Jetzt registrieren: Digitale Herbstkonferenz des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste vom 17. bis 19. November 2021

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste lädt zur diesjährigen Herbstkonferenz. Thema der digitalen Tagung im November 2021 ist die oftmals vergessene Vorgeschichte zur aktuellen Diskussion um die Rückgabe von Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Die Konferenz untersucht die lange Geschichte des Protests gegen kolonialen Raub und der Forderungen nach Rückführung des kulturellen Erbes.

Die aktuelle Debatte um die Restitution von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten mag vergleichsweise neu erscheinen – doch Proteste gegen Entzug und Raub von Kulturgütern und menschlichen Überresten gab es bereits seit Beginn der kolonialen Expansion. Schon vor mehr als 100 Jahren haben Personen, Gruppen oder Staaten ihr Erbe vehement verteidigt und manchmal auch erfolgreich zurückgefordert. Wissenschaftler:innen aus dem Globalen Süden und Norden, Expert:innen aus Äthiopien und den Niederlanden, aus Deutschland und Ghana, Kolumbien oder den USA beleuchten solche historischen Rückgaben, erörtern Fallbeispiele, analysieren wichtige historische Momente und Dynamiken, fragen aber auch nach Motivlagen: Denn bedeutet Restitution wirklich immer Dekolonisation? Und was können wir aus der Geschichte von Protesten und Rückforderungen lernen?

Die Konferenz „The Long History of Claims for the Return of Cultural Heritage from Colonial Contexts“ wird vom 17. bis 19. November 2021 als virtuelle Konferenz und in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie dem Research Center for Material Culture of the National Museum of World Cultures, the Netherlands veranstaltet.

Bitte registrieren Sie sich bis zum 16.11.2021 unter https://history-of-restitution.com. Dort finden Sie auch das vorläufige Tagungsprogramm. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.

Die aktive Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt, deshalb wird die Veranstaltung zusätzlich per Livestream auf dem YouTube-Kanal des Zentrums unter www.kulturgutverluste.de übertragen und ist so öffentlich und ohne Voranmeldung zugänglich. Im Nachgang der Konferenz werden die Tagungsbeiträge als Veranstaltungsdokumentation auch weiterhin zur Verfügung stehen. Überdies wird sich der vierte Band der wissenschaftlichen Schriftenreihe „Provenire“ des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste dieser Tagung widmen.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der internationalen Ausrichtung wird die Konferenzsprache Englisch sein, deutsche Beiträge werden übersetzt.

Für alle organisatorischen Fragen steht Ihnen Stefanie Kobow, Ansprechpartnerin für Veranstaltungen beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, unter +49 391/727 763-23 und  zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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In November, the German Lost Art Foundation will hold its annual autumn conference. This year, the event will be dedicated to the often forgotten history preceding the current debate on the return of cultural goods and collections from colonial contexts. The conference examines the long history of resistance against colonial looting and of demands for the return of cultural heritage.

The current debate on how to engage with collections from colonial contexts may appear comparatively novel – but protests against the removal and theft of cultural property and human remains have already existed since the beginning of colonial expansion. Already more than 100 years ago, individuals, groups, and states defended their heritage and sometimes successfully reclaimed it. Researchers from the Global South and North, experts from Ethiopia and the Netherlands, Germany, Ghana, Colombia or the USA examine such historical returns, discuss case studies, analyse important historical moments and dynamics, but also ask about motivations: Does restitution really always mean decolonisation? And what can we learn from the history of protests and restitution? 

The conference, “The Long History of Claims for the Return of Cultural Heritage from Colonial Contexts” will be held online on November 17-19, 2021 in cooperation with the Stiftung Preußischer Kulturbesitz and the Research Center for Material Culture of the National Museum of World Cultures, the Netherlands.

Please register until November 16 via https://history-of-restitution.com. Here you can also access the preliminary conference programme. Participation is free of charge.

While the number of active attendants had to be limited, the conference will also be broadcast without registration via livestream on YouTube and www.kulturgutverluste.de. After the conference, an audio-visual event documentation including all presentations will be made available. Furthermore, the fourth volume of the Foundation’s publication series “Provenire” will be dedicated to the conference.

Please note: the conference language will be English; German contributions will be translated.

We would be delighted to welcome you as a participant. If you have any questions, please contact Stefanie Kobow on +49 391/727 763-23 or at 

We look forward to welcoming you!

Band 2 der “Veröffentlichungen des Netzwerks Provenienzforschung” erschienen: “Den Sammlern auf der Spur. Provenienzforschung zu kolonialen Kontexten am Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim 2017/18”.

Soeben ist Band 2 der Veröffentlichungen des Netzwerks Provenienzforschung von Sabine Lang und Andrea Nicklisch erschienen:

“Den Sammlern auf der Spur. Provenienzforschung zu kolonialen Kontexten am Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim 2017/18” behandelt Herkunft und Erwerbungsumstände von ethnografischen Objekten, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Rahmen der sog. “Dubletten”-Abgaben aus den Beständen des ehemaligen Königlichen Museums für Völkerkunde Berlin nach Hildesheim gelangten.

Der Band ist online sowie als book on demand hier verfügbar: https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/742

 

SKD veröffentlichen Projektergebnisse zur Rekonstruktion der Porzellansammlung Gustav von Klemperers

03.09.2021

Die Staat­li­chen Kunst­samm­lun­gen Dres­den ha­ben die Pro­jek­t­er­geb­nis­se zur Re­kon­struk­ti­on der Por­zel­lan­samm­lung des Dresd­ner Ban­kiers Gu­stav von Klem­pe­rer nach zwei Jah­ren Pro­jekt­lauf­zeit auf ei­ner ei­ge­nen Web­si­te on­line ver­öf­fent­licht.

Das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­te Pro­jekt wid­me­te sich die­ser kost­ba­ren und um­fang­rei­chen Kol­lek­ti­on, de­ren Schick­sal ex­em­pla­risch für das zahl­rei­cher jü­di­scher Samm­lun­gen in der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus steht und eng mit der In­sti­tu­ti­ons­ge­schich­te der Por­zel­lan­samm­lung der Staat­li­chen Kunst­samm­lun­gen Dres­den ver­knüpft ist. Zen­tra­les Ziel des Pro­jek­tes war es, die Ver­lust­we­ge der Por­zel­la­ne stück­genau zu er­mit­teln und sämt­li­che Ver­lus­te in der Lost Art-Da­ten­bank zu pu­bli­zie­ren.

Auf der Web­si­te galt es eben­so, das Ver­fol­gungs­schick­sal der Fa­mi­lie von Klem­pe­rer so­wie die Ge­schich­te der Fa­mi­lie und ih­re Be­deu­tung für die Stadt Dres­den dar­zu­stel­len. Wis­sen­schaft­ler:in­nen und Mit­glie­der der Fa­mi­lie von Klem­pe­rer be­rei­chern die Pro­jek­t­er­geb­nis­se un­ter an­de­rem mit Auf­sät­zen, Fil­men und Fo­tos.

Der an­ge­se­he­ne Dresd­ner Ban­kier Gu­stav von Klem­pe­rer (Ed­ler von Kle­menau) und sei­ne Frau Char­lot­te be­sa­ßen mit mehr als 900 Ob­jek­ten die wohl um­fang­reichs­te und be­deu­tends­te Pri­vat­samm­lung Meis­se­ner Por­zel­lans des 18. Jahr­hun­derts in Deutsch­land.

Al­le In­for­ma­tio­nen und Er­geb­nis­se fin­den Sie auf Deutsch und Eng­lisch ver­öf­fent­licht un­ter www.skd.mu­se­um/gu­stav-von-klem­pe­rer

 

Stellenanzeige Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in zur Schaffung der Online Plattform Digital Benin

Die Stiftung Museum am Rothenbaum sucht zum 1. Oktober 2021 für ein Jahr eine/einen Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in zur Schaffung der Online Plattform Digital Benin

Das Museum am Rothenbaum fördert die Wertschätzung für Kulturen und Künste der Welt. Es befasst sich mit gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart, in denen Themen wie koloniales Erbe, das Zusammenleben in einer globalisierten Gesellschaft und eine Öffnung der Museen für breitere Besucher*innenschichten eine zentrale Rolle spielen. Als Museum mit weltumspannenden Sammlungen und Wissensarchiven entwickelt es sich derzeit zu einem innovativen Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Forschungszentrum der Verflechtungsgeschichten und transkulturellen Kreativität.

