Termine
Kolloquium „Tracing Provenance in Italy. Navigating through Post-Unitarian Primary Sources and Archival Collections“

Von Montag, 26.10.2026 bis
The German Lost Art Foundation is pleased to invite you to the next event within the series „Kolloquium Provenienzforschung“.
On Monday, 26 October 2026, at 6 pm, we are pleased to present the newly published volume “Tracing Provenance in Italy. Navigating through Post-Unitarian Primary Sources and Archival Collections“ edited by Alice Cazzola (Heidelberg/Florence), Katharina Hüls-Valenti (Venice/Rome) und Madeleine Schneider (Munich). All three are members of the Working Group Italy of the Arbeitskreis Provenienzforschung e. V. (Association for Provenance Research).
Following the guiding question Quo vadis provenance research in Italy? the volume brings together contributions of the second annual workshop of the Working Group Italy, which took place in September 2024 at the Bibliotheca Hertziana – Max Planck Institute for Art History in Rome. With 19 contributions grouped into 5 thematic chapters and 3 foci, the book brings together multifaceted approaches and case studies, outlining current developments in the field of provenance research in Italy.
In addition to focusing on historical contexts of injustice such as colonialism, National Socialism and Fascism, the publication provides insights into the rich, heterogeneous (in some cases unpublished) archival sources for Italian collection and art market studies. As a result of transnational and interdisciplinary cooperation the volume illustrates provenance research at both the academic and the practical level.
The event will take place as a video conference via Webex. Participation is free of charge, but only possible after registration by 23 October 2026. Participants will receive their access data on the day of the event.
Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung. Impulse und Methoden“: IV. Vernetzte Erinnerung - transhistorische Vermittlung

Von Donnerstag, 26.11.2026 bis
Das Haus Bastian – Zentrum für Kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz lädt zum Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung. Impulse und Methoden” im Rahmen des Projekts „Kunst. Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ein. Der vierte Termin findet am 26. November 2026, von 15:00 bis 18:00 Uhr, im Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung statt.
IV. Vernetzte Erinnerung – transhistorische Vermittlung
26.11.2026, 15:00 – 18:00 im Haus Bastian
Wir diskutieren, wie sich die verflochtenen Geschichten von Kolonialismus und Nationalsozialismus vermitteln lassen. Ein Praxisimpuls aus dem Projekt „Entangled Memories“ des Humboldt Forums zeigt Ansätze multiperspektivischer Bildungsarbeit.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe werden zentrale Erkenntnisse des Arbeitskreises zusammengeführt.
Eintritt und Teilnahme ist kostenfrei.
Eine Anmeldung wird empfohlen: https://www.smb.museum/veranstaltungen/detail/vernetzte-erinnerung-transhistorische-vermittlung-abschluss-2026-11-26-150000-158207/
Weitere Termine des Arbeiteskreises: https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/haus-bastian-zentrum-fuer-kulturelle-bildung/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/arbeitskreis-objektgeschichten-erinnerung-und-vermittlung-impulse-und-methoden/
„Voneinander lernen und gemeinsam agieren: Provenienzforschung und Vermittlung zu NS und Kolonialismus zusammendenken“ in der Diskursreihe „Provenienz und Vermittlung im Gespräch“

Von Montag, 16.11.2026 bis
In vier öffentlichen Abendveranstaltungen am Haus Bastian- Zentrum für kulturelle Bildung bringt die Diskursreihe Expert:innen aus Forschung, musealer Praxis und Vermittlung zusammen. Gemeinsam kommen wir in einem transdisziplinären Austausch über aktuelle Forschungsstände sowie innovative Ausstellungs- und Vermittlungsansätze ins Gespräch. Unter anderem wird diskutiert: Mit welchen Quellen und unter welchen strukturellen Bedingungen arbeitet die Provenienzforschung? Welche Potenziale hat ihre Vermittlung und Diskussion für eine breiteren Öffentlichkeit? Welche Verbindungen und Allianzen kann es zwischen Vermittlung und Provenienzforschung geben? Vor welchen (politischen) Herausforderungen steht sie? Welche Möglichkeiten und Praktiken im Ausstellungsraum gibt es, und welche Geschichten können und sollten erzählt werden?
Wie können wir über den thematischen Rahmen des Projektes „Kunst, Raub und Rückgabe“ hinaus die historischen Verflechtungskontexte von Nationalsozialismus und Kolonialismus hinsichtlich Provenienzforschung und Vermittlung zusammendenken?
„Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ist ein Projekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung.“
Weitere Informationen unter https://www.smb.museum/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/provenienz-und-vermittlung-im-gespraech/
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung empfohlen
Vortrag „Spurensuche. NS-Raubgut in der LLB“

Von Montag, 23.11.2026 bis
Der Naturwissenschaftliche Historische Verein für das Land Lippe (NHV) in Kooperation mit der Lippischen Landesbibliothek laden zum Vortrag „Spurensuche. NS-Raubgut in der LLB“ am 23. November 2026 ab 19 Uhr.
Antonia Reck gibt Einblicke in das aktuelle Provenienzforschungsprojekt.
Zwischen 1933 und 1945 prägte Direktor Eduard Wiegend die Lippische Landesbibliothek. Er führte nicht nur „Bestandssäuberungen“ im Sinne der nationalsozialistischen Bibliothekspolitik durch, sondern etablierte die LLB als Ort der ideologischen „Gegnerforschung“. Dazu stellte er die sogenannte „Zeitgeschichtliche Sammlung“ zusammen, die neben NS-Schrifttum zahlreiche Bücher enthält, die Personen und Institutionen aufgrund ihrer Verfolgung während des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogen wurden. Neben der Entwicklung der NSDAP sollte die „Zeitgeschichtliche Sammlung“ die Geschichte der erklärten „Gegner“ des Nationalsozialismus dokumentieren.
Diese Sammlung untersucht die LLB seit Januar 2026 im Rahmen eines Provenienzforschungsprojekts systematisch auf NS-Raubgut. Durch die Rekonstruktion von Objektbiographien zwischen 1933 und 1945 sollen Eigentumsverhältnisse und die Frage nach rechtmäßigem oder unrechtmäßigem Erwerb geklärt werden. Die untersuchten Bücher sind dabei Zeugen des Schicksals ihrer Eigentümer:innen.
Nach einem kurzen Blick auf die Geschichte der LLB während der NS-Zeit veranschaulichen konkrete Beispiele die Zugangswege von NS-Raubgut in die Bibliothek. Abschließend wird die Zeit nach der Befreiung betrachtet. Welche Wege nahm NS-Raubgut aus der LLB, wo befinden sich diese Bücher heute und welche ethischen Fragen stellt die Sammlung?
Konferenz „Leerstellen. Provenienzforschung als Zugang zu jüdischer Kultur und Museumsgeschichte in Sachsen“

