SKD veröffentlichen Projektergebnisse zur Rekonstruktion der Porzellansammlung Gustav von Klemperers

03.09.2021

Die Staat­li­chen Kunst­samm­lun­gen Dres­den ha­ben die Pro­jek­t­er­geb­nis­se zur Re­kon­struk­ti­on der Por­zel­lan­samm­lung des Dresd­ner Ban­kiers Gu­stav von Klem­pe­rer nach zwei Jah­ren Pro­jekt­lauf­zeit auf ei­ner ei­ge­nen Web­si­te on­line ver­öf­fent­licht.

Das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­te Pro­jekt wid­me­te sich die­ser kost­ba­ren und um­fang­rei­chen Kol­lek­ti­on, de­ren Schick­sal ex­em­pla­risch für das zahl­rei­cher jü­di­scher Samm­lun­gen in der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus steht und eng mit der In­sti­tu­ti­ons­ge­schich­te der Por­zel­lan­samm­lung der Staat­li­chen Kunst­samm­lun­gen Dres­den ver­knüpft ist. Zen­tra­les Ziel des Pro­jek­tes war es, die Ver­lust­we­ge der Por­zel­la­ne stück­genau zu er­mit­teln und sämt­li­che Ver­lus­te in der Lost Art-Da­ten­bank zu pu­bli­zie­ren.

Auf der Web­si­te galt es eben­so, das Ver­fol­gungs­schick­sal der Fa­mi­lie von Klem­pe­rer so­wie die Ge­schich­te der Fa­mi­lie und ih­re Be­deu­tung für die Stadt Dres­den dar­zu­stel­len. Wis­sen­schaft­ler:in­nen und Mit­glie­der der Fa­mi­lie von Klem­pe­rer be­rei­chern die Pro­jek­t­er­geb­nis­se un­ter an­de­rem mit Auf­sät­zen, Fil­men und Fo­tos.

Der an­ge­se­he­ne Dresd­ner Ban­kier Gu­stav von Klem­pe­rer (Ed­ler von Kle­menau) und sei­ne Frau Char­lot­te be­sa­ßen mit mehr als 900 Ob­jek­ten die wohl um­fang­reichs­te und be­deu­tends­te Pri­vat­samm­lung Meis­se­ner Por­zel­lans des 18. Jahr­hun­derts in Deutsch­land.

Al­le In­for­ma­tio­nen und Er­geb­nis­se fin­den Sie auf Deutsch und Eng­lisch ver­öf­fent­licht un­ter www.skd.mu­se­um/gu­stav-von-klem­pe­rer

 

Souvenirs aus Neuguinea? Die Sammlung des Ingenieurs Hermann Großkopf

Am 28. Januar 1900 eröffnete im Roemer-Museum eine Ausstellung mit ethnografischen Objekten aus der Sammlung eines gewissen Hermann Großkopf. Als Schiffsingenieur auf dem Reichspostdampfer “Stettin” des Norddeutschen Lloyd hatte Großkopf den Stillen Ozean von Singapur bis Neuguinea befahren und dabei kistenweise Ethnographica als Souvenirs gesammelt.

Etwa 130 dieser Objekte kaufte 1900 das Roemer-Museum von ihm. Mehr als 200 weitere verkaufte eine seiner Töchter 1941 an die ethnologische Sammlung der Universität Göttingen. Nach vielen Jahren im Dienst des Norddeutschen Lloyd ließ sich Hermann Großkopf 1913 in Hildesheim nieder, wo er bis kurz vor seinem Tod 1933 als Mitarbeiter der Städtischen Gas- und Wasserwerke die Heizungen in öffentlichen Gebäuden wartete.

Über 100 Jahre nach der ersten Großkopf-Ausstellung hat jetzt eine weitere am RPM eröffnet, diesmal in virtueller Form. Im Rahmen des von der VW-Stiftung geförderten Verbundprojektes “Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen” (PAESE) haben sich die Ethnologin Dr. Sabine Lang (Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim) und die Historikerin Sara Müller (Universität Göttingen) auf Spurensuche begeben. Im Stil eines Dokumentarfilms nimmt die Ausstellung die Zuschauer/innen mit auf eine Reise. Sie erzählt von den Fahrten der “Stettin”, den Verhältnissen in der damaligen Kolonie “Deutsch-Neuguinea” sowie den dortigen Sammelaktivitäten Großkopfs und anderer europäischer Reisender. Zugleich erleben die Zuschauer/innen auch eine Führung, denn die Kuratorinnen erklären innerhalb der virtuellen Ausstellung einzelne Objekte und deren Funktion.

Die virtuelle Ausstellung “Souvenirs aus Neuguinea?” ist vom 13. August bis 31. Dezember 2021 auf dem YouTube-Kanal des RPM zu sehen.

Hier geht`s zur Ausstellung.

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste lädt zu Gesprächsreihe mit Nachfahr:innen jüdischer Kunstsammler:innen

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te lädt im Rah­men des Fest­jahrs „#2021JLID – Jü­di­sches Le­ben in Deutsch­land“ zu ei­ner di­gi­ta­len Ge­sprächs­rei­he mit Nach­fahr:in­nen jü­di­scher Kunst­samm­ler:in­nen.

Jü­di­sche Kunst­samm­ler:in­nen ha­ben das kul­tu­rel­le Le­ben in Deutsch­land über Jahr­hun­der­te hin­weg mit­ge­prägt – in der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus wur­den sie ent­rech­tet und ver­folgt, ih­re Samm­lun­gen sind oft bis heu­te ver­schol­len. Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te un­ter­stützt Nach­fahr:in­nen jü­di­scher Samm­ler:in­nen da­bei, ih­rem ver­lo­re­nen Er­be nach­zu­for­schen. Im Rah­men des Fest­jahrs „Jü­di­sches Le­ben in Deutsch­land“ be­rich­ten sie selbst von ih­rer Su­che: Adam Ganz, Ha­gar Lev und Do­di Rei­fen­berg spre­chen in ei­ner di­gi­ta­len Ge­sprächs­rei­he am 30. Au­gust so­wie am 13. und 27. Sep­tem­ber 2021 über die Re­kon­struk­ti­on ver­lo­re­ner Samm­lun­gen, er­zäh­len Fa­mi­li­en­ge­schich­ten und be­leuch­ten ihr ei­ge­nes Ver­hält­nis zu Deutsch­land im Jahr 2021.

 

30. Au­gust, 18 Uhr: Adam Ganz

Am 30. Au­gust, 18 Uhr, spricht Adam Ganz mit der Pro­ve­ni­enz­for­sche­rin Na­t­ha­lie Neu­mann und der SWR-Jour­na­lis­tin Ma­rie-Chris­ti­ne Wer­ner über sei­nen Ur­groß­va­ter Fe­lix Ganz, des­sen Kunst­samm­lung er in Ko­ope­ra­ti­on mit dem In­sti­tut für Kunst­ge­schich­te und Mu­sik­wis­sen­schaft der Jo­han­nes-Gu­ten­berg-Uni­ver­si­tät Mainz re­kon­stru­iert. Im Rah­men des vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten Pro­jekts wird die pri­va­te Kunst­samm­lung des Tep­pich­händ­lers aus Mainz er­forscht, der be­deu­ten­de Wer­ke aus dem by­zan­ti­ni­schen, is­la­mi­schen und ost­asia­ti­schen Kul­tur­kreis zu­sam­men­ge­tra­gen hat­te und im Stadt­le­ben von Mainz ei­ne wich­ti­ge, heu­te weit­hin ver­ges­se­ne Rol­le spiel­te. Fe­lix Ganz und sei­ne zwei­te Frau Er­na wur­den 1944 im Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz er­mor­det, von der Kunst­samm­lung fehlt je­de Spur.

Adam Ganz lebt in Lon­don und lehrt als Pro­fes­sor im De­part­ment of Me­dia Arts an der Roy­al Hol­lo­way Uni­ver­si­ty of Lon­don und As­so­cia­te Re­se­ar­cher am Ho­lo­caust Re­se­arch In­sti­tu­te. Er er­ar­bei­tet der­zeit mit dem Im­pe­ri­al War Mu­se­um ei­ne akus­tisch-me­dia­le, künst­le­ri­sche Um­set­zung der Er­in­ne­rung an den Ho­lo­caust und den Zwei­ten Welt­krieg.

Na­t­ha­lie Neu­mann ist deutsch-fran­zö­si­sche Kunst­his­to­ri­ke­rin und be­ar­bei­tet als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin der JGU Mainz das For­schungs­pro­jekt.

Hin­weis: Das Ge­spräch fin­det in deut­scher Spra­che statt.