Im Rahmen des durch die Ernst von Siemens Kunststiftung finanzierten Projektes Digital Benin. Zusammenführung der königlichen Kunstschätze eröffnete das MARKK ein internationales Projektbüro zur digitalen Zusammenführung der weltweit zerstreuten Kunstwerke aus dem ehemaligen Königreich Benin. Als beispielloses Wissensforum wird Digital Benin Objektdaten und zugehöriges Dokumentationsmaterial aus Sammlungen weltweit bündeln und somit den seit langem geforderten Überblick zu den im 19. Jh. geplünderten Hofkunstwerken ermöglichen. Ziel ist ein fundierter und nachhaltiger Bestandskatalog über Geschichte, kulturelle Bedeutung und Provenienz der Werke. Das Projekt deutscher, nigerianischer, europäischer und amerikanischer Expert*innen wird mit von der Ernst von Siemens Kunststiftung finanziert. Der Launch der Website Ende 2022 geplant.

Zu den Aufgaben gehören:
• Recherche und Beiträge zu Benin Objekt-, Archiv- und Datenbeständen von Institutionen weltweit
• Kommunikation mit den beteiligten Museen und Institutionen
• Enge Zusammenarbeit mit den nigerianischen Projektmitarbeiter*innen und Unterstützung in der Aufbereitung ihrer Forschungsergebnisse und Erhebungen für die digitale Präsentation
• Bereitschaft zu Reisetätigkeit nach Nigeria
• Aufbereitung u der eingeholten Daten; selbstständige Dateneingabe in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Programmierteam und der Projektleitung zur Vorbereitung der Online-Stellung.

Anforderungen:
• Abgeschlossenes Hochschulstudium (vorzugsweise Promotion ) in Sozial- und Kulturanthropologie (Ethnologie), globale Kunstgeschichte, Globalgeschichte, oder Afrikawissenschaften. Idealerweise mit Forschungserfahrung zu Kunst/Kultur/Geschichte des Königreichs Benin.
• Erfahrung in der Arbeit mit Datenbanken.
• Erfahrung in Objekt- und Archivrecherche
• Erfahrung in wissenschaftlicher Projektarbeit
• Interesse für Digital Humanities und Erfahrung in digitaler Kommunikation. Vertrautheit mit Prozessen digitaler Erschließung von Sammlungen, ausgehend von multiplen Nutzerperspektiven
• Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen; Email- und Onlinekommunikation
• Ausgesprochene Kommunikations- und Teamfähigkeit
• Ausgezeichnete Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Wir bieten:
• Eine Vergütung nach EG 13 TV-AVH
• Eine abwechslungsreiche und zukunftsweisende Mitwirkung an einem modellhaften Digital Humanities Projekt. Tätigkeit in einem sich diversifizierenden Team während eines besonderen Moments der Neupositionierung und Umgestaltung des Hauses
• einen Zuschuss zur HVV-Profi-Card

Das Museum am Rothenbaum begrüßt Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten, von People of Color sowie von Bewerber*innen mit Flucht- oder familiärer
Migrationsgeschichte. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt (der Einsatzort ist nur eingeschränkt barrierefrei).

Ihre schriftliche Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf senden Sie bitte bis zum 2.08.2021 per Email als single-PDF an (bitte beachten Sie die mögliche maximale Datenmenge von 20 MB) oder postalisch an das Museum am Rothenbaum, z. H. Frau Lapidus, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg.
Für Rückfragen steht Ihnen Barbara Plankensteiner zur Verfügung Tel. 040 428879-501

Wir weisen darauf hin, dass wir Bewerbungsunterlagen nicht zurücksenden. Falls Sie dies möchten, legen Sie bitte einen frankierten und adressierten Rückumschlag bei

Stellenausschreibung Provenienzforscher:in, Museum der Universität Tübingen

Das Museum der Universität Tübingen MUT sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Provenienzforscherin/einen Provenienzforscher (100 %, 13 TV‐L) für den kolonialen Kontext (w/m/d)

zur wissenschaftlichen Mitarbeit im Verbundprojekt „Prekäre Provenienz – Menschliche Überreste aus dem kolonialen Erbe Afrikas vor 1919 in wissenschaftlichen Sammlungen
Baden‐Württembergs“.
Die ausgeschriebene Vollzeitstelle wird vorbehaltlich der finalen Mittelbereitstellung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (Magdeburg) gefördert und ist zunächst auf zwölf
Monate befristet. Die federführende Leitung des Verbundprojekts liegt beim MUT, Projektpartner sind die Humanosteologische Sammlung der Universität Tübingen, das
Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart, das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe und das Linden‐Museum Stuttgart, assoziierter Partner ist das Uniseum Freiburg.