Von Mittwoch, 28.10.2026 bis Donnerstag, 29.10.2026
In der gemeinsam vom Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) und dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) konzipierten Tagung geht es um die Geschichten jüdischer Sammler:innen und ihres Eigentums, Infrastrukturen und Ökonomien des privaten Sammelns sowie auch Restitutionsprozesse und konfliktreiche Gespräche über den Verbleib von Kulturgut nach 1945. Aus den Perspektiven von Kunstgeschichte, Jüdischer Geschichte und Museumswissenschaft wollen wir der Frage nachgehen, welche Rolle jüdischen Sammlungen für die Entwicklung der Kunst- und Museumslandschaft in Sachsen (mit den Zentren Leipzig, Chemnitz, Dresden und Zwickau) zukommt – und wie und warum die Namen vieler Sammler:innen und Förder:innen aus dem Gedächtnis der Institutionen verschwunden sind. Das Wissen um Sammlungsprofile und Beziehungen zwischen Menschen und Museen ist nur mit großem Aufwand zu rekonstruieren. Welche Bedeutung kommt vor diesem Hintergrund der Erforschung und Sichtbarmachung von Biografien jüdischer Sammler:innen für die aktuelle Museumsarbeit zu? Welche Rolle spielt dabei die juristisch und ethisch notwendige Provenienzforschung am Museum? Welche gesellschaftliche Funktion übernimmt das Museum als Erkenntnis- und Vermittlungsort im Kontext der Erinnerungsarbeit?
Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die kunsthistorische Provenienzforschung als ein Zugang zu Fragen nach jüdischer Kultur, Sozial- und Geschmacksgeschichte einerseits sowie als Schlüssel für die Erforschung von Museumsgeschichte und Sammlungspolitik andererseits fungieren kann.
Provenienzforschung hat die aktive Beteiligung deutscher Museen und Sammlungseinrichtungen am systematischen Raub jüdischen Eigentums im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung und Entrechtung jüdischer Sammler:innen in den letzten Jahren zunehmend sichtbar gemacht. Die Ergebnisse dieser Forschung zeigen aber auch, wie und auf welche Weisen diese vor 1933 in eine städtische und überregionale Kunst- und Kulturszene eingebunden waren. Daraus resultiert ein neues Selbstverständnis der Kunstmuseen im Kontext der Erinnerung an NS-Unrecht: Ein transparenter und verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Geschichte ist ebenso Aufgabe der Institutionen wie das Erinnern an die jüdischen Familien, die einst mit ihnen verbunden waren, und die Restitution dieses verlorenen Wissens zu den eigenen Beständen.
In diesem Jahr würdigt der Freistaat Sachsen die Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der jüdischen Gemeinden im Jahr 1926 in einem »Jahr der jüdischen Kultur« mit einem weitgespannten Veranstaltungsprogramm. Am Themenjahr beteiligen sich das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) und das Museum der bildenden Künste (MdbK) unter anderem mit zwei Ausstellungen: der Ausstellung »Vier Wände voller Kunst. Jüdische Familien und ihre Sammlungen in Leipzig« im MdbK sowie der Ausstellung »Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten« im Dubnow-Institut.
Am Vorabend der Tagung findet im MdbK eine Podiumsdiskussion statt:
Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18 bis 20 Uhr
Provenienzforschung im Museum: Im Spannungsfeld von Restitution und Erinnerungskultur
mit Alina Gromova (HTWK Leipzig), Meike Hopp (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Universität Köln), Monika Tatzkow (Berlin), Lucy Wasensteiner (Universität Bonn)
Moderation: Jörg Deventer, Ulrike Saß
Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10 bis 18 Uhr
Museum der bildenden Künste Leipzig
Eine Teilnahme an der Podiumsdiskussion am Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18 Uhr ist ohne Anmeldung möglich.
Für eine Teilnahme an der Tagung am Donnerstag, 29. Oktober 2026, erbitten wir eine Anmeldung bis zum 26. Oktober per E-Mail an:
Workshop "Restitution von sensiblen Objekten" am 02. & 03.11.2026 im Übersee-Museum Bremen

Von Montag, 02.11.2026 bis Dienstag, 03.11.2026
Das Programm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie hier: AESOH-Workshop_ÜM-Bremen_Programm_komprimiert
Jahrestagung 2026 des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V. in Hannover

Von Dienstag, 03.11.2026 bis Donnerstag, 05.11.2026
Über drei Tage und neunzehn Panels vereint die diesjährige Jahrestagung die zentralen Themen des Fachgebiets: Raubkunst und Restitution — von der neuen Schiedsstelle für NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut über Perspektiven verschiedener Objektgattungen und Kontexte bis hin zu internationalen rechtlichen Entwicklungen. Die Tagung findet an mehreren Standorten in Hannover statt, darunter das Sprengel Museum Hannover, das Museum August Kestner, das Landesmuseum Hannover und das ZeitZentrum Zivilcourage. Sie beginnt am Dienstag mit einem Nachmittag grundlegender Panels und einem Get Together, wird am Mittwoch mit parallelen Panels und Workshops an vier Standorten fortgesetzt und endet am Donnerstag mit einem gemeinsamen Kernprogramm sowie parallel angebotenen Führungen. Diese Website bietet das vollständige Programm, Informationen zu allen Referentinnen und Referenten sowie Details zu den Veranstaltungsorten und beteiligten Institutionen.
Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Konferenzseite: https://hannover2026.arbeitskreis-provenienzforschung.org/de/
Symposium Provenance and Asian Art Sharing Stories, Building Connections

Von Mittwoch, 11.11.2026 bis Freitag, 13.11.2026
Vom 11.-13. November veranstaltet das Team Provenienzforschung / Zentralarchiv, Staatliche Museen zu Berlin gemeinsam mit de, Museum für Asiatische Kunst und dem National Museum of Asian Art (Smithsonian Institution) ein internationales Symposium mit dem Fokus Forschung zu Sammlungsbeständen aus Asien in Berlin.
Hier finden Sie ein vorläufiges Programm, die Registrierung ist bereits möglich, das finale Programm kommt im September:
Provenance Symposium 2026 – eflyer register