13. Sep­tem­ber, 18 Uhr: Ha­gar Lev

Am 13. Sep­tem­ber, 18 Uhr, spürt Ha­gar Lev im Ge­spräch mit der Kunst­his­to­ri­ke­rin Emi­ly Bil­ski der Ge­schich­te ih­res Ur­groß­va­ters Karl Ad­ler nach. Der Münch­ner Fa­bri­kant sam­mel­te Wer­ke der zeit­ge­nös­si­schen Avant­gar­de. Er wur­de 1938 im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Dach­au er­mor­det, sei­ner Frau Emi­lie ge­lang die Flucht nach Pa­läs­ti­na zu ih­ren Kin­dern. Die min­des­tens 130 Kunst­wer­ke aus dem Be­sitz der Ad­lers sind seit­her ver­schol­len. In ei­nem Pro­jekt, das vom Zen­trum ge­för­dert wird, forscht Ha­gar Lev in Zu­sam­men­ar­beit mit der Pro­ve­ni­enz­for­sche­rin Dr. Va­nes­sa Voigt dem Ver­bleib der Samm­lung stell­ver­tre­tend für die Nach­fahr:in­nen von Karl Ad­ler und sei­ner Frau Emi­lie nach.

Ha­gar Lev wuchs in Is­rael auf, ar­bei­tet in der IT-Bran­che und lebt heu­te in Leip­zig.

Emi­ly D. Bil­ski ist Kunst­his­to­ri­ke­rin und war un­ter an­de­rem für das Jü­di­sche Mu­se­um Mün­chen als Ku­ra­to­rin tä­tig („Die ‘Mo­der­ne Ga­le­rie‘ von Hein­rich Thann­hau­ser“, „Nichts als Kul­tur – Die Prings­heims“, „Die Kunst- und An­ti­qui­tä­ten­fir­ma Bern­hei­mer“).

Hin­weis: Die­ses Ge­spräch wird in eng­li­scher Spra­che ge­führt.

27. Sep­tem­ber, 18 Uhr: Do­di Rei­fen­berg

Am 27. Sep­tem­ber, 18 Uhr, führt “Ta­ges­s­pie­gel”-Kul­tur­re­dak­teu­rin Ni­co­la Kuhn ein Ge­spräch mit dem Künst­ler Do­di Rei­fen­berg und der Au­to­rin und Ju­ris­tin Ju­lia Al­brecht. Rei­fen­berg ist ein Nach­kom­me der wohl­ha­ben­den Ber­li­ner Fa­mi­lie Gins­berg, der die Schrift­stel­le­rin Ga­brie­le Ter­git in ih­rem großen Fa­mi­li­en­ro­man „Ef­fin­gers“ ein Denk­mal ge­setzt hat. In zwei vom Zen­trum ge­för­der­ten Pro­jek­ten er­for­schen Rei­fen­berg und Wis­sen­schaft­ler:in­nen der TU Ber­lin zwei Kunst­samm­lun­gen aus der jü­di­schen Ban­kiers- und Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie. Ein Pro­jekt wid­met sich der Adolph-von-Men­zel-Samm­lung von Lud­wig Gins­berg, der da­mals wohl größ­ten Men­zel­samm­lung in Pri­vat­be­sitz. Gins­berg selbst starb 1939 ver­zwei­felt in Ber­lin, sei­ne Samm­lung ist heu­te zum größ­ten Teil ver­schol­len. In ei­nem zwei­ten Pro­jekt wird die wert­vol­le Ost­asia­ti­ca-Samm­lung von Her­bert Gins­berg re­kon­stru­iert, die 1942 in den Nie­der­lan­den von den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten be­schlag­nahmt wor­den war. Her­bert Gins­berg und sei­ne Frau Ol­ga, geb. Lach­mann, über­leb­ten un­ter­ge­taucht in den Nie­der­lan­den, die rund 900 Stücke um­fas­sen­de Samm­lung ist zum größ­ten Teil ver­lo­ren. Auch ei­ne wei­te­re Samm­lung der Fa­mi­lie, die is­la­mi­sche Samm­lung von Max Gins­berg, ist ver­schol­len, auch ihr Ver­bleib soll künf­tig er­forscht wer­den. Aus der weit­ver­zweig­ten Fa­mi­lie Gins­berg konn­ten sich nur we­ni­ge Mit­glie­der vor der Ver­fol­gung durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ret­ten. 

Do­di Rei­fen­berg lebt als Künst­ler in Ber­lin.
Ju­lia Al­brecht be­treut das Re­cher­che­team als Pro­jekt­lei­te­rin und be­glei­tet die Ar­beit do­ku­men­ta­risch. 

Hin­weis: Das Ge­spräch fin­det in deut­scher Spra­che statt.