Das Aufgabengebiet umfasst die Durchführung des vom DZK geförderten Provenienzforschungsprojekts in Zusammenarbeit mit der Projektleitung und in engem
Austausch mit den Partnerinstitutionen, die systematische Sichtung und Erfassung von vorhandenen Inventarbüchern, Akten und sonstigen Dokumenten in den beteiligten
Institutionen, institutionenübergreifende Netzwerkforschung, Archivrecherchen, Aufbereitung der erarbeiteten Forschungsergebnisse, Eingabe in die Datenbank (TMS),
Datenlieferung an das DZK, Konzeption einer entsprechenden Online‐Stellung (Deutsch/Englisch/Französisch), Organisation von Arbeitssitzungen, Tagungen und weiteren Meetings mit Unterstützung des MUT‐Teams und einer studentischen Hilfskraft, Verfassen eines Projektberichts und des Verlängerungsantrags gemeinsam mit der Projektleiterin am MUT.

Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (vorzugsweise Promotion) in Geschichte, Kunstgeschichte, Sozial‐ und
Kulturanthropologie/Ethnologie, Kulturwissenschaft oder vergleichbaren Fächern, Erfahrung in wissenschaftlicher Projektarbeit, Fachwissen zur Geschichte des Sammelns in kolonialen Kontexten, Kenntnis einschlägiger Leitfäden und Richtlinien zu kolonialem Sammlungsgut und Human Remains, praktische Erfahrungen im Umgang mit Archiven und Quellenmaterial auf dem Gebiet der Provenienzrecherche, Erfahrung in der wissenschaftshistorischen Auswertung von zeitgenössischen Quellen und anderer Archivmaterialien zur deutschen Kolonialzeit, Vertrautheit mit Prozessen digitaler Erschließung von Sammlungen (Arbeit mit Objektdatenbanken), sehr gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft zu Dienstreisen.

Wünschenswert und von Vorteil sind Französisch‐Kenntnisse, eine ausgeprägte Kommunikations‐ und Teamfähigkeit sowie ein hohes Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf die besonderen Anforderungen der Aufgabe.

Wir bieten die Mitarbeit in einem dynamischen Team und eine verantwortungsvolle Forschung in einem Verbundprojekt zu einem aktuellen, politisch sensiblen Aufgabengebiet, die Vergütung nach TV‐L 13, eine nachhaltige Einarbeitung und Unterstützung durch erfahrene Kollegen und Kolleginnen.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Universität Tübingen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen um ihre Bewerbung.

Die Einstellung erfolgt durch die Zentrale Verwaltung. Eine Erstattung von Kosten aus Anlass der Bewerbung, insbesondere des Vorstellungsgespräches (wie Reise‐ und Übernachtungskoten), ist grundsätzlich nicht möglich.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bis zum 15. Mai 2021 in elektronischer Form (per E‐Mail in einem zusammenhängenden pdf) unter der Adresse
an den Direktor des Museums der Universität Tübingen, Professor Dr. Ernst Seidl. Für inhaltliche Auskünfte zur Stellenausschreibung steht Ihnen die Projektleiterin Frau Dr. Fabienne Huguenin unter oder 07071/29 74 127 gern zur Verfügung.

Verlängert bis 11. April: Call for Papers für die Herbsttagung 2021 des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

24.03.2021

Die dies­jäh­ri­ge Herbst­kon­fe­renz des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te wird vom 17.-19.11.2021 als vir­tu­el­le Kon­fe­renz und in Ko­ope­ra­ti­on mit der Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz und The Re­se­arch Cen­ter for Ma­te­ri­al Cul­ture of the Na­tio­nal Mu­se­um of World Cul­tu­res, the Net­her­lands statt­fin­den. The­ma der Kon­fe­renz mit dem Ti­tel “The Long His­to­ry of Claims for the Re­turn of Cul­tu­ral He­ri­ta­ge from Co­lo­ni­al Con­texts” ist die oft­mals ver­ges­se­ne Vor­ge­schich­te zur heu­ti­gen De­bat­te um die Rück­ga­be von Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten.

Ne­ben Vor­trä­gen von ge­la­de­nen Red­ner:in­nen wird es die­ses Jahr auch mög­lich sein, sich mit ei­nem ei­ge­nen Bei­trag um die Teil­nah­me zu be­wer­ben. Die Frist da­für wur­de nun bis zum 11. April 2021 ver­län­gert. Den aus­führ­li­chen Call for Pa­pers fin­den Sie hier. Er ent­hält auch al­le wei­te­ren wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen. Bit­te be­ach­ten Sie: Die Kon­fe­renz wird auf Eng­lisch statt­fin­den. Bei Rück­fra­gen wen­den Sie sich bit­te ger­ne an: con­fe­rence@kul­tur­gut­ver­lus­te.de.

Erste Online-Tagung im Bomann-Museum mit großer Resonanz sehr erfolgreich

Die Tagung fand im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts statt, das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und dem Lüneburgischen Landschaftsverband gefördert wird. Im Projekt wird unter anderem die Herkunft der Erwerbungen untersucht, die das Bomann-Museum in den Jahren 1933 bis 1945 im regionalen Kunsthandel tätigte. Dabei soll geklärt werden, ob sich darunter Kulturgut aus vormaligem jüdischem Besitz befindet, das nach 1933 unter Zwang verkauft oder enteignet wurde.

Für die Provenienzrecherche ergeben sich im Fall des regionalen Kunsthandels jedoch besondere Herausforderungen. Die Quellenlage ist nicht selten problematisch, wenn weder Auktions- und Verkaufskataloge noch Geschäftsunterlagen überliefert sind. Vor dieser Problematik steht allerdings nicht nur das Bomann-Museum, sondern auch andere Häuser bei Forschungen zur Herkunft ihrer dort erworbenen Bestände. Daher war es ein Ziel der Tagung, zur Vernetzung der Ergebnisse beizutragen und eine Diskussion darüber anzuregen, wie trotz schwieriger Quellenlage eine bestmögliche Recherche stattfinden kann.

Angesichts der Corona-Pandemie musste das Bomann-Museum erstmals eine Tagung komplett in digitaler Form realisieren. Obwohl insbesondere Beiträge zum Kunsthandel in Niedersachsen, Hamburg und Bremen Teil der Veranstaltung waren, fand sie weit darüber hinaus große Resonanz. Rund 130 Interessierte aus ganz Deutschland und teilweise dem europäischen Ausland nahmen daran teil. „Das sind mehr als doppelt so viele wie bei der letzten Tagung vor dreieinhalb Jahren“, zeigt sich Organisator Dr. des. Christopher Galler zufrieden.

Auch Museumsdirektor Dr. Jochen Meiners zeigte sich in seinem Grußwort sehr zufrieden mit der Resonanz: „Diese Reichweite hätten wir mit einem analogen Format wohl nicht erzielen können. Auch können Kolleginnen und Kollegen teilnehmen, die wegen der räumlich Distanz zum Tagungsort wohl nicht angereist wären.“

Den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Der Kunsthandel in Hannover: Bezugsquelle für die Sammlung des Bomann-Museums Celle“ hielt Projektbearbeiter Dr. des Christopher Galler. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des Bomann-Museums bis 1945 gab er einen ausführlichen Einblick die Forschungsergebnisse zu den Erwerbungen bei sechs Kunsthändlern aus Hannover. Besonders der Händler Emil Backhaus war durch seine Funktion als Vertrauensmann und Sachverständiger der Reichskammer der bildenden Künste am Entzug von Kulturgut beteiligt. Nicht selten kaufte er selbst Kunst und Antiquitäten an, die er zuvor aus dem Umzugsgut von Juden ausgeschlossen hatte, und überwies den Preis auf Sperrkonten. Schwierig gestaltet sich allerdings nach wie vor die konkrete Zuordnung von Objekten, wenn es sich um keine Unikate handelt oder sie in den Quellen nur rudimentär beschrieben sind.

Im folgenden Vortrag beleuchtete Dr. Johannes Schwartz, der als Provenienzforscher für die kulturgeschichtlichen Museen der Stadt Hannover zuständig ist, seine Ergebnisse am Beispiel von drei Kunsthändlern. Darunter war auch der bereits zuvor erwähnte Emil Backhaus, durch dessen Vermittlung ein Rokoko-Schrank aus dem Besitz der als Jüdin verfolgten Klara Berliner in den Bestand des Museums August Kestner gelangte. Weiterhin referierte er ausführlich zu den Händlern Erich Pfeiffer und Karl von der Porten, der einen jüdischen Adoptivvater hatte. Mit diesem hatte er sich jedoch überworfen und verdiente während der NS-Zeit selbst an der Versteigerung von jüdischem Eigentum.

