Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

  • 2017-18: Projekt zur Erforschung der Erwerbungshintergründe ethnografischer Objekte aus der Sammlung, im Zusammenhang mit der Ausstellung “Mit 80 Objekten um die Welt”, durchgeführt von Dr. Andrea Nicklisch und Dr. Sabine Lang. Der Fokus lag auf der Provenienz von Objekten, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus dem Königlichen Museum für Völkerkunde Berlin (heute Ethnologisches Museum) an das damalige Städtische bzw. Roemer-Museum gelangt sind. Dies geschah im Tausch, als Geschenk oder durch Kauf. Das Gros der Gegenstände stammt aus kolonialen Zusammenhängen. So sammelten etwa Angehörige der sogenannten “Schutztruppen”, aber auch Zivilbeamte- teilweise im Auftrag und mit Hilfe einer gedruckten Anleitung – Ethnographica in den deutschen Kolonien in Afrika und Ozeanien. Objekte, die im Berliner Museum als bereits vorhanden eingeordnet wurden, bot man in speziellen Katalogen den ethnografischen Sammlungen und Museen im gesamten deutschen Reichsgebiet an. Aber auch Objekte, die in Kolonien anderer Länder gesammelt worden waren (z.B. in Indien), gelangten über das Königliche Museum für Völkerkunde nach Hildesheim (vgl. http://www.rpmuseum.de/de/ueber-uns/projekte/provenienzforschung.html).
  • 2018-21: Partner des vom Landesmuseum Hannover koordinierten und von der VolkswagenStiftung geförderten Verbundvorhabens “Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen” (PAESE); Teilprojekt zur Erforschung der ethnologischen Sammlung, durchgeführt von Dr. Sabine Lang. Vgl. PAESE.com und Sammlungsbiografien und Netzwerke – PAESE