenstr. 38
10117 Berlin

www.historikerkommission-reichsarbeitsministerium.de/

Kabinettschau: Ernst Beyersdorff - Oldenburger Sammler, Förderer und Jurist

Von Samstag, 04.03.2017 bis Sonntag, 18.06.2017

Gemeinsam mit dem Oberlandesgericht Oldenburg zeigt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg eine Kabinettschau über den Oldenburger Juristen und Kunstsammler Ernst Beyersdorff (1885-1952). An zwei Standorten wird das Leben und Wirken von Beyersdorff nachgezeichnet, der als Jurist und glühender Verfechter der künstlerischen Moderne über Jahrzehnte in Oldenburg tätig war. Als Begründer der „Vereinigung für junge Kunst“ und Förder-Mitglied der Künstlergruppe Brücke legte er eine beachtliche Sammlung mit Werken der Moderne an, die 1984 als „Schenkung Ernst und Hanneliese Beyersdorff“ in die Sammlungen des Landesmuseums gelangte. Anhand von Werken aus seiner Kunstsammlung, zeitgeschichtlichen Archivalien und persönlichen Dokumenten beleuchtet die Ausstellung die faszinierende und tragische Biographie des Sammlers und Juristen, dessen Todestag sich am 16. Juni 2017 zum 65. Mal jährt.

Im Oberlandesgericht muss der Personalausweis vorgezeigt werden.

Ein Katalog zur Kabinettschau ist für 9,80 € im Landesmuseum erhältlich. Er gibt Einblick in das Leben Ernst Beyersdorffs und rekonstruiert sein Wirken als Kunstsammler.

Ausstellungsorte:

PrinzenpalaisDamm 1, 26135 Oldenburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr
Öffnungszeiten an Feiertagen finden Sie hier.
Eintritt: 6 €, ermäßigt 4 €

Oberlandesgericht, Richard-Wagner-Platz 1, 26135 Oldenburg
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 8 – 15.30 Uhr und Freitag: 8 – 12.30 Uhr

 

BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG:

Öffentliche Führungen

Fr., 7. April, 10 – 11.30 Uhr
Mi., 10. Mai, 14 – 15.30 Uhr
Fr., 9. Juni, 10 – 11.30 Uhr

Kombiführungen durch die Kabinettschau im Prinzenpalais, Damm 1 und im Foyer des Oberlandesgerichtes, Richard-Wagner-Platz 1. Im Oberlandesgericht muss der Personalausweis vorgezeigt werden.

Treffpunkt: Kasse Prinzenpalais
Eintritt zzgl. 3 €

Themenführung
„Entartete Kunst  Wie
die Nationalsozialisten Kunst definierten“

Wir betrachten das Kunstverständnis der Nationalsozialisten und den Begriff der „Entarteten Kunst“ im Zusammenhang mit der faszinierenden und tragischen Biographie des Oldenburger Juristen und Kunstsammlers Ernst Beyersdorff.

Sa., 3. Juni, 12 – 13 Uhr 
Dirk Meyer, Kunstvermittler
Treffpunkt: Kasse Prinzenpalais
9 €

Anmeldung erforderlich: (04 41) 220 73 44

Veranstaltungsort

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Prinzenpalais/ Oberlandesgericht, Foyer
Damm 1/ Richard-Wagner-Platz 1
26135 Oldenburg

www.landesmuseum-ol.de/ausstellungen/kabinettschau.html