Im Anschluss folgten mehrere kürzere Beiträge: Moderatorin Dr. Claudia Andratschke, die neben der Leitung des Netzwerkes auch für die Provenienzforschung am Landesmuseum Hannover zuständig ist, ergänzte die bereits genannten Erkenntnisse zum Kunsthandel in Hannover durch Beispiele aus ihrer eigenen Forschung. Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, die Direktorin des Museums Kunst der Westküste, referierte über die Provenienz eines Liebermann-Gemäldes, das seit 2016 im Bestand des von ihr geleiteten Museums ist. 1942 war es vom Städtischen Museum Braunschweig an den Kunsthändler Erich Pfeiffer veräußert worden und wurde im August 1943 zur Sicherung vor Bombenangriffen im Celler Schloss eingelagert. Dr. Christian Riemenschneider zeigte anschließend die Verbindungen des regionalen Kunsthandels zu den Museen in Südniedersachsen auf und berichtete dabei auch über den jüdischen Händler Henry Seligmann, der vor 1933 insbesondere erfolgreich mit Münzen handelte. Dr. Ulrike Schmiegelt-Rietig stellte Erkenntnisse zu dem in Hannover geborenen Kunsthändler Helmuth Rinnebach vor. Dieser betrieb in den 1920er Jahren in Hannover wohl nur kurzzeitig eine Kunsthandlung, spielte aber ab 1939 bei der Beschlagnahmung von Kunst im „Protektorat Böhmen und Mähren“ eine Rolle.

Das Nachmittagsprogramm begann mit einem Doppelvortrag von Dr. Kathrin Kleibl und Susanne Kiel, die am Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven tätig sind. Dort forschen sie zum Verbleib von jüdischem Umzugsgut, das nach Ausbruch des Krieges in den Häfen von Bremen und Hamburg verblieben war und zugunsten des Reiches „verwertet“ wurde. Dies geschah häufig durch Auktionen, so auch im Fall des Umzugsgutes von Hans Salomon, der in Celle bis 1938 das Herrenmodengeschäft Hasall betrieben hatte. Nicht wenige Kunst- und Antiquitätenhändler traten auf solchen Auktionen als Käufer auf. Ziel der Forschungen und Kleibl und Kiel ist umfangreiche Datenbank, mit der der Verbleib des Umzugsgutes recherchiert werden kann.

Der anschließende Vortrag von Dr. Brigitte Reuter thematisierte die Geschichte der 1938 gegründeten Hamburger Kunsthandlung F.K.A. Huelsmann. Das Händler-Ehepaar vermachte große Teile seiner Privatsammlung der Stadt Bielefeld, wo sie heute im Museum Huelsmann zu sehen ist. Im Verlauf ihres Bestehens entwickelte sich die Kunsthandlung für die Museen in Norddeutschland vor allem zu einer Bezugsquelle für hochwertige Silberobjekte. Der abschließende Beitrag von Dr. Annette Baumann zu den Händlern und Sammlern Herbert von Gravens und Otto Ralfs als Scouts der Avantgarde im Norden nahm dann noch einmal einen weiteren bedeutenden Aspekt des regionalen Kunsthandels in Hannover in den Blick.

Bereits im Verlauf der Veranstaltung kristallisierte sich im Chat der Wunsch heraus, die bisherigen Forschungserkenntnisse zu den Kunst- und Antiquitätenhandlungen und anderen Akteuren in einem Verzeichnis zusammenzuführen. Hierzu entwickelte sich auch eine rege Abschlussdiskussion. Ein solches Verzeichnis soll im Rahmen der geplanten Publikation der Tagungsbeiträge zunächst zu den Händlern und Firmen entstehen, die Gegenstand der Vorträge waren.

 

 004: Boden einer Fürstenberger Vase, 1942 beim Händler Emil Backhaus (Hannover) erworben,
© Bomann-Museum Celle
 003: Verladung im Hamburger Hafen,
© Gustav Werbeck/HHLA/Speicherstadtmuseum
 002: Werbeanzeige des Händlers Erich Pfeiffer aus dem Adressbuch der Stadt Hannover für 1942
 001: Blick in die erste Ausstellung der Galerie von Garvens (Hannover) im Oktober 1920,
© Herbert von Garvens- Garvensburg: Zwei Jahre Galerie von Garvens, Hannover 1922

Mehr Geld für die Provenienzforschung: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste erweitert seine Forschungsförderung

21.01.2021

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te er­hält 2021 ins­ge­samt 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr. Die zu­sätz­li­chen Mit­tel wer­den von der Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en, Prof. Mo­ni­ka Grüt­ters, zur Ver­fü­gung ge­stellt. Da­mit kann die Stif­tung im Jahr 2021 ih­re Mit­tel für die For­schung nach un­recht­mä­ßig ent­zo­ge­nem Kul­tur­gut er­neut er­hö­hen, wo­bei die För­de­rung der Er­mitt­lung von NS-Raub­gut auch künf­tig den weit­aus größ­ten An­teil mit nun­mehr gut 5 Mil­lio­nen Eu­ro aus­macht.

Prof. Dr. Gil­bert Lup­fer, Vor­stand des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te, be­grüß­te die Er­hö­hung: „Die­se Ent­schei­dung er­mög­licht es In­sti­tu­tio­nen und Pri­vat­per­so­nen in Deutsch­land, noch in­ten­si­ver als bis­her nach un­recht­mä­ßig ent­zo­ge­nem Kul­tur­gut zu for­schen. Und sie zeigt auch, dass die Pro­ve­ni­enz­for­schung und da­mit die Auf­ar­bei­tung ge­sche­he­nen Un­rechts wei­ter­hin ei­nen ho­hen Stel­len­wert in der Kul­tur­po­li­tik ge­nießt.“

Der Stif­tungs­rat des Zen­trums be­schloss in sei­ner jüngs­ten Sit­zung im De­zem­ber, die Richt­li­ni­en für die För­de­rung in den Be­rei­chen NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut so­wie Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten an­zu­pas­sen. Un­ter an­de­rem wur­de die ma­xi­ma­le För­der­sum­me für kurz­fris­ti­ge Pro­jek­te von 15.000 Eu­ro auf 25.000 Eu­ro er­höht. Im Be­reich NS-Raub­gut ist ei­ne För­de­rung von so­ge­nann­ten Erst­checks nun auch für Pri­vat­per­so­nen mög­lich. Mit ei­nem sol­chen Erst­check soll fest­ge­stellt wer­den, ob ein Ver­dacht auf NS-Raub­gut in ei­nem Saml­lungs­be­stand vor­liegt. So kann der Be­darf an ei­ner wei­ter­ge­hen­den, lang­fris­ti­gen Pro­ve­ni­enz­for­schung er­mit­telt oder aus­ge­schlos­sen wer­den. Auch für die Pro­ve­ni­enz­for­schung an Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten kön­nen nun Erst­check-Pro­jek­te ge­för­dert wer­den. Zu­dem kön­nen auch be­stimm­te pri­vat ge­tra­ge­ne Ein­rich­tun­gen in die­sem Be­reich künf­tig För­deran­trä­ge stel­len. Der Stif­tungs­rat be­schloss au­ßer­dem, die För­de­rung von Grund­la­gen­for­schung zu Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in SBZ und DDR für 2021 von bis­her bis zu 300.000 Eu­ro auf bis zu 500.000 Eu­ro zu er­hö­hen.

Der Stif­tungs­rats­vor­sit­zen­de Dr. Gün­ter Win­ands dank­te in der Sit­zung der bis­he­ri­gen Ku­ra­to­ri­ums­vor­sit­zen­den Dr. Ute Haug für ih­ren ho­hen Ein­satz und ihr großes En­ga­ge­ment für das Zen­trum. Die Be­set­zung des Ku­ra­to­ri­ums des Zen­trums wech­sel­te im No­vem­ber 2020 re­gu­lär nach fünf Jah­ren.

Das von Bund, Län­dern und kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den zum 01.01.2015 ge­grün­de­te Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg ist in Deutsch­land zen­tra­ler An­sprech­part­ner zu al­len Fra­gen un­recht­mä­ßig ent­zo­ge­nen Kul­tur­guts. Das Zen­trum wird von der Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en in­sti­tu­tio­nell ge­för­dert und er­hält hier­aus auch die Mit­tel für sei­ne Pro­jekt­för­de­rung. Das Haupt­au­gen­merk des Zen­trums gilt dem im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nen Kul­tur­gut, ins­be­son­de­re aus jü­di­schem Be­sitz. Da­ne­ben zäh­len Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten und kriegs­be­dingt ver­la­ger­te Kul­tur­gü­ter so­wie Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in der SBZ und DDR zu den Hand­lungs­fel­dern des Zen­trums. An­trä­ge für län­ger­fris­ti­ge Pro­jek­te kön­nen je­weils bis zum 1. Ja­nu­ar und 1. Ju­ni ei­nes Jah­res ein­ge­reicht wer­den.

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te

Stif­tung bür­ger­li­chen Rechts
Pres­se­stel­le
Hum­boldt­stra­ße 12 | 39112 Mag­de­burg
Te­le­fon +49 (0) 391 727 763 35
Te­le­fax +49 (0) 391 727 763 6
pres­se@kul­tur­gut­ver­lus­te.de
www.kul­tur­gut­ver­lus­te.de

Sonderausstellung Berlinische Galerie: “Provenienzen – Kunstwerke wandern” – virtuelle Angebote online!

Sonderausstellung der Berlinischen Galerie – Museum für Moderne Kunst Berlin (28.19.2020-16.8.2021)

„Die Kunstwerke wandern. Das war und ist ihr Schicksal, und niemals wird es sich ändern.“ Mit dieser grundlegenden Feststellung führte schon 1925 der Berliner Kunstkritiker Adolph Donath (1876 – 1937) in eine Beschreibung der Provenienzforschung ein.

Die Dimensionen dieses Forschungsfeldes bleiben Museumsbesucher*innen in der Regel verborgen. Heute dient es vorrangig dazu, NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut aufzuspüren. In Museen der Klassischen Moderne sind das Gemälde, Skulpturen oder Zeichnungen die jüdischen Verfolgten des Nationalsozialismus geraubt oder abgepresst worden sind. 

In Ausstellungen bietet sich nur selten Raum, die oft verschlungenen Pfade nachzuzeichnen, die einzelne Werke genommen haben. Wie facettenreich ihre Herkunftsgeschichten sein können, beschreibt die Ausstellung „Provenienzen. Kunstwerke wandern“ exemplarisch an einem 1912 entstandenen Selbstbildnis von Max Liebermann (1847 – 1935). Zugleich werden in einer Salonhängung selten oder noch nie gezeigte Werke aus der Sammlung der Berlinischen Galerie präsentiert.

Die Auswahl führt an die aktuell laufende Erforschung der Provenienz der Bestände heran. Über digitale Medien werden Recherchestände vermittelt, aber auch noch bestehende Wissenslücken dokumentiert. Es wird deutlich: Jedes Werk ist gewandert, und das Wissen um diese Wege erweitert den Blick auf die Kunst.

Künstler*innen (Auswahl): Ima Breusing (1886 – 1968), Lovis Corinth (1858 – 1925), Jacoba van Heemskerck (1876 – 1923), Ludwig von Hofmann (1861 – 1945), Martel Schwichtenberg (1896 – 1945), Felix Nussbaum (1904 – 1944)

Seit 2006 ist die Ermittlung von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut ein Arbeitsfeld der Berlinischen Galerie. Ab 2011 wurde es mit Mitteln des Landes Berlin möglich, kontinuierlich zu recherchieren. 2018 wurde die Provenienzforschung mit einer festen Wissenschaftler*innen-Stelle dauerhaft in die Museumsarbeit eingebunden.

Über https://berlinischegalerie.de/ausstellung/provenienzen/ gelangen Sie zu digitalen Angeboten rund um die Ausstellung (digitale Medienstation, virtueller Rundgang und Podcast). 

Neues Heft „Provenienz & Forschung“ zu Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten erschienen

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te hat ei­ne neue Aus­ga­be des Pe­ri­odi­kums „Pro­ve­ni­enz & For­schung“ ver­öf­fent­licht. In Heft 2/2020 geht es um Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten.

Zum In­halt:

Die Auf­ar­bei­tung des Ko­lo­nia­lis­mus ist seit 2018 ein er­klär­tes Ziel der deut­schen Kul­tur­po­li­tik. In die­sem Sin­ne wur­de der Auf­ga­ben­be­reich des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te um ei­nen neu­en Fach­be­reich er­wei­tert und seit 2019 mit der För­de­rung von Pro­jek­ten im Be­reich der Pro­ve­ni­enz­for­schung zu »Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten« be­gon­nen. Die­ses Heft bie­tet ei­nen ers­ten Ein­blick in ak­tu­el­le For­schungs­per­spek­ti­ven und stellt zen­tra­le Ak­teu­re der po­li­ti­schen und ge­sell­schaft­li­chen De­bat­te vor.

Heft 2/2020