Stellenausschreibung Koordinierungsstelle Provenienzforschung Sachsen-Anhalt am Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. (m/w/d)

Der 1990 gegründete Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. hat mehr als 200 institutionelle und persönliche Mitglieder. Sein Zweck besteht in der qualitativen Weiterentwicklung der Museumslandschaft. Der Verband versteht sich als Multiplikator in allen museumsrelevanten Fragen. Hierzu zählt auch die Beratung der Museen im Bereich der Provenienzforschung NS-Raubgut. Der Verband wird vom Land Sachsen-Anhalt institutionell gefördert.

Die seit 1994 bestehende Geschäftsstelle soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt durch eine Koordinierungsstelle Provenienzforschung (m/w/d) erweitert werden.

Die Stelle wird als befristete 50% Vollzeitstelle bis zum 31.12.2021 ausgeschrieben. Die Vergütung erfolgt analog zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) mit der Entgeltgruppe 12 TV-L. Die Ausschreibung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Arbeitsort ist die Stadt Bernburg. Die Stelle wird vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Aufgaben:
Der Schwerpunkt der Aufgabe liegt im Bereich der Provenienzforschung NS-Raubgut in Sachsen-Anhalt. Hierzu zählen
– Initiierung, Vorbereitung und Begleitung des Erstchecks NS-Raubgut in Museen Sachsen-Anhalts
– Initiierung, Vorbereitung und Begleitung von Grundlagenforschung und Untersuchungen zum historischen Kontext mit Bezug zur Museumslandschaft Sachsen-Anhalt
– Beratung der Museen
– Durchführung von Workshops und Fortbildungen
– Durchführung einer Fachtagung zur Erforschung kritischer Provenienzen aus der Zeit zwischen 1945 bis 1990
– Mitarbeit an einer Wanderausstellung auf der Grundlage der Ergebnisse des Erstchecks
– Erstellen einer quantitativen Bestandsübersicht zu kolonialen Sammlungen in Museen in Sachsen-Anhalt
– Öffentlichkeitsarbeit in den verschiedenen Medien

Voraussetzungen:
– abgeschlossenes Studium in einem museumsrelevanten Fachgebiet
– einschlägige Erfahrung in der Museumsarbeit und Provenienzforschung NS-Raubgut ist erwünscht
– gute Kenntnisse der Geschichte des 20. Jahrhunderts ibs. der Zeit von 1933 bis 1945 als auch der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 1950er Jahre hinein zur SBZ/DDR
– Erfahrung in der Organisation von Veranstaltungen (Tagungen, Workshops)
– eigenständiges Arbeiten erwünscht
– gutes sprachliches und schriftliches Ausdrucksvermögen
– EDV-Kenntnisse
– PKW-Führerschein und Fahrtauglichkeit erforderlich, da ggf. einige Orte nicht mit ÖPNV erreichbar sind, eigener PKW von Vorteil

Darüber hinaus erwarten wir eine ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit, selbständige Arbeitsweise, Organisationsgeschick, Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen, Bereitschaft zu Reisetätigkeit.

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. gewährleistet die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter. Schwerbehinderte und diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt. Es wird jedoch ein Maß an körperlicher Eignung verlangt, das den Anforderungen des Arbeitsplatzes gerecht wird.

Aus Kostengründen werden eingereichte Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt, wenn Ihrer Bewerbungsmappe ein hinlänglich mit Adresse versehener und ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist.

Interessierte richten ihre postalische Bewerbung bitte mit den üblichen aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 29. März 2019 (Datum des Poststempels) an die untenstehende Anschrift. Berücksichtigt werden nur vollständig und innerhalb der Bewerbungsfrist eingereichte Bewerbungen!

Die Datenschutzhinweise für Bewerber (m/w/d) gem. Art. 13 DSGVO zur Datenverarbeitung im Bewerbungsverfahren finden Sie auf unserer Homepage unter
mv-sachsen-anhalt.de/main.pl?page=aktuell&aktuell_group=4

Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
Geschäftsführung
Käthe-Kollwitz-Str. 11
06406 Bernburg

Neuer Förderbeirat „Koloniales Kulturgut“ berufen

20.02.2019

Seit dem 1. Ja­nu­ar 2019 kön­nen beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te An­trä­ge für ei­ne Pro­jekt­för­de­rung zur Er­for­schung der Her­kunft von Kul­tur­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten ge­stellt wer­den. Die ers­te An­trags­frist wird der 1. Ju­ni 2019 sein. Zur Be­wer­tung der ein­ge­hen­den An­trä­ge und Er­ar­bei­tung ei­ner För­der­emp­feh­lung an den Vor­stand der Stif­tung, hat Staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters ei­nen neu­en För­der­bei­rat „Ko­lo­nia­les Kul­tur­gut“ be­ru­fen. Als Mit­glie­der wähl­te sie re­nom­mier­te Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten auf die­sem Ge­biet aus und be­zieht auch die in­ter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ve mit ein.

Im Bei­rat ver­tre­ten sind: Prof. Dr. Wieb­ke Ahrndt (Über­see-Mu­se­um Bre­men), Prof. Dr. Dr. An­to­i­net­te Do­mi­nicé (Lud­wig-Ma­xi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen), Prof. Dr. Al­bert Gouaf­fo (Uni­ver­sité de Dschang, Ka­me­run), Prof. Dr. Mo­ni­ca Ju­ne­ja (Uni­ver­si­tät Hei­del­berg), Prof. Dr. Ul­ri­ke Lind­ner (Uni­ver­si­tät zu Köln), Dr. Bar­ba­ra Plan­ken­stei­ner (Mu­se­um am Ro­then­baum, Ham­burg), Prof. Dr. Béné­dic­te Sa­voy (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin), Dr. Ma­ja Schweit­zer (BKM, Ber­lin), Dr. Ste­pha­nie Tasch (Kul­tur­stif­tung der Län­der, Ber­lin).

Mit Be­ginn des Jah­res 2019 wei­tet das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te sei­ne Auf­ga­ben auf Pro­ve­ni­enz- und Grund­la­gen­for­schung zu Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten aus. Ähn­lich wie bei der För­de­rung im Be­reich NS-Raub­gut wer­den öf­fent­li­che Mu­se­en und Samm­lun­gen, Bi­blio­the­ken, Ar­chi­ve und For­schungs­ein­rich­tun­gen bei der Klä­rung der Her­kunft der Wer­ke zu­künf­tig un­ter­stützt. Zur Durch­füh­rung die­ser Auf­ga­ben wird ein neu­er Fach­be­reich ein­ge­rich­tet. Die Mit­tel für Pro­jekt­för­de­rung und Per­so­nal be­tra­gen 1,9 Mil­lio­nen Eu­ro.

Von der neu­en und wich­ti­gen Auf­ga­be des Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te bleibt die Kern­auf­ga­be, die Pro­jekt­för­de­rung im Be­reich NS-Raub­gut, un­be­rührt.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Pro­jekt­för­de­rung fin­den Sie hier.

20 Jahre Washingtoner Prinzipien – Konferenz-Dokumentation online

18.02.2019

Die (Vi­deo)-Do­ku­men­ta­ti­on der in­ter­na­tio­na­len Fach­kon­fe­renz „20 Jah­re Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en: We­ge in die Zu­kunft“ steht ab so­fort auf der Web­sei­te des Zen­trums in deut­scher und eng­li­scher Spra­che zur Ver­fü­gung. Ne­ben dem auf­be­rei­te­ten Li­ve-Stream der zwei Haupt­kon­fe­renz­ta­ge fin­den Sie al­le dem Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te bis­her zur Ver­öf­fent­li­chung zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Vor­trä­ge und wei­te­re Ma­te­ria­li­en. Soll­ten wei­te­re Ma­te­ria­li­en das Zen­trum er­rei­chen wer­den die­se suk­zes­si­ve er­gänzt.

Für die deut­sche Ver­si­on bit­te hier wei­ter kli­cken.  

Für die eng­li­sche Ver­si­on bit­te hier wei­ter kli­cken.

Umfrage des ZI für Kunstgeschichte München: Kunstwerke aus der ehem. Galerie Stern

Seit Juli 2018 wird am Zentralinstitut für Kunstgeschichte München im Rahmen des internationalen „Stern Cooperation Project“ (SCP) die Geschichte der jüdischen Kunsthändlerfamilie Julius & Selma Stern mit ihren Kindern Max, Hedi und Gerda sowie die Geschäfte der Familie Stern – die Galerie Stern, Düsseldorf, die Londoner West´s Galleries sowie die Dominion Gallery, Montreal – recherchiert. Das SCP wird maßgeblich vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste unterstützt (siehe https://www.zikg.eu/projekte/projekte-zi/stern-cooperation-project).

Dr. Max Stern übernahm 1934, nach dem Tod des Vaters Julius, die 1913 gegründete Düsseldorfer Galerie. Ein Jahr später wurde er aufgefordert, die Galerie zu liquidieren. In der Auktion 392 des Kölner Auktionshauses Lempertz wurden zahlreiche Werke im November 1937 versteigert. Die Familie emigrierte, und Max betrieb im Londoner Exil mit seiner Schwester Hedi die West´s Galleries, bis er als „enemy alien“ interniert wurde. 1940 gelang ihm die Verlegung in ein Lager in Kanada, wo er wenig später in die Dominion Gallery eintrat, die er bald übernahm und bis zu seinem Lebensende 1987 erfolgreich leitete.

