Aktuelles

TAGUNG “VÖLKERSCHAU-OBJEKTE” vom 27.10. – 29.10.2020

Die Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck lädt in Kooperation mit dem Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) und der Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde zu einer interdisziplinären Tagung ein, die vom 27. bis 29. Oktober 2020 in Lübeck stattfindet.  HIER finden Sie das Programm Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung für den Eröffnungs-Vortrag in der Lesen Sie mehr

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste bewilligt in der zweiten Antragsrunde 2020 mehr als eine Million Euro für acht Forschungsprojekte im Bereich koloniale Kontexte

Jahr­hun­der­te­lang ha­ben eu­ro­päi­sche Mi­li­tärs, Wis­sen­schaft­ler und Kauf­leu­te Kul­tur- und All­tags­ob­jek­te, aber auch mensch­li­che Über­res­te aus den da­ma­li­gen Ko­lo­ni­en in ih­re Hei­mat­län­der ver­bracht. So kommt es, dass sich bis heu­te chi­ne­si­sche Bud­dha-Fi­gu­ren in Ost­fries­land be­fin­den und Schä­del aus In­do­ne­si­en im thü­rin­gi­schen Go­tha auf­be­wahrt wer­den. Wie sie in deut­sche In­sti­tu­tio­nen ge­lan­gen konn­ten, ob sie ge­kauft, ge­tauscht oder Lesen Sie mehr

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg restituiert Lavabokessel aus dem 16. Jahrhundert

Nach eingehendenden Provenienzrecherchen konnte das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg einen Lavabokessel aus dem 16. Jahrhundert, der 1934 in die Sammlung des Museums gelangt war, an den rechtmäßigen Erben restituieren. Der Verkauf des mittelalterlichen Gefäßes durch Bertha Goldschmidt, die einer bekannten jüdischen Familie aus Oldenburg angehörte, hatte einen NS-verfolgungsbedingten Hintergrund. Familie Goldschmidt war bereits Lesen Sie mehr

Vorfahren der Maori kehren nach Hause zurück

Auf Vermittlung des englischen Königshauses erhielt die Universität Göttingen im Jahr 1834 zwei tätowierte Maori-Schädel aus Neuseeland. Dorthin kehren sie nun wieder zurück: Am Donnerstag, 15. Oktober 2020, wurden die beiden Toi moko im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an der Universität Göttingen den Maori und dem Te Papa-Tongarewa-Museum in Wellington übergeben. Seit 1934 zählten die Lesen Sie mehr

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste lädt zur Herbstkonferenz 2020

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te wid­met sich seit sei­ner Grün­dung 2015 auch den Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in der So­wje­ti­schen Be­sat­zungs­zo­ne (SBZ) und in der DDR. 2016 be­fass­te sich be­reits ei­ne Herbst­kon­fe­renz mit die­sem The­ma; 2017 be­schloss dann der Stif­tungs­rat des Zen­trums, Grund­la­gen­for­schung in die­sem Be­reich zu er­mög­li­chen. 30 Jah­re nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ist es nun an der Zeit, Lesen Sie mehr

Kolloquium Provenienzforschung: Vortrag von Nadine Bauer – “Eine wirkliche Nutznießerin der Nazis” – Verortung der Kunsthändlerin Maria Dietrich

Anfang: 09.11.2020 Ende: 09.11.2020 Ort: bis auf Weiteres ausschließlich online Veranstalter: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste in Kooperation mit CARMAH (Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage) Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te lädt in Ko­ope­ra­ti­on mit CAR­MAH (Cen­tre for An­thro­po­lo­gi­cal Re­se­arch on Mu­se­ums and He­ri­ta­ge) zur Ver­an­stal­tungs­rei­he „Kol­lo­qui­um Pro­ve­ni­enz­for­schung“ des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te ein. Am Mon­tag, dem Lesen Sie mehr

LWL zeigt Wanderausstellung zur Provenienzforschung

Das Mu­se­um­samt des Land­schafts­ver­bands West­fa­len-Lip­pe (LWL) hat in Ko­ope­ra­ti­on mit dem LVR-Fach­be­reich Re­gio­na­le Kul­tu­r­ar­beit ei­ne Aus­stel­lung zur Pro­ve­ni­enz­for­schung er­ar­bei­tet, die in ins­ge­samt acht Mu­se­en Nord­rhein-West­fa­lens ab Sep­tem­ber 2020 prä­sen­tiert wird. Die Aus­stel­lung „Ge­schich­te der Din­ge. Zur Her­kunft von Ob­jek­ten in nord­rhein-west­fä­li­schen Samm­lun­gen“ wid­met sich in ins­ge­samt zehn Ka­pi­teln den un­ter­schied­li­chen Ent­zugs­kon­tex­ten (u.a. NS-ver­fol­gungs­be­ding­tem Ent­zug, Ko­lo­nia­lis­mus, Lesen Sie mehr

Kolloquium Provenienzforschung: „Naturkundliche Objekte aus kolonialen Kontexten – Erste Ansätze für die Provenienzforschung zu den Sammlungen des Berliner Botanischen Gartens und Museums”

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te lädt in Ko­ope­ra­ti­on mit CAR­MAH am 5. Ok­to­ber 2020 um 18 Uhr zum Kolloquium Provenienzforschung mit Kat­ja Kai­ser ein. Thema: „Naturkundliche Objekte aus kolonialen Kontexten – Erste Ansätze für die Provenienzforschung zu den Sammlungen des Berliner Botanischen Gartens und Museums” Am Montag, dem 5. Oktober 2020, um 18 Uhr hält Katja Lesen Sie mehr

Uni Bonn vergibt Promotionsstipendium im Bereich Provenienzforschung

10.09.2020 Die For­schungs­stel­le Pro­ve­ni­enz­for­schung, Kunst- und Kul­tur­gut­schutz­recht an der Uni­ver­si­tät Bonn ver­gibt zum 1. De­zem­ber 2020 ein Pro­mo­ti­onss­ti­pen­di­um im Be­reich Pro­ve­ni­enz­for­schung. Das Pro­mo­ti­ons­vor­ha­ben soll­te in der Pro­ve­ni­enz­for­schung oder in an­gren­zen­den The­men­be­rei­chen wie For­schun­gen zum Kunst- und Kul­tur­gü­ter­markt oder zur Ge­schich­te des Sam­melns an­ge­sie­delt sein und ei­nen en­gen the­ma­ti­schen Be­zug zum Bun­des­land Nord­rhein-West­fa­len bein­hal­ten. Das Sti­pen­di­um Lesen Sie mehr

Raub ohne Restitution? Die Justiz und die Rückerstattung von ‘arisiertem’ Vermögen

Die Auseinandersetzungen um Ernst-Ludwig Kirchners „Berliner Straßenszene“ oder um den „Fall Gurlitt“ haben einer breiteren Öffentlichkeit deutlich gemacht, wie präsent die Folgen der massenhaften Plünderung jüdischen Vermögens zwischen 1933 und 1945 noch immer sind. Deutsche Kulturinstitutionen betreiben 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und gut 20 Jahre nach der Verabschiedung der Washingtoner Prinzipien Lesen Sie mehr