Termine

Herbsttagung Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V.: Provenienzforschung an Kunst- und ethnologischen Sammlungsbeständen

Von Montag, 04.12.2017 bis
Von 09:00 bis 17:30 Uhr

Weitere Informationen zu anfallenden Kosten (50 EUR für Nicht-Mitglieder) und zur Anmeldung (bis 30.11.2017 über ) sowie das ausführliche Programm zur Tagung „Provenienzforschung an Kunst- und ethnologischen Sammlungsbeständen. Ansätze, Probleme und Desiderate in einer Kernaufgabe der Museen“ finden Sie hier: Herbsttagung Mus.verband_Schleswig-Holstein_HH_2017_Programm

Veranstaltungsort

Museum der Arbeit/ Historische Museen Hamburg, Seminarraum, 2. OG
Wiesendamm 3
22305 Hamburg-Barmbek

Lernen mit Sachquellen in Gedenkstätten und Museen

Von Montag, 20.11.2017 bis Mittwoch, 22.11.2017

Eine interdisziplinäre Tagung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten (Celle) in Kooperation mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung (Wolfenbüttel) und der Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V. (Berlin)

Die Vermittlung von Geschichtsbewusstsein im Sinne einer kritischen und quellengestützten Auseinandersetzung mit der Geschichte ist unbestreitbar ein grundlegendes Ziel der Geschichtsdidaktik. Eine wichtige Rolle spielen dabei der schulischen Unterricht, die universitäre Ausbildung, ebenso aber auch Museen sowie Gedenk- und Dokumentationsstätten an historischen Orten.

Letztere schreiben den Sachquellen – Originalobjekten, Denkmalen, Gebäuden oder Relikten – eine herausragende Rolle in der Vermittlungsarbeit zu. Doch braucht man diese originalen Objekte wirklich? Bietet das Lernen in Museen und Gedenkstätten (vor allem solchen an historischen Orten) gegenüber anderen Formen der Geschichtsaneignung (Unterricht, Filme, Bücher, Internet, Theater, Kunst, transgenerationeller Dialog etc.) wirklich einen Mehrwert? Inwieweit hilft das Lernen anhand und mit Sachquellen überhaupt bei der Entwicklung eines kritischen Geschichtsbewusstseins?

Diese Fragen bilden den Hintergrund einer Tagung zum Thema „Lernen mit Sachquellen“, die Gedenkstättenmitarbeitende mit Expert_innen aus dem Bereich der Museumskunde und -pädagogik, der Geschichtswissenschaft, der Archäologie und der Kognitionswissenschaft zusammenführen soll.

Ganz bewusst sollen mit dieser Begegnung die beiden Sphären der Gedenkstätten und der (historischen) Museen zusammengeführt werden – insbesondere vor dem Hintergrund, dass beide Organisationen zumeist wenig miteinander in Dialog treten und das Potenzial der Möglichkeiten, von den jeweiligen Erfahrungen zu profitieren, noch längst nicht ausgeschöpft ist.

Programm

Anmeldeformular

Programm:

Montag, 20. November 2017:

ab 11.30 Uhr Ankunft und Anmeldung

ab 12 Uhr Mittagsimbiss

13 Uhr
Begrüßung und Tagungseinführung
Dr. Jens-Christian Wagner (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Celle)
Ingolf Seidel (Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V., Berlin)
Dr. Andreas Grünewald Steiger (Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel)

13.30 – 15:30 Uhr
Impulse: Sachbestimmungen
Moderation: Dr. Jens-Christian Wagner (Celle)

Dr. Thorsten Heese (Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück): Brauchen Museen künftig noch Objekte? Ja, unbedingt!

