Stellungnahme der Lehrenden des Instituts für Ethnologie der Universität Hamburg zum kommerziellen Handel mit menschlichen Überresten

Als Lehrende am Institut für Ethnologie der Universität Hamburg stellen wir uns hinter den Offenen Brief der Studierenden unseres Instituts. Dieser bezieht sich auf eine vor kurzem erfolgte Auktion in Würzburg, auf welcher auch menschliche Überreste zur Versteigerung angeboten wurden. Wir halten den kommerziellen Handel mit Schädeln und anderen menschlichen Überresten für ethisch nicht vertretbar. Die ethnologischen und anthropologischen Museen und die universitären Sammlungen haben sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den ethischen Aspekten des Umgangs mit menschlichen Überresten in ihren Sammlungen auseinandergesetzt und entsprechende Richtlinien aufgestellt. Wir erwarten, dass auch der Kunsthandel und die entsprechenden Verbände, (insbesondere der Bundesverband der Kunstversteigerer e.V.) sich diesen ethischen Herausforderungen stellen und Kunsthändler:innen und Auktionshäuser dazu anhalten vom Verkauf menschlicher Überreste abzusehen. 

Der Offene Brief des Fachschaftsrats Ethnologie findet sich unter dem Link: 

https://pad.riseup.net/p/r.5dbc0ae74b1024d4d7793a94d9d818fd

Erwähnt wird in dem Offenen Brief eine Auktion, dort konkret die Katalognummern 19, 20, 56: 

https://assets.tribal-art-auktion.de/downloads/catalogue222.pdf

Ansprechpartner:innen seitens des Instituts für Ethnologie der Universität Hamburg: 
Prof. Dr. J. Otto Habeck otto.habeck [at] uni-hamburg.de
Lena Borlinghaus-ter Veer, MA, lena.borlinghaus [at] uni-hamburg.de

Ansprechpartnerin seitens der Studierenden bzw. des Fachschaftsrats des Instituts für Ethnologie der Universität Hamburg: Vera Benter, BA, fsr.ethno [at] gmx.de 

Artikel-Informationen

22. November 2023