 

Fest­jahr: Im Jahr 2021 le­ben Jü­din­nen und Ju­den nach­weis­lich seit 1.700 Jah­ren auf dem Ge­biet des heu­ti­gen Deutsch­lands. Aus die­sem An­lass wird das Fest­jahr „#2021JLID – Jü­di­sches Le­ben in Deutsch­land“ mit bun­des­weit rund 1000 Ver­an­stal­tun­gen aus­ge­rich­tet und von der Bun­des­re­gie­rung un­ter­stützt. Ziel ist es, jü­di­sches Le­ben sicht­bar und er­leb­bar zu ma­chen und dem er­star­ken­den An­ti­se­mi­tis­mus et­was ent­ge­gen­zu­set­zen. Nä­he­re In­for­ma­tio­nen: htt­ps://2021jlid.de

Die Ver­an­stal­tun­gen fin­den als Vi­deo­kon­fe­renz statt. Die Teil­nah­me ist kos­ten­frei, je­doch nur nach An­mel­dung bis zum Vor­tag mög­lich. Die Teil­neh­mer:in­nen er­hal­ten am Tag der Ver­an­stal­tung die Zu­gangs­da­ten.

Zu den Ter­mi­nen er­hal­ten Sie je­weils se­pa­ra­te Ein­la­dun­gen. Wir bit­ten Sie herz­lich, uns mit­zu­tei­len, zu wel­chem Ge­spräch wir Sie je­weils be­grü­ßen dür­fen.

An­mel­dun­gen an:

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te
Ste­fa­nie Ko­bow
Te­le­fon +49 (0) 391 727 763-23

Da­ten­schutz:

Mit Ih­rer An­mel­dung und der Teil­nah­me er­tei­len Sie dem Ver­an­stal­ter die Er­laub­nis, wäh­rend der Ver­an­stal­tung Fo­to-, Film-, Ton- und Vi­deo­auf­nah­men zu ma­chen und die­se Auf­nah­men im Zu­sam­men­hang mit der Ver­an­stal­tung für die Öf­fent­lich­keits­ar­beit und die Do­ku­men­ta­ti­on, ana­log und di­gi­tal, zu ver­wen­den (nach § 22 Kunst­Ur­hG). Der Ver­an­stal­ter er­hebt, ver­ar­bei­tet und nutzt Ih­re per­so­nen­be­zo­ge­nen Da­ten im Rah­men der Wahr­neh­mung der sat­zungs­ge­mä­ßen Auf­ga­be des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste trauert um Dr. Jeremy Silvester

Am Mon­tag, den 5.7.2021, ist der His­to­ri­ker Je­re­my Sil­ves­ter in Wind­hoek sei­ner Co­ro­na-Er­kran­kung er­le­gen. Sein Tod ist un­fass­bar und er­schüt­tert uns zu­tiefst – fach­lich wie per­sön­lich.

Zu­nächst an der Uni­ver­si­ty of Na­mi­bia tä­tig, wech­sel­te Je­re­my Sil­ves­ter spä­ter zur Mu­se­ums As­so­cia­ti­on of Na­mi­bia (MAN), de­ren Di­rek­tor er zu­letzt war. MAN stand für die in­ten­si­ve Zu­sam­men­ar­beit mit na­mi­bi­schen Com­mu­ni­ties, für Par­ti­zi­pa­ti­on und Dia­log. Zu­sam­men mit sei­nen Kol­leg:in­nen mach­te Je­re­my Sil­ves­ter MAN zu ei­ner der ein­fluss­reichs­ten und dy­na­mischs­ten na­mi­bi­schen NGOs im Kul­tur­be­reich.

Im Rah­men des Netz­werk-Pro­jekts „Af­ri­ca Ac­ces­sio­ned“ such­te MAN seit 2014 Kon­takt zu deut­schen Mu­se­en und Samm­lun­gen, die Ob­jek­te und Fo­to­gra­fi­en aus Na­mi­bia be­sit­zen. Da­mit war MAN Weg­be­rei­ter für vie­le deutsch-na­mi­bi­sche Mu­se­ums­ko­ope­ra­tio­nen, die im Rah­men des ge­wach­se­nen Be­wusst­seins für das ko­lo­nia­le Er­be in Mu­se­en fort­ge­führt und aus­ge­baut wer­den.

„Af­ri­ca Ac­ces­sio­ned“ schuf auch die Grund­la­ge für ei­ne Pi­lot­stu­die des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te zu na­mi­bi­schen Ob­jek­ten in Mu­se­en und Samm­lun­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum, an der zur Zeit ge­ar­bei­tet wird. Je­re­my Sil­ves­ter hat hier­für zen­tra­le Im­pul­se ge­ge­ben. Er hat das Pro­jekt mit sei­ner Ex­per­ti­se und Tat­kraft un­ter­stützt und mit sei­nen pa­cken­den Vi­sio­nen für die Zu­kunft von Mu­se­en und Samm­lun­gen in Na­mi­bia und Deutsch­land be­glei­tet.

Je­re­my Sil­ves­ter war der Über­zeu­gung, dass Mu­se­en nicht nur dem Aus­tausch von Wis­sen und Ide­en so­wie der ge­sell­schaft­li­chen (Selbst-)Ver­stän­di­gung die­nen, son­dern auch ei­nen Bei­trag zu Ver­söh­nung leis­ten und vor al­lem neue Be­zie­hun­gen stif­ten kön­nen. Sei­ne Ide­en und Über­zeu­gun­gen wer­den in zahl­rei­chen Pro­jek­ten wei­ter­le­ben!

Landesstipendium Provenienzforschung NRW

Die Forschungsstelle Provenienzforschung, Kunst- und Kulturgutschutzrecht vergibt zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Promotionsstipendium:

Landesstipendium Provenienzforschung

Das Stipendium in Höhe von 1.400,- € monatlich steht bis Ende 2023 zur Verfügung und wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Es wird zunächst für die Dauer von zwölf Monaten vergeben, mit der Option, es nach erfolgreicher Zwischenevaluierung zu verlängern. Die Gewährung des Stipendiums ist unabhängig von einer Betreuung der Dissertation an der Universität Bonn. Es besteht zudem keine Residenzpflicht in Bonn, jedoch ist eine aktive Beteiligung an den Aktivitäten und Veranstaltungen der Forschungsstelle erwünscht.

Themengebiet:
Das Promotionsvorhaben sollte im weitesten Sinne Kulturgutentziehung, -verlagerung, -verbringung und/oder “Verwertung” von Kulturgut während der Kolonial- und/oder der NS-Zeit im Rheinland und/oder Westfalen und/oder Lippe behandeln. Angrenzende Themenbereiche der Provenienzforschung zu Personen, Netzwerken, Institutionen und Kultureinrichtungen sowie dem
Kunsthandel, auch in besetzten Gebieten, sind ebenso denkbar. Ein enger thematischer Bezug zum heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen sollte jedoch in jedem Fall vorhanden sein.

Voraussetzungen:
Voraussetzung für die Bewerbung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Magister, Master), zum Beispiel in den Fächern Kunstgeschichte, Geschichte oder Ethnologie.

Bewerben können sich sowohl bereits Promovierende als auch Absolvent*innen, welche die Voraussetzungen für ein Promotionsstudium erfüllen und sich für eine Dissertation in dem oben
genannten Themenbereich interessieren.

Promovierende reichen bitte neben einem Lebenslauf, Kopien der Abschlusszeugnisse und unter der Angabe der Kontaktdaten zweier Referenzpersonen ein 8 bis 10-seitiges Exposé zum
Promotionsvorhaben inklusive Arbeits- und Zeitplan ein.

Interessierte Absolvent*innen reichen neben einem Lebenslauf, Kopien der Abschlusszeugnisse und unter der Angabe der Kontaktdaten zweier Referenzpersonen eine erste Skizze zum geplanten
Promotionsvorhaben ein.

Ihre Bewerbung senden Sie bitte per E-Mail in ausschließlich einer PDF-Datei bis zum 30. Juni 2021 unter dem Stichwort „Landesstipendium Provenienzforschung“ an Stéphanie Baumewerd M.A. (). Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Jun.-Prof. Dr. des. Ulrike Saß () und Prof. Dr. Christoph Zuschlag () gerne zur Verfügung.

Verlängert bis 11. April: Call for Papers für die Herbsttagung 2021 des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

24.03.2021

Die dies­jäh­ri­ge Herbst­kon­fe­renz des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te wird vom 17.-19.11.2021 als vir­tu­el­le Kon­fe­renz und in Ko­ope­ra­ti­on mit der Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz und The Re­se­arch Cen­ter for Ma­te­ri­al Cul­ture of the Na­tio­nal Mu­se­um of World Cul­tu­res, the Net­her­lands statt­fin­den. The­ma der Kon­fe­renz mit dem Ti­tel “The Long His­to­ry of Claims for the Re­turn of Cul­tu­ral He­ri­ta­ge from Co­lo­ni­al Con­texts” ist die oft­mals ver­ges­se­ne Vor­ge­schich­te zur heu­ti­gen De­bat­te um die Rück­ga­be von Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten.