Tanja Petersen (Jüdisches Museum Berlin): Sachquellen als Bedeutungsträger. Überlegungen aus museumspädagogischer Perspektive

Prof. Dr. Dietmar von Reeken (Universität Oldenburg): Geschichte lernen mit Objekten? Sachquellen im Unterricht

Rückfragen und Diskussion

15.30 Uhr Pause

16.00 – 19.00 Uhr
PANEL 1: Vielfalt der Sachquellen
Moderation: Dr. Katrin Pieper (Die Exponauten, Berlin)

Felicitas Klingler (Universität Göttingen): „Die sind, wie man sieht, auch mit einem Holzschwert zufrieden.“ Museumspädagogische Vermittlung jenseits des historischen Originalobjekts?

Prof. Dr. Nicola Brauch und Prof. Dr. Christof Berns (Universität Bochum): Vom Material zum Medium historischer Wissensvermittlung: Die archäologische Milet-Forschung als Ausgangspunkt interkulturellen historischen Lernens

Rückfragen und Diskussion

17.30 Uhr Pause

17.45 Uhr
Prof. Dr. Sebastian Barsch und Dr. Jens Rönnau (Universität Kiel): Geschichte(n) erzählen: Subjektorientiertes historisches Lernen an Gedenkstätten am Beispiel des Flandern-Bunkers in Kiel

Katja Anders (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen): „Ist das noch original?“ Bauliche Relikte in der historischen Bildung am Beispiel der Gedenkstätte Sachsenhausen

Rückfragen und Diskussion

19 Uhr Abendessen und Get-Together

Dienstag, 21. November 2017:

9.00 – 12:30 Uhr
PANEL 2: Sachquellen ausstellen
Moderation: Dr. Andreas Grünewald Steiger (Wolfenbüttel)

Cornelia Siebeck (Universität Bochum): „…eine schlüssige Aufeinanderfolge von historisch wichtigen Anlagen und Bauten“? Nachdenken über den musealen und pädagogischen Umgang mit Dingen in KZ-Gedenkstätten

Dr. Alexander Schmidt (Museen der Stadt Nürnberg – Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände): NS-Geschichte ausstellen – mit Objekten oder ohne sie? Zur Diskussion um Objekte in NS-Dokumentationszentren

11 Uhr Pause

11.15 Uhr
Udo Andraschke (Universität Erlangen-Nürnberg): Schule im Nationalsozialismus. Kritische Reflexion einer Ausstellung mit Lernlabor

Martina Staats und Cornelia Schmidthals (Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel): Die Großobjekte Hinrichtungsstätte und Haftzellen im Ausstellungs- und Bildungskonzept einer Justizgedenkstätte

Rückfragen und Diskussion

12.30 Uhr Mittagsimbiss

14.00 – 18.00 Uhr
PANEL 3: Zwischen Nähe und Distanz – Mit Sachquellen arbeiten

Moderation: Katrin Unger (Gedenkstätte Bergen-Belsen)
Einführung ins Thema und parallele Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 1:
Moderation: Sabine Bergmann (Gedenkstätte Bergen-Belsen) und Christian Wolpers (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Celle)

Marianne Hilke (Landschaftsverband Rheinland – Archäologischer Park Xanten / Römermuseum): „Geschichte zum Anfassen“ – Originale im Zugriff der Museumsgäste – Benefit, Tücken und Fallstricke |

Klaus Tätzler und Stephanie Billib (Gedenkstätte Bergen-Belsen): Sachquellen in der Sammlung der Gedenkstätte Bergen-Belsen und die Tablet-Application

Prof. Dr. Andrea Becher (Universität Paderborn) und Victoria Evers (Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne): Antons Schuhe – Mit (Grund-)Schulkindern auf Spurensuche in der Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne

Arbeitsgruppe 2:
Moderation: Monika Brockhaus und Daniel Seifert (Gedenkstätte Bergen-Belsen)

Sarah Grandke (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg): Geschichte zum Anfassen – Ein Ansatz zur Umsetzung von Barrierefreiheit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Jennifer Farber und Andrea Nepomuck (Akademie Vogelsang IP | NS-Dokumentation Vogelsang): „Eierbecher, Burg und nackte Kerle“ – den Erinnerungsort Vogelsang IP „lesen lernen“

Dr. Letha Böhringer (Rheinisches Bildarchiv Stadt Köln): Gedenkstätten und Erinnerungsorte im Stadtraum – Führungen für Studierende

Arbeitsgruppe 3:
Moderation: Marc Ellinghaus und Nicola Schlichting (Gedenkstätte Bergen-Belsen)

Steffen Jost (Max Mannheimer Haus Dachau): „Ich bin ein Baum“: Verhandlungen des Materiellen in gedenkstättenpädagogischen Mehrtagesprogrammen

Dr. Andrea Brait (Universität Innsbruck): Landesgeschichte in Objekten. Vermittlungsprogramme von österreichischen Landesmuseen im Vergleich

Alice Junge, Prof. Dr. Bettina Lindmeier und Prof. Dr. Claudia Schomaker (Universität Hannover): Gedenkstätten als inklusive Lernorte? Erfahrungen aus dem Studienprojekt „Geschichte erleben – Menschen mit Behinderungen in der NS-Zeit. Gemeinsame Seminare für Menschen mit Behinderungen und Studierende“

dazwischen 15.30 Uhr Pause

17 Uhr Zusammenführung der Arbeitsgruppen, Rückfragen und Diskussion

18 Uhr Abendessen

Mittwoch, 22. November 2017:

9.00 – 11:20 Uhr
PANEL 4: Wirkung von Sachquellen
Moderation: Ingolf Seidel, Berlin

Prof. Dr. Stephan Schwan, Melissa Gussmann und Dr. Martin Merkt (Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen): Wirkung authentischer Orte auf die Wahrnehmung von Bildmaterialien

Rahel Clormann und Bastian Schlang (Universität Würzburg): Kompetenzentwicklung und räumliches Lernen im Geschichtsmuseum

Hannah Röttele (Universität Göttingen): „Mit Sinnen und Affekten beteiligt“. Vom besonderen Potenzial der Objektbegegnung und seinen Grenzen für die Aneignung von Geschichte

Tobias Hebel (Dreiländermuseum Lörrach): Ausstellungsmodi von Alltagsdingen in ausgewählten Museen Berlins

Rückfragen und Diskussion

11.20 Uhr Pause

11.45 – 12.30 Uhr
Resümee und Ausblick: Museen und Gedenkstätten im Dialog
Anka Bolduan (Vorsitzende des Bremer Frauenmuseum e.V., freiberufliche Museumsberaterin, Bremen) und
Gottfried Kößler (Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt)

12.30 Uhr Mittagsimbiss und Ende des Tagungsprogramms

13.30 Uhr bis ca. 17 Uhr
Möglichkeit zum Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Kosten: Die Tagungsgebühr einschließlich Mittag- und Abendessen (ohne Unterkunft und Frühstück) beträgt 60,– Euro, ermäßigt 30,– Euro für Studierende und Arbeitssuchende.

Teilnahme / Anmeldung: Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Falls mehr Anmeldungen eingehen, als Plätze vorhanden sind, vergeben wir die Teilnahme nach Datum des Gebühreneingangs. Bitte nutzen Sie das Anmeldeformular und senden dieses bis 1. November 2017 per Post, E-Mail oder Fax an unten stehende Adresse. Sie erhalten dann eine Anmeldebestätigung per E-Mail zusammen mit einer Rechnung für die Tagungsgebühr.

Unterkunft: Ein Unterkunftsverzeichnis bietet die Tourist Information Celle

Mitdiskutieren auf Twitter #sachquellen2017 und Facebook

Kontakt:
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Im Güldenen Winkel 8
29223 Celle
T 05141 – 933 55 – 0
F 05141 – 9335533

Veranstaltungsort

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Im Güldenen Winkel 8
29223 Celle

Fachkonferenz Raub & Handel. Der französische Kunstmarkt unter deutscher Besatzung (1940–1944), Bonn

Von Donnerstag, 30.11.2017 bis Freitag, 01.12.2017

Jedes Jahr im Herbst veranstaltet das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste eine Fachkonferenz. Unter dem Titel „Raub & Handel. Der französische Kunstmarkt unter deutscher Besatzung (1940–1944)“ werden in diesem Jahr vom 30. November bis 1. Dezember namhafte französische und deutsche Experten über den systematischen Kunstraub in Frankreich referieren und die Resultate der Recherchen in beiden Ländern zu diesem Themengebiet zusammentragen.

Konferenzflyer (PDF, 505 KB)

Anmeldungen für die Tagung nimmt das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste aufgrund der begrenzten Platzzahl sehr gerne entgegen!

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Josefine Hannig
Veranstaltungsorganisation
Humboldtstraße 12
39112 Magdeburg
Telefon+49 (0) 391 727 763 23
Telefax+49 (0)391 727 763 6
E-Mail

Weitere Informationen finden Sie hier.

Am Vorabend der Konferenz (29.11.) gibt es eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt – Der NS-Kunstraub und die Folgen“ (auf Deutsch oder Französisch). Wenn Sie daran interessiert sind, melden Sie sich dafür gerne ebenfalls verbindlich beim Zentrum an.

Datum der Führung: 29. November 2017 (Vorabend der Konferenz)
Start: 18.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Chaque automne, le Deutsche Zentrum Kulturgutverluste organise un colloque thématique. Sous le titre « Spoliation et trafic. Le marché de l’art français sous l’occupation allemande (1940–1944) », des experts français et allemands de renom présenteront cette année (30 novembre à 1 decembre) des communications sur la spoliation systématique des œuvres d’art en France et confronteront les résultats des recherches menées sur ce thème dans les deux pays.

Dépliant (PDF, 505 KB)

En raison du nombre limité de places, les inscriptions sont possibles dès à présent!

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Josefine Hannig
Veranstaltungsorganisation
Humboldtstraße 12
39112 Magdeburg
Telefon+49 (0) 391 727 763 23
Telefax+49 (0)391 727 763 6
E-Mail

Vous pouvez consulter informations complémentaires ici.

Á la veille du colloque (29 novembre 2017), il y a une visite guidée gratuite de l’exposition « Inventaire Gurlitt. La spoliation des oeuvres d’art par l’occupant nazi et ses conséquences » (en allemand ou en français). Si vous êtes intéressés à y participer, veuillez-vous inscrire définitivement par email chez le Zentrum.

Date: 29. November 2017 (veille du colloque)
Début: 18.30 Uhr
Rendezvous: Foyer du Centre National d’Art et d’Expositions de la République Fédérale d‘Allemagne

Veranstaltungsort

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Bonn

www.kulturgutverluste.de/Content/02_Aktuelles/DE/Termine/2017/2017-11-30_Frankreich-Konferenz.html?nn=100720

Ausstellung Museumsdorf Cloppenburg: 1942/1943 - Der lokale Horizont von Entrechtung und Vernichtung

Von Donnerstag, 30.11.2017 bis Sonntag, 28.01.2018

Mit Beginn des Jahres 1942 hat die nationalsozialistische Herrschaft in Europa ihre größte territoriale Ausdehnung erreicht. Das von ihr ausgehende System von Gewalt, Entrechtung, Raub und Vernichtung hinterlässt vor Ort seine Spuren. Die Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Mitbürger erlebt in den Vernichtungslagern Mittel- und Osteuropas ihren schrecklichen Höhepunkt. Gleichzeitig wird der Besitz der vertriebenen und ermordeten Juden aus Deutschland und den besetzten Ländern zugunsten der NSDAP und ihrer Organisationen gewinnbringend verwertet.

Veranstaltungsort

Museumsdorf Cloppenburg
Bether Str. 6
49661 Cloppenburg

www.museumsdorf.de/index.php/de/ausstellungen/344-1942-1943-der-lokale-horizont-von-entrechtung-und-vernichtung-vom-30-november-bis-28-januar

Sonderausstellung im Oldenburger Schloss: "Herkunft verpflichtet! Die Geschichte hinter den Werken"

Von Samstag, 04.11.2017 bis Sonntag, 25.02.2018

Aufgabe der Provenienzforschung ist es, die Herkunft von Kunst- und Kulturobjekten zu klären. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Auffindung von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kunst- und Kulturgut, das zwischen 1933 und 1945 den Besitzer wechselte.
Seit 2011 werden die Sammlungen des Landesmuseums systematisch auf ihre Herkunft überprüft. Ziel ist die lückenlose Aufarbeitung der jeweiligen Provenienz und die Identifizierung von potentiell vorhandenem NS‐Raubgut.

Die Ausstellung „Herkunft verpflichtet!“ zieht nach rund sieben Jahren eine erste Zwischenbilanz. Sie lädt ein zu einem Entdeckungsgang, der die Geschichten hinter den ausgestellten Sammlungsstücken beleuchtet. Historische Dimensionen werden erläutert, zeitgeschichtliche Fragestellungen und wissenschaftliche Methoden und Prozesse veranschaulicht sowie gesellschaftliche Diskurse thematisiert.

Durch die erhöhte Medienpräsenz von Provenienzforschung in den letzten Jahren fielen immer wieder Schlüsselbegriffe wie „Raubkunst“, „Schwabinger Kunstfund“ oder „Sammlung Gurlitt“, auf die auch die Ausstellung Bezug nimmt. Es entsteht ein Gesamtbild, das regionale und generelle Aspekte dieser Forschung verbindet.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm sowie ein Schulprogramm für verschiedene Klassenstufen. Ein Katalog dient als handliches Kompendium zur Provenienzforschung in Nordwestdeutschland und darüber hinaus.

Ausstellungsort: Schloss, Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr
Öffnungszeiten an Feiertagen finden Sie hier.
Eintritt: 6 €, ermäßigt 4 €

Eröffnung der Ausstellung

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Sie findet statt am 3. November 2017 um 18.30 Uhr im Oldenburger Schloss.

Veranstaltungsort

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Schloss
Schlossplatz 1
26122 Oldenburg

www.landesmuseum-ol.de/ausstellungen/vorschau/ausstellungen-2017/herkunft-verpflichtet.html

Sonderausstellung Bundeskunsthalle Bonn "Bestandsaufnahme Gurlitt - Der NS-Kunstraub und die Folgen"

Von Freitag, 03.11.2017 bis Sonntag, 11.03.2018

Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft?

Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.

Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren in zwei zeitgleichen Ausstellungen eine Auswahl aus diesem umfangreichen Nachlass. Unter dem Titel »Entartete Kunst«– beschlagnahmt und verkauft liegt der Schwerpunkt der Berner Ausstellung auf der von den Nationalsozialisten verfemten Moderne, während Bonn den Fokus auf den NS-Kunstraub und die Folgen legt. Eingebettet in den historischen Kontext, zeichnet diese Ausstellung den Werdegang Hildebrand Gurlitts nach. Gurlitt, obwohl ein leidenschaftlicher Verfechter der Moderne, stieg er zu einem der wichtigsten Kunsthändler im nationalsozialistischen Deutschland auf. Nach dem Krieg konnte er ungeachtet der Schuld, die er auf sich geladen hatte, weitgehend problemlos an seine Vorkriegskarriere als Museumsdirektor anknüpfen. Parallel zu Gurlitts Lebensweg werden exemplarische Biografien von Zeitgenossen vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schicksalen der verfolgten, meist jüdischen Künstler, Sammler und Kunsthändler, die dem NS-System zum Opfer fielen.

Die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt – Der NS-Kunstraub und die Folgen zeigt somit nicht nur eine Auswahl an Kunstwerken, die – von Dürer bis Monet, von Breughel bis Beckmann – ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden und jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren. Indem die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert wird, eröffnet sie auch einen spannenden Blick in die Geschichte der Objekte. 

Veranstaltungsort

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Museumsmeile Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/bestandsaufnahme-gurlitt.html