Das SCP versucht, die Aktivitäten der Galerie Stern besonders in den 1930er Jahren zu rekonstruieren; hierbei spielen die Unterlagen im Archiv der National Gallery of Canada in Ottawa eine zentrale Rolle. Diese Überlieferung wird ergänzt durch Recherchen in Datenbanken und (annotierten) Auktionskatalogen sowie in zahlreichen Archiven. Zugleich will das SCP die in Museen vorhandenen Angaben und Werke, die von der Galerie Stern gehandelt wurden, umfassend dokumentieren.

Wir möchten Sie daher bitten, uns mitzuteilen, ob Ihr Haus bzw. Ihre Sammlung zwischen 1913 und 1937 Kunstwerke in bzw. von der Galerie Stern erworben hat. In Frage kommen dabei insbesondere Gemälde Alter Meister – vor allem niederländische Werke des 17. Jahrhunderts – sowie Werke aus dem 19. Jahrhundert (die Düsseldorfer Malerschule gehörte zu den Schwerpunkten der Kunsthandlung).

Das Forschungsprojekt sammelt Abbildungen von Labels / Etiketten, die auf den Bildrückseiten aufgebracht sind, um das Inventarisierungssystem der Galerie Stern zu analysieren. Hier finden Sie einige Beispiele:

Die Labels / Etiketten weisen keinen Galerie-Namen o.ä. auf, sie sind lediglich handschriftlich markiert mit einem Code aus entweder Lgb oder Co, einer vierstelligen Nummer sowie den Maßen, getrennt durch Schrägstrich. Lgb xxxx H/B oder Co xxxx H/B.

Wir sind Ihnen für Hinweise auf Objekte, Rückseitenabbildungen ebenso dankbar wie für Hinweise auf Korrespondenz Ihres Hauses mit der Galerie Stern.

Diese Umfrage an ausgewählte deutsche Museen ist elementarer Bestandteil des Forschungsprojektes. Alle Ergebnisse werden in den offiziellen Bericht an das DZK aufgenommen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Beste Grüße,

Anne Uhrlandt, PD Dr. Christian Fuhrmeister, Dr. Stephan Klingen

Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Stern Cooperation Project
Katharina-von-Bora-Str. 10
80333 München
Tel. +49 (0)89 289 27 596


www.zikg.eu

Stellenausschreibung Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: vier wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter für Provenienzforschung zu den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst

Stellenausschreibung vom 25.01.2019

Für die Provenienzforschung zu den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst sind in den Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stellen von vier wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern, Entgeltgruppe 13 TVöD, unbefristet zu besetzen.

Im Humboldt Forum werden die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst in Zukunft präsentiert werden. Bei der Erforschung und Präsentation der Werke im Humboldt Forum liegt ein Schwerpunkt auf der Provenienzforschung. Die Geschichte der Sammlungen, die einzelnen Objektbiographien und die Herkunft der Objekte werden in Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern erforscht und dokumentiert werden.  

Das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin ist mit über einer Million Objekten das größte Museum zu den außereuropäischen Kulturen und gehört zu den bedeutendsten Spezialmuseen weltweit. Es bewahrt international bedeutende Sammlungen materieller und immaterieller Kunst- und Kulturgüter aus Amerika, Afrika, dem Islamischen Orient, Süd-, Südost-, Zentral- Nord- und Ostasiens, der Südsee und Australien. Im Bestand der Sammlung der Musikethnologie befindet sich das Berliner Phonogrammarchiv, das 1999 in das UNESCO-Programm „Memory of the World“ aufgenommen wurde. 

Das Museum für Asiatische Kunst beherbergt die umfangreichste und bedeutendste Sammlung chinesischer, koreanischer und japanischer Kunst in Deutschland. Im Bereich der indischen Kunst verfügt es über eine bedeutende Sammlung aus Süd-, Südost- und Zentralasien.
Das Zentralarchiv der Staatlichen Museen repräsentiert mit seinen Aktenbeständen, archivischen Sammlungen und Nachlässen sammlungsübergreifend die Geschichte der ehemals Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin. Die Provenienzforschung der Staatlichen Museen zu Berlin wird von hier aus zentral geleitet und koordiniert.
Schwerpunktmäßig werden drei Stellen für die Sammlungen des Ethnologischen Museums und eine Stelle für die Sammlungen des Museums für Asiatische Kunst besetzt. Inhaltliche Überschneidungen zwischen den Sammlungen sind zu berücksichtigen.

Aufgabengebiet:

  • Erarbeiten eines Arbeitsplans für die systematische Provenienzforschung und wissenschaftliche Erforschung der Provenienzen von Objekten des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst
  • Erschließen und Rekonstruieren der „Objektbiographien“ von Werken des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst: Erschließung der Geschichte des Objekts in seinen sozialen Zusammenhängen; Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern; Initiierung von Forschungsprojekten in Kooperation mit Herkunftsgesellschaften.
  • Durchführen einer systematischen Provenienzforschung, Sichtung der Objekte und relevanter Quellen in den Sammlungen und Archiven (Zentralarchiv und externe Archive), Erschließen und Rekonstruieren der Besitz- und Eigentumsverhältnisse, Kategorisieren/Priorisieren sowie Durchführen von Tiefenrecherchen zu einzelnen Objekten und Erarbeiten von Dossiers, wissenschaftliche Dokumentation der Ergebnisse, Unterstützung bei der Provenienzrecherche für Erwerbungen und Leihgaben, Unterstützung des Justiziariats 
  • Erarbeitung von Themen und Konzeptionen für Ausstellungen bzw. Veranstaltungen zur Provenienzforschung
  • Erarbeitung und Durchführung von Konzepten für die Vermittlung der Provenienzforschung mit dem Referat Bildung, Vermittlung, Besucherdienste der Generaldirektion
  • Aufbaus und Pflege von nationalen und internationalen Kooperationen mit Museen, Archiven, Universitäten, Institutionen 

Anforderungen:

  • mit M.A., Master oder vergleichbarer Qualifikation abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in einem der folgenden Fächer: Ethnologie, soziale Anthropologie, Kulturwissenschaften, Geschichte, Kunstwissenschaften mit mindestens einem regionalen Schwerpunkt in Amerika, Afrika, Islamischer Orient, Süd-, Südost-, Zentral- Nord- und Ostasien, Südsee und Australien bzw. in der ostasiatischen oder indo-asiatischen Kunstgeschichte
  • sehr gute Fachkenntnisse in mindestens einem der regionalen Sammlungsgebiete
  • mindestens gute Kenntnisse in der Geschichte der für das Aufgabengebiet relevanten Epochen des 19./20. Jahrhunderts, insbesondere in der Kolonialgeschichte
  • nachweisbare Erfahrungen in der Provenienzforschung zu ethnologischen Objekten und/oder Werken asiatischer Kunst, vorzugsweise im Museum
  • wissenschaftliche Erfahrungen im Umgang mit Werkprovenienzen und Sammlungshistorie
  • nachgewiesene Erfahrungen mit Archivrecherchen
  • Lesekenntnisse der altdeutschen Schrift
  • Kenntnisse der Geschichte der Staatlichen Museen zu Berlin 
  • Methodenkompetenz zur selbstständigen Erarbeitung und Bewertung von Themen in ihrem größeren fachwissenschaftlichen Zusammenhang
  • Fertigkeiten zur verständlichen Kommunikation fachwissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Fähigkeit zur Planung und Umsetzung von Forschungs- und Publikationsprojekten 
  • sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift
  • Erfahrungen in der digitalen Sammlungsdokumentation 

Erwünscht:

  • Promotion
  • Kenntnis des digitalen Sammlungsdokumentationssystems MuseumPlus

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz begrüßt Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten. Als interdisziplinäre Kultur- und Forschungseinrichtung bietet die SPK familienfreundliche Arbeitsbedingungen und gewährleistet die Gleichstellung von Frauen und Männern. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.
    
Eine Besetzung mit Teilzeitbeschäftigten ist grundsätzlich möglich.

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen schicken Sie bitte ausschließlich in schriftlicher Form (keine Email und keine elektronischen Datenträger) unter Angabe der Kennziffer SMB-ZA-1-2019 bis zum 22. Februar 2019 an:

Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Personalabteilung, Sachgebiet I 1 c, Von-der-Heydt-Str. 16-18, 10785 Berlin 

Bewerbungen können grundsätzlich nur zurückgesandt werden, wenn ein frankierter Rückumschlag beiliegt.

Ansprechpartnerin/Ansprechpartner für Fragen zum Aufgabengebiet: Herr Prof. Dr. Koch  (Tel. 030 – 8301 352), Frau Dr. Winter  (Tel.: 030 – 266 42 5700) 

Ansprechpartnerin für Fragen zum Bewerbungsverfahren: Frau Emrich  (Tel.: 030 – 266 41 1630)

AP-Nr.: 1723, 1724, 1725, 1742

Tagung „Die Galerie Stern im Kontext des Rheinischen Kunsthandels während des Nationalsozialismus“

Mi. 13. Februar 2019, 08:30 Uhr – 19:30 Uhr MEZ

Veranstaltungsort:
Schadowplatz 14 , 40212 Düsseldorf
Karte anzeigen

Der Kunsthistoriker Max Stern (1904–1987) stieg 1928 in die 1913 gegründete und seit 1917 auf der Königsallee 23-25 ansässige Galerie seines Vaters Julius Stern (1867–1934) ein. Sie zählte neben den Galerien von Alfred Flechtheim, Hans und Georg Paffrath und Dr. Joseph Schönemann zu den prominentesten Adressen des Düsseldorfer Kunsthandels im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Während des Nationalsozialismus gehörte Stern zu den aus rassischen Gründen Verfolgten, musste seine Galerie liquidieren und floh Ende 1937 über Paris nach London und 1941 weiter nach Kanada ins Exil.

Ziel der internationalen Tagung ist es, erstmals das Leben und Wirken von Max Stern in Geschichte und Gegenwart zu würdigen. Mit seiner Händlertätigkeit sind die Wege zahlreicher Kunstwerke auf ganz unterschiedliche Art und Weise verbunden, die im Einzelfall sowie im Kontext des Rheinischen Kunsthandels betrachtet werden. Zugleich werden die Vorträge Ausgangspunkt dafür sein, aktuelle Perspektiven der Provenienzforschung im Umgang mit Kunsthändlerbeständen zu formulieren und zu diskutieren.

Weitere Informationen:

Hinweise zur Anreise sowie zu Parkmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage des Hauses der Universität

Tagungssprachen: Deutsch und Englisch. Eine Simultanübersetzung wird angeboten.

Im Rahmen der Pausen werden eine Auswahl an Getränken und kleinen Snacks angeboten.

Die Teilnahme ist kostenfrei und aufgrund der begrenzten Platzzahl nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Die Anmeldung erfolgt online unter: bit.ly/2BsinpZ
Anmeldefrist ist der 25. Januar 2019.

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie im Rahmen der Veranstaltung in Bild und/oder Wort aufgenommen und die Aufzeichnungen Ihrer Person ohne Anspruch auf Vergütung auf Internetseiten und/oder in Publikationen des Veranstalters veröffentlicht werden.

Die Tagung wird großzügig gefördert vom Landschaftsverband Rheinland.

Das vollständige Programm finden Sie hier:
20190213_Tagung_Stern_Programm

Conference: „Galerie Stern within the context of Düsseldorf Art Trade during Nationalsocialism“

In 1928 the art historian Max Stern (1904-1987) joined the gallery on Königsallee 23-25 founded by his father Julius Stern (1867-1934) in 1913. Alongside the galleries of Alfred Flechtheim, Hans and Georg Paffrath and Dr. Joseph Schönemann, it was among the most prestigious venues of the Düsseldorf art trade in the first third of the 20th century. During National Socialism, Stern was among those persecuted for reasons of race. He was forced to liquidate his gallery and fled to London via Paris in 1937, and finally into exile in Canada in 1941.

The aim of the international conference is to pay tribute, for the first time, to Max Stern’s life and activities, with a view to impacts past and present. The paths of numerous works of art are tied up with his art dealing activities in many different ways, which will be examined both on a case-by-case basis and within the context of the Rhineland art trade. At the same time the lectures will be a starting point for formulating and discussing current perspectives in provenance research as regards approaches to art dealers’ stocks.

Additional Information:

Information on your arrival and parking facilities can be found on the homepage of Haus der Universität.

Conference Languages: German and English. Simultaneous translation will be provided.

During the break beverages and small snacks will be offered.

By attending you agree that recordings in both picture and sound may be published on our website or in a publication without any right to remuneration.

Participation is free of charge. Due to restricted space it is only possible with prior registration.

This conference is generously sponsored by Landschaftsverband Rheinland.

Kunstfund Gurlitt: Kulturstaatsministerin Grütters restituiert NS-Raubkunst-Gemälde

09.01.2019

Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters hat heu­te in Ber­lin ge­mein­sam mit Mar­cel Brül­hart, Ver­tre­ter des Kan­tons Bern beim Kunst­mu­se­um der Stadt, das Ge­mäl­de „Por­trait de jeu­ne fem­me as­si­se“ (Por­trät ei­ner sit­zen­den jun­gen Frau) von Tho­mas Cou­ture an die Fa­mi­lie des ur­sprüng­li­chen Ei­gen­tü­mers Ge­or­ges Man­del über­ge­ben. Das Bild aus dem Nach­lass von Cor­ne­li­us Gur­litt war zu­letzt in der Aus­stel­lung „Be­stands­auf­nah­me Gur­litt“ im Ber­li­ner Gro­pi­us Bau zu se­hen, die ges­tern zu En­de ging.

„Mit der Rück­ga­be des Ge­mäl­des von Tho­mas Cou­ture an die Fa­mi­lie des frü­he­ren Ei­gen­tü­mers set­zen wir ei­nen be­we­gen­den Schluss­punkt un­ter die Aus­stel­lun­gen zum Kunst­fund Gur­litt“, er­klär­te Staats­mi­nis­te­rin Grüt­ters. „Es ist der Fa­mi­lie Ge­or­ges Man­dels zu ver­dan­ken, dass die­ses Werk an al­len drei Aus­stel­lungs­stand­orten in Bonn, Bern und Ber­lin ge­zeigt wer­den konn­te. Da­durch war es mög­lich, das Schick­sal des jü­di­schen Po­li­ti­kers Ge­or­ges Man­del, der von den Na­zis ver­folgt und in­ter­niert wur­de, ei­ner brei­ten Öf­fent­lich­keit be­kannt zu ma­chen. Auch die­ser Fall mahnt uns, nie nach­zu­las­sen in der rück­halt­lo­sen Auf­ar­bei­tung des NS-Kunst­raubs, für den Deutsch­land Ver­ant­wor­tung trägt. “

Mar­cel Brül­hart sag­te: „Das Kunst­mu­se­um Bern hat­te sich nach reif­li­cher Über­le­gung für die An­nah­me der Erb­schaft Cor­ne­li­us Gur­litt ent­schie­den, um ei­nen Bei­trag für die Auf­ar­bei­tung des NS-Kunst­raubs und zur Mil­de­rung ge­sche­he­nen Un­rechts zu leis­ten. Ent­spre­chend freu­en wir uns über je­de Rück­ga­be ei­nes Wer­kes an die be­rech­ti­gen Er­ben im Nach­gang zu den auf­wän­di­gen For­schungs­ar­bei­ten. Ent­schei­dend ist am En­de aber nicht die Men­ge der Re­sti­tu­tio­nen, son­dern das ehr­li­che und en­ga­gier­te Be­mü­hen um die Klä­rung der Her­kunft sämt­li­cher Wer­ke des Kunst­fun­des Gur­litt“.

Das Team des Pro­jekts „Pro­ven­ienz­re­cher­che Gur­litt“ beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te hat­te das Werk im Ok­to­ber 2017 als NS-Raub­kunst iden­ti­fi­ziert. Ein win­zi­ges, re­pa­rier­tes Loch in dem Ge­mäl­de, das für das Por­trät aus dem Be­sitz Man­dels do­ku­men­tiert ist, führ­te die Pro­ve­ni­enz­for­scher auf die Spur des frü­he­ren Ei­gen­tü­mers. Mo­ni­ka Grüt­ters: „Der Er­folg der For­sche­rin­nen und For­scher, das Ge­mäl­de an­hand ei­nes klei­nen De­tails als NS-Raub­kunst zu iden­ti­fi­zie­ren, un­ter­streicht ein­mal mehr die enor­me Be­deu­tung der Pro­ve­ni­enz­for­schung. Es ist und bleibt un­se­re Ver­pflich­tung, die Her­kunft al­ler Kul­tur­gü­ter zu un­ter­su­chen, die mög­li­cher­wei­se NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­gen wur­den. Ge­ra­de weil es so auf­wän­dig ist, die Pro­ve­ni­en­zen der Ob­jek­te zwei­fels­frei zu klä­ren, gilt um­so mehr: Je­des Werk, das zu­rück­ge­ge­ben wer­den kann, trägt zur An­er­ken­nung der da­hin­ter ste­hen­den Op­fer­bio­gra­phien bei und ist ein wich­ti­ger As­pekt der Er­in­ne­rungs­po­li­tik. “

An der Über­ga­be des Ge­mäl­des im Gro­pi­us Bau nahm auch der Ge­sand­te der fran­zö­si­schen Bot­schaft, Guil­lau­me Ol­lagnier, teil. Die fran­zö­si­sche Kom­mis­si­on für die Ent­schä­di­gung der Op­fer von Ent­eig­nun­gen auf­grund der an­ti­se­mi­ti­schen Ge­setz­ge­bung wäh­rend der Ok­ku­pa­ti­ons­zeit (CIVS) hat­te den Bund bei der Kon­takt­auf­nah­me mit der Fa­mi­lie un­ter­stützt.

Das Kunst­mu­se­um Bern ist Er­be Cor­ne­li­us Gur­litts und da­mit des Kunst­funds Gur­litt. In ei­ner Ver­ein­ba­rung vom 24. No­vem­ber 2014 zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, dem Frei­staat Bay­ern und der Stif­tung Kunst­mu­se­um Bern war be­schlos­sen wor­den, dass die Pro­ve­ni­en­zen der über 1.500 Wer­ke er­forscht wer­den und der Bund NS-Raub­kunst an die Op­fer oder de­ren Nach­kom­men re­sti­tu­iert.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen un­ter www.kul­tur­gut­ver­lus­te.de

Tho­mas Cou­ture (1815-1879)
Por­trait ei­ner sit­zen­den jun­gen Frau, 1850–1855
Öl auf Lein­wand, 73,5 x 60,0 cm

Le­gat Cor­ne­li­us Gur­litt 2014

Re­sti­tu­ti­on an die Nach­fah­ren recht­mä­ßi­ge Er­ben von Ge­or­ges Man­del
Fo­to: Mick Vin­cenz © Kunst­mu­se­um Bern und Kunst- und Aus­stel­lungs­hal­le der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land GmbH

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Pres­se­stel­le BKM

Die Be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en

Do­ro­theen­stra­ße 84, 10117 Ber­lin

Te­le­fon: (030) 18 272-3281

Fax: (030) 18 272-3259

E-Mail:

In­ter­net: www.kul­tur­staats­mi­nis­te­rin.de

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Neue Förderrichtlinie betr.“Kulturgüter aus kolonialen Kontexten“ ist zum 1.1.2019 in Kraft getreten

Im Januar 2019 hat das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste entsprechend einem Beschluss des Stiftungsrates die Voraussetzungen für eine finanzielle Förderung von Projekten der Provenienzforschung zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten sowie thematische Grundlagenforschung geschaffen. Die entsprechende Förderrichtlinie (PDF, 142 KB) ist zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Ein neuer Förderbeirat für die Evaluierung von Projektanträgen wird eingerichtet. Für das Jahr 2019 stehen Fördermittel zur Verfügung.

Zugleich hat der neue Fachbereich „Kulturgüter aus kolonialen Kontexten“ seine Arbeit aufgenommen. Er befindet sich personell und organisatorisch noch im Aufbau; Erster Ansprechpartner ist der Historiker Dr. Jan Hüsgen.

Kulturgut aus kolonialen Kontexten findet sich in unterschiedlichen Museums- und Sammlungszusammenhängen, nicht nur in ethnologischen Museen. Der angemessene Umgang damit bedarf interdisziplinärer und internationaler Kooperationen.

Daher ist die Tätigkeit des Zentrums auf folgende Förderziele ausgerichtet:

  • der systematischen und nachhaltigen Aufarbeitung der Provenienzen von Kulturgut aus kolonialen Kontexten in öffentlichen Museen und Sammlungen, einschließlich Bibliotheken und Archiven, in Deutschland;
  • der Erforschung und Aufarbeitung grundlegender allgemeiner Fragen zu Kulturgut aus kolonialen Kontexten in öffentlichen Museen und Sammlungen, einschließlich Bibliotheken und Archiven, in Deutschland  (Grundlagenforschung);
  • der insbesondere digitalen, öffentlich zugänglichen Dokumentation der Forschungsergebnisse.

Darüber hinaus soll

  • das Bewusstsein für die Bedeutung der Provenienzforschung im Zusammenhang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten geschaffen und gestärkt werden,gerade auch in Einrichtungen, die mit diesem Thema noch keine oder wenig Erfahrung gesammelt  haben
  • die Entwicklung spezifischer Standards der Dokumentation und Publikation für Kulturgut aus kolonialen Kontexten gefördert werden;
  • der Wissenstransfer zwischen den sammelnden Einrichtungen sowie die Entwicklung und Stärkung nationaler und internationaler, die Herkunftsländer und -gesellschaften einbeziehenden Forschungsnetzwerke gefördert werden;
  • die Weitergabe der Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Projekten im Rahmen der Aus- und Weiterbildung gefördert werden.

Antragsberechtigt sind die Kulturgut sammelnden, bewahrenden und dazu forschenden Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft mit Sitz in Deutschland. Auch eine gemeinsame Antragsstellung mehrerer Einrichtungen ist möglich und erwünscht. Die Herkunftsländer bzw. -gesellschaften sollen in geeigneter und angemessener Form in die Projektplanung und -durchführung eingebunden werden. Bei der Auswahl der zu fördernden Projekte werden sich der Förderbeirat und der Vorstand des Zentrums an den Priorisierungsempfehlungen aus dem „Leitfaden zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“des Deutschen Museumsbundes orientieren.

Im Hinblick auf Verfahren, Fristen und Förderbedingungen gelten im Übrigen dieselben Regelungen wie bei der Provenienzforschung zu NS-Raubgut (z.B. Bundeshaushaltsordnung (PDF, 32 KB) und Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (PDF, 44 KB), insbesondere die Antragsfrist zum 1. Januar und 1. Juni eines jeden Jahres, beginnend mit dem 1. Juni 2019.

Stellenausschreibungen des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste im Fachbereich Kulturgut aus kolonialen Kontexten

Bei der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste ist ab 2019 die Stelle einer Fachbereichsleiterin / eines Fachbereichsleiters für den Fachbereich Kulturgut aus kolonialen Kontexten (m/w/d) befristet zunächst für zwei Jahre mit der Möglichkeit einer späteren, dauerhaften Beschäftigung in Vollzeit zu besetzen. Tätigkeitsort ist Berlin.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Magdeburg, die zum 1. Januar 2015 vom Bund, den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden gegründet wurde. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung im Hinblick auf Kulturgutverluste (insbesondere sogenannte „NS-Raubkunst“). Die Stiftung wird durch eine Zuwendung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Länder institutionell gefördert und unterliegt dem Haushalts- und Tarifrecht des Bundes. Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie unter www.kulturgutverluste.de.

Das Zentrum wird ab 2019 Forschungsprojekte fördern, die zur Aufarbeitung der Provenienzen von Kulturgut aus kolonialen Kontexten in öffentlichen Einrichtungen in Deutschland dienen. Dazu werden auch Projekte der Grundlagenforschung gehören. Vor diesem Hintergrund schafft das Zentrum einen neuen Fachbereich „Kulturgut aus kolonialen Kontexten“ in Berlin.

Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere:

  • Leitung des neuen Fachbereichs
  • Fachliche Leitung der Bearbeitung von wissenschaftlichen Fragen zum Arbeitsfeld
  • Initiierung, Ausgestaltung und Begleitung von nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kooperationen und Vernetzungen
  • Initiierung, Ausgestaltung und Begleitung von Kooperationsbeziehungen mit Partnerinstituten zur Förderung der wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung

Anforderungsprofil:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich der Ethnologie, Geschichte, Anthropologie, Archäologie oder eines vergleichbaren Studiengangs
  • sehr gute historische und/oder ethnologische und/oder archäologische Kenntnisse
  • sehr gute Kenntnisse im Bereich Kulturgut aus kolonialen Kontexten
  • verhandlungssichere Englischkenntnisse, Französischkenntnisse oder Kenntnisse in einer anderen, für den Bereich relevanten Sprache
  • Erfahrung im Projektmanagement im Kultur- und Wissenschaftsbereich
  • Erfahrung in der Mitarbeiterführung

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem dynamischen und flexiblen Team in einem interessanten und politisch sensiblen Aufgabengebiet
  • Vergütung nach E 14 (Bund) TVöD, sofern die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind
  • Zeitgemäße und flexible Modelle der Arbeitszeitgestaltung

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher fachlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste gewährleistet die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter.

Bitte senden Sie Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Beurteilungen) unter Angabe der Kennziffer 2018-01 bis zum 07.12.2018 ausschließlich elektronisch (in einer PDF-Datei) an die Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: ">.

Für inhaltliche Auskünfte zur Stellenausschreibung steht Ihnen Herr Prof. Lupfer unter 0351/49147550 gerne zur Verfügung.

Ihre Bewerbungsunterlagen werden nach Ablauf von sechs Monaten nach Beendigung des Bewerbungsverfahrens vernichtet.

Die Erstattung von Reisekosten aus Anlass von Vorstellungsgesprächen ist grundsätzlich nicht möglich.

Weitere Stellenausschreibungen für den neuen Fachbereich:

1. Januar 2019: Nächste Antragsfrist für Projekte Provenienzforschung

23.10.2018

Die nächs­te An­trags­frist für lang­fris­ti­ge For­schungs­pro­jek­te en­det am 1. Ja­nu­ar 2019. Ein­zel­fall­be­zo­ge­nen, kurz­fris­ti­gen For­schungs­be­darf för­dert das Zen­trum oh­ne Frist ganz­jäh­rig. Ne­ben öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen sind auch pri­vat ge­tra­ge­ne Ein­rich­tun­gen (z.B. Mu­se­en, Ar­chi­ve, Ver­ei­ne, Un­ter­neh­mens­samm­lun­gen) und Pri­vat­per­so­nen in Deutsch­land an­trags­be­rech­tigt.

Un­ab­hän­gig von ih­rem Wert kön­nen Kunst­wer­ke, Mö­bel, Bü­cher und sons­ti­ges Kul­tur­gut Ge­gen­stand der Un­ter­su­chung sein. Das Zen­trum för­dert sys­te­ma­ti­sche Be­stand­s­prü­fun­gen, Grund­la­gen­for­schung zum his­to­ri­schen Kon­text des NS-Kul­tur­gu­traubs so­wie die Er­schlie­ßung von Ar­chiv­be­stän­den und die Re­kon­struk­ti­on von pri­va­ten Samm­lun­gen oder Be­stän­den, die wäh­rend der NS-Herr­schaft ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­gen, auf­ge­teilt oder zer­stört wur­den.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur För­de­rung so­wie das ak­tu­el­le An­trags­for­mu­lar fin­den Sie hier.

Bei in­halt­li­chen und for­ma­len Fra­gen berät der Fach­be­reich Pro­ve­ni­enz­for­schung An­trag­stel­ler ger­ne per­sön­lich. Bit­te be­ach­ten Sie, dass auf­grund der Fei­er­ta­ge ei­ne Be­ra­tung nur bis zum 21. De­zem­ber 2018 in An­spruch ge­nom­men wer­den kann. Wen­den Sie sich hier­zu bit­te an:

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te
Cath­leen Tas­ler
Pro­jekt­be­ra­tung (öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen)
Hum­boldt­stra­ße 12
39112 Mag­de­burg
Te­le­fon: +49 (0) 391 727 763 21
Te­le­fax: +49 (0)391 727 763 6
E-Mail: 

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te
Dr. Dag­mar The­sing
Pro­jekt­be­ra­tung (pri­va­te Ein­rich­tun­gen und Pri­vat­per­so­nen)
Hum­boldt­stra­ße 12
39112 Mag­de­burg
Te­le­fon: +49 (0) 391 727 763 31
Te­le­fax: +49 (0)391 727 763 6
E-Mail: