Termine

Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung. Impulse und Methoden“: III. Arbeiten mit Angehörigen in der Vermittlung

Von Donnerstag, 17.09.2026 bis

Ort: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung | Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Veranstalter: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung

Das Haus Bastian – Zentrum für Kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz lädt zum Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung. Impulse und Methoden” im Rahmen des Projekts „Kunst. Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ein. Der dritte Termin findet am 17. September 2026, von 15:00 bis 18:00 Uhr, im Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung statt.

III. Arbeiten mit Angehörigen in der Vermittlung

17.09.2026, 15:00 – 18:00 im Haus Bastian
Wie können Perspektiven von Angehörigen NS-Verfolgter sensibel in Bildungsarbeit eingebunden werden? Der Workshop beleuchtet biografisches Arbeiten in Provenienzforschung und Vermittlung. Vorgestellt werden Erfahrungen aus dem Projekt „Welche Stimme haben wir?“ der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen sowie aus dem Projekt „Kunst. Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten“.

Eintritt und Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Anmeldung wird empfohlen: https://www.smb.museum/veranstaltungen/detail/arbeiten-mit-angehoerigen-in-der-vermittlung-2026-09-17-150000-158206/

Weitere Termine des Arbeiteskreises: https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/haus-bastian-zentrum-fuer-kulturelle-bildung/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/arbeitskreis-objektgeschichten-erinnerung-und-vermittlung-impulse-und-methoden/

Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung. Impulse und Methoden“: IV. Vernetzte Erinnerung - transhistorische Vermittlung

Von Donnerstag, 26.11.2026 bis

Ort: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung | Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Veranstalter: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung

Das Haus Bastian – Zentrum für Kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz lädt zum Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung. Impulse und Methoden” im Rahmen des Projekts „Kunst. Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ein. Der vierte Termin findet am 26. November 2026, von 15:00 bis 18:00 Uhr, im Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung statt.

IV. Vernetzte Erinnerung – transhistorische Vermittlung

26.11.2026, 15:00 – 18:00 im Haus Bastian
Wir diskutieren, wie sich die verflochtenen Geschichten von Kolonialismus und Nationalsozialismus vermitteln lassen. Ein Praxisimpuls aus dem Projekt „Entangled Memories“ des Humboldt Forums zeigt Ansätze multiperspektivischer Bildungsarbeit.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe werden zentrale Erkenntnisse des Arbeitskreises zusammengeführt.

Eintritt und Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Anmeldung wird empfohlen: https://www.smb.museum/veranstaltungen/detail/vernetzte-erinnerung-transhistorische-vermittlung-abschluss-2026-11-26-150000-158207/

Weitere Termine des Arbeiteskreises: https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/haus-bastian-zentrum-fuer-kulturelle-bildung/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/arbeitskreis-objektgeschichten-erinnerung-und-vermittlung-impulse-und-methoden/

Wer bewahrt, wer entscheidet? - Eine Gesprächsreihe des Netzwerks “Koloniale Kontexte“

Von Donnerstag, 01.10.2026 bis

Wer bewahrt, wer entscheidet? Gesellschaftliche Verantwortung (nicht nur) im Umgang mit kolonialem Wissen

Oktober 2026, Berlin
Archive: Macht, Politik, Erinnerung

November 2026, Leipzig
Museen: Digitalisierung, KI, Datenrechte

Januar 2027, Hamburg
Bibliotheken: Neutralität, Demokratie, Meinungsfreiheit

Februar 2027, Frankfurt
Fotografie: Bilder, Digitalität, Öffentlichkeit

Für weitere Informationen siehe hier: Veransaltungsreihe_Flyer_NKK

„Provenienzforschung und Quellen“ in der Diskursreihe „Provenienz und Vermittlung im Gespräch“

Von Mittwoch, 26.08.2026 bis

Ort: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung | Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Veranstalter: Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

In vier öffentlichen Abendveranstaltungen am Haus Bastian- Zentrum für kulturelle Bildung bringt die Diskursreihe Expert:innen aus Forschung, musealer Praxis und Vermittlung zusammen. Gemeinsam kommen wir in einem transdisziplinären Austausch über aktuelle Forschungsstände sowie innovative Ausstellungs- und Vermittlungsansätze ins Gespräch. Unter anderem wird diskutiert: Mit welchen Quellen und unter welchen strukturellen Bedingungen arbeitet die Provenienzforschung? Welche Potenziale hat ihre Vermittlung und Diskussion für eine breiteren Öffentlichkeit? Welche Verbindungen und Allianzen kann es zwischen Vermittlung und Provenienzforschung geben? Vor welchen (politischen) Herausforderungen steht sie? Welche Möglichkeiten und Praktiken im Ausstellungsraum gibt es, und welche Geschichten können und sollten erzählt werden?

Wie können wir über den thematischen Rahmen des Projektes „Kunst, Raub und Rückgabe“ hinaus die historischen Verflechtungskontexte von Nationalsozialismus und Kolonialismus hinsichtlich Provenienzforschung und Vermittlung zusammendenken?

„Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ist ein Projekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung.“

Weitere Informationen unter https://www.smb.museum/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/provenienz-und-vermittlung-im-gespraech/ 

Teilnahme kostenfrei
Anmeldung empfohlen

„Politische Bildung und Provenienzforschung unter kulturpolitischem Druck“ in der Diskursreihe „Provenienz und Vermittlung im Gespräch“

Von Mittwoch, 23.09.2026 bