Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste unterstützt als Stiftung bürgerlichen Rechts mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt ausdrücklich das klare gemeinsame Signal der Kultureinrichtungen Sachsen-Anhalts vom 16.4.2026 gegen eine nationalistisch ausgerichtete Kulturpolitik sowie die Position der Landesregierung.
Die im Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt formulierten Aussagen richten sich gegen die Arbeit des Zentrums, aber auch gegen die Provenienzforschung in Deutschland insgesamt – und treffen damit vor allem die Opfer von Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus, von Enteignungen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sowie von Gewalt und Unrecht in kolonialen Kontexten. Eine wissenschaftsbasierte Erinnerungskultur würde grundlegend in Frage gestellt.
Wir schließen uns daher der Stellungnahme der Kultureinrichtungen in unserem Sitzland an: „Die Freiheit der Kunst, die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und eine an demokratischen Werten orientierte Erinnerungskultur bleiben unverzichtbar.“