Ne­ben Vor­trä­gen von ge­la­de­nen Red­ner:in­nen wird es die­ses Jahr auch mög­lich sein, sich mit ei­nem ei­ge­nen Bei­trag um die Teil­nah­me zu be­wer­ben. Die Frist da­für wur­de nun bis zum 11. April 2021 ver­län­gert. Den aus­führ­li­chen Call for Pa­pers fin­den Sie hier. Er ent­hält auch al­le wei­te­ren wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen. Bit­te be­ach­ten Sie: Die Kon­fe­renz wird auf Eng­lisch statt­fin­den. Bei Rück­fra­gen wen­den Sie sich bit­te ger­ne an: con­fe­rence@kul­tur­gut­ver­lus­te.de.

Kurzfilm der Ostfriesischen Landschaft über das Verbundvorhaben “Provenienzforschung zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten (China) in vier ostfriesischen Museen und Kultureinrichtungen”

Ein Video der Ostfriesischen Landschaft informiert über das zum 1.1.2021 gestartete und vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Projekt.

Es ist über die Facebook-Seite der Landschaft aufrufbar: https://www.facebook.com/ostfriesischelandschaft/

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie auch hier sowie auf der Seite des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste hier

Erste Online-Tagung im Bomann-Museum mit großer Resonanz sehr erfolgreich

Die Tagung fand im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts statt, das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und dem Lüneburgischen Landschaftsverband gefördert wird. Im Projekt wird unter anderem die Herkunft der Erwerbungen untersucht, die das Bomann-Museum in den Jahren 1933 bis 1945 im regionalen Kunsthandel tätigte. Dabei soll geklärt werden, ob sich darunter Kulturgut aus vormaligem jüdischem Besitz befindet, das nach 1933 unter Zwang verkauft oder enteignet wurde.

Für die Provenienzrecherche ergeben sich im Fall des regionalen Kunsthandels jedoch besondere Herausforderungen. Die Quellenlage ist nicht selten problematisch, wenn weder Auktions- und Verkaufskataloge noch Geschäftsunterlagen überliefert sind. Vor dieser Problematik steht allerdings nicht nur das Bomann-Museum, sondern auch andere Häuser bei Forschungen zur Herkunft ihrer dort erworbenen Bestände. Daher war es ein Ziel der Tagung, zur Vernetzung der Ergebnisse beizutragen und eine Diskussion darüber anzuregen, wie trotz schwieriger Quellenlage eine bestmögliche Recherche stattfinden kann.

Angesichts der Corona-Pandemie musste das Bomann-Museum erstmals eine Tagung komplett in digitaler Form realisieren. Obwohl insbesondere Beiträge zum Kunsthandel in Niedersachsen, Hamburg und Bremen Teil der Veranstaltung waren, fand sie weit darüber hinaus große Resonanz. Rund 130 Interessierte aus ganz Deutschland und teilweise dem europäischen Ausland nahmen daran teil. „Das sind mehr als doppelt so viele wie bei der letzten Tagung vor dreieinhalb Jahren“, zeigt sich Organisator Dr. des. Christopher Galler zufrieden.

Auch Museumsdirektor Dr. Jochen Meiners zeigte sich in seinem Grußwort sehr zufrieden mit der Resonanz: „Diese Reichweite hätten wir mit einem analogen Format wohl nicht erzielen können. Auch können Kolleginnen und Kollegen teilnehmen, die wegen der räumlich Distanz zum Tagungsort wohl nicht angereist wären.“

Den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Der Kunsthandel in Hannover: Bezugsquelle für die Sammlung des Bomann-Museums Celle“ hielt Projektbearbeiter Dr. des Christopher Galler. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des Bomann-Museums bis 1945 gab er einen ausführlichen Einblick die Forschungsergebnisse zu den Erwerbungen bei sechs Kunsthändlern aus Hannover. Besonders der Händler Emil Backhaus war durch seine Funktion als Vertrauensmann und Sachverständiger der Reichskammer der bildenden Künste am Entzug von Kulturgut beteiligt. Nicht selten kaufte er selbst Kunst und Antiquitäten an, die er zuvor aus dem Umzugsgut von Juden ausgeschlossen hatte, und überwies den Preis auf Sperrkonten. Schwierig gestaltet sich allerdings nach wie vor die konkrete Zuordnung von Objekten, wenn es sich um keine Unikate handelt oder sie in den Quellen nur rudimentär beschrieben sind.

Im folgenden Vortrag beleuchtete Dr. Johannes Schwartz, der als Provenienzforscher für die kulturgeschichtlichen Museen der Stadt Hannover zuständig ist, seine Ergebnisse am Beispiel von drei Kunsthändlern. Darunter war auch der bereits zuvor erwähnte Emil Backhaus, durch dessen Vermittlung ein Rokoko-Schrank aus dem Besitz der als Jüdin verfolgten Klara Berliner in den Bestand des Museums August Kestner gelangte. Weiterhin referierte er ausführlich zu den Händlern Erich Pfeiffer und Karl von der Porten, der einen jüdischen Adoptivvater hatte. Mit diesem hatte er sich jedoch überworfen und verdiente während der NS-Zeit selbst an der Versteigerung von jüdischem Eigentum.

Im Anschluss folgten mehrere kürzere Beiträge: Moderatorin Dr. Claudia Andratschke, die neben der Leitung des Netzwerkes auch für die Provenienzforschung am Landesmuseum Hannover zuständig ist, ergänzte die bereits genannten Erkenntnisse zum Kunsthandel in Hannover durch Beispiele aus ihrer eigenen Forschung. Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, die Direktorin des Museums Kunst der Westküste, referierte über die Provenienz eines Liebermann-Gemäldes, das seit 2016 im Bestand des von ihr geleiteten Museums ist. 1942 war es vom Städtischen Museum Braunschweig an den Kunsthändler Erich Pfeiffer veräußert worden und wurde im August 1943 zur Sicherung vor Bombenangriffen im Celler Schloss eingelagert. Dr. Christian Riemenschneider zeigte anschließend die Verbindungen des regionalen Kunsthandels zu den Museen in Südniedersachsen auf und berichtete dabei auch über den jüdischen Händler Henry Seligmann, der vor 1933 insbesondere erfolgreich mit Münzen handelte. Dr. Ulrike Schmiegelt-Rietig stellte Erkenntnisse zu dem in Hannover geborenen Kunsthändler Helmuth Rinnebach vor. Dieser betrieb in den 1920er Jahren in Hannover wohl nur kurzzeitig eine Kunsthandlung, spielte aber ab 1939 bei der Beschlagnahmung von Kunst im „Protektorat Böhmen und Mähren“ eine Rolle.

Das Nachmittagsprogramm begann mit einem Doppelvortrag von Dr. Kathrin Kleibl und Susanne Kiel, die am Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven tätig sind. Dort forschen sie zum Verbleib von jüdischem Umzugsgut, das nach Ausbruch des Krieges in den Häfen von Bremen und Hamburg verblieben war und zugunsten des Reiches „verwertet“ wurde. Dies geschah häufig durch Auktionen, so auch im Fall des Umzugsgutes von Hans Salomon, der in Celle bis 1938 das Herrenmodengeschäft Hasall betrieben hatte. Nicht wenige Kunst- und Antiquitätenhändler traten auf solchen Auktionen als Käufer auf. Ziel der Forschungen und Kleibl und Kiel ist umfangreiche Datenbank, mit der der Verbleib des Umzugsgutes recherchiert werden kann.

Der anschließende Vortrag von Dr. Brigitte Reuter thematisierte die Geschichte der 1938 gegründeten Hamburger Kunsthandlung F.K.A. Huelsmann. Das Händler-Ehepaar vermachte große Teile seiner Privatsammlung der Stadt Bielefeld, wo sie heute im Museum Huelsmann zu sehen ist. Im Verlauf ihres Bestehens entwickelte sich die Kunsthandlung für die Museen in Norddeutschland vor allem zu einer Bezugsquelle für hochwertige Silberobjekte. Der abschließende Beitrag von Dr. Annette Baumann zu den Händlern und Sammlern Herbert von Gravens und Otto Ralfs als Scouts der Avantgarde im Norden nahm dann noch einmal einen weiteren bedeutenden Aspekt des regionalen Kunsthandels in Hannover in den Blick.

Bereits im Verlauf der Veranstaltung kristallisierte sich im Chat der Wunsch heraus, die bisherigen Forschungserkenntnisse zu den Kunst- und Antiquitätenhandlungen und anderen Akteuren in einem Verzeichnis zusammenzuführen. Hierzu entwickelte sich auch eine rege Abschlussdiskussion. Ein solches Verzeichnis soll im Rahmen der geplanten Publikation der Tagungsbeiträge zunächst zu den Händlern und Firmen entstehen, die Gegenstand der Vorträge waren.

 

 004: Boden einer Fürstenberger Vase, 1942 beim Händler Emil Backhaus (Hannover) erworben,
© Bomann-Museum Celle
 003: Verladung im Hamburger Hafen,
© Gustav Werbeck/HHLA/Speicherstadtmuseum
 002: Werbeanzeige des Händlers Erich Pfeiffer aus dem Adressbuch der Stadt Hannover für 1942
 001: Blick in die erste Ausstellung der Galerie von Garvens (Hannover) im Oktober 1920,
© Herbert von Garvens- Garvensburg: Zwei Jahre Galerie von Garvens, Hannover 1922

Infoveranstaltung: Fördermöglichkeiten für Provenienzforschung in kolonialen Kontexten

09.02.2021

Seit mitt­ler­wei­le zwei Jah­ren hat das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te sei­ne För­de­rung auf den Be­reich des Kul­tur- und Samm­lungs­guts aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten aus­ge­dehnt. In die­sem Zeit­raum konn­ten bis­her ins­ge­samt 23 Pro­jek­te mit ei­nem Vo­lu­men von ca. 2,6 Mil­lio­nen Eu­ro ge­för­dert wer­den. Die För­de­rung rich­tet sich an Ein­rich­tun­gen, die Kul­tur­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten sam­meln, be­wah­ren oder er­for­schen. Da­zu zäh­len Mu­se­en, Uni­ver­si­tä­ten und an­de­re For­schungs­ein­rich­tun­gen. Die För­de­rung rich­tet sich ins­be­son­de­re auch an klei­ne­re Stadt­mu­se­en oder Mehr­spar­ten­häu­ser.

Zum 1. Ja­nu­ar 2021 ist ei­ne über­ar­bei­te­te Fas­sung der För­der­richt­li­nie in Kraft ge­tre­ten, die ne­ben der Aus­wei­tung der För­de­rung auf ge­mein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen in pri­vat­recht­li­cher Trä­ger­schaft neue För­der­in­stru­men­te wie et­wa ei­nen so­ge­nann­ten „Erst­check“ nun auch im För­der­be­reich des Kul­tur- und Samm­lungs­guts aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten er­mög­licht.

Der Fach­be­reich möch­te Ih­nen sei­ne Tä­tig­keit und die er­wei­ter­ten För­der­mög­lich­kei­ten sehr ger­ne im Rah­men ei­ner On­line-Ver­an­stal­tung vor­stel­len. Ne­ben all­ge­mei­nen In­for­ma­tio­nen zur För­de­rung wird es Ge­le­gen­heit zu Fra­gen auch in Be­zug auf Ih­re in­di­vi­du­el­len Her­aus­for­de­run­gen ge­ben.

Die Ver­an­stal­tung wird als Webex-Vi­deo­kon­fe­renz am Don­ners­tag, 11. März 2021, von 10-12 Uhr statt­fin­den.

Mel­den Sie sich bit­te bis zum Mon­tag, 8. März 2021, bei Dr. Jan Hüs­gen (jan.hues­gen@kul­tur­gut­ver­lus­te.de) an. Ei­ne E-Mail mit den An­meld­e­in­for­ma­tio­nen wer­den wir Ih­nen recht­zei­tig vor der Ver­an­stal­tung zu­kom­men las­sen.

Der Fach­be­reich „Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten“ freut sich auf den Aus­tausch mit Ih­nen!

Save the Date/Call for Papers für die Herbsttagung 2021 des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

28.01.2021

Die dies­jäh­ri­ge Herbst­kon­fe­renz des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te wird vom 17.-19.11.2021 als vir­tu­el­le Kon­fe­renz und in Ko­ope­ra­ti­on mit The Re­se­arch Cen­ter for Ma­te­ri­al Cul­ture of the Na­tio­nal Mu­se­um of World Cul­tu­res, the Net­her­lands statt­fin­den. The­ma der Kon­fe­renz mit dem Ti­tel “The Long His­to­ry of Claims for the Re­turn of Cul­tu­ral He­ri­ta­ge from Co­lo­ni­al Con­texts” ist die oft­mals ver­ges­se­ne Vor­ge­schich­te zur heu­ti­gen De­bat­te um die Rück­ga­be von Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten.

Ne­ben Vor­trä­gen von ge­la­de­nen Red­ner:in­nen wird es die­ses Jahr auch mög­lich sein, sich mit ei­nem ei­ge­nen Bei­trag um die Teil­nah­me zu be­wer­ben. Den aus­führ­li­chen Call for Pa­pers fin­den Sie hier. Er ent­hält auch al­le wei­te­ren wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen. Bit­te be­ach­ten Sie: Die Kon­fe­renz wird auf Eng­lisch statt­fin­den. Bei Rück­fra­gen wen­den Sie sich bit­te ger­ne an: con­fe­rence@kul­tur­gut­ver­lus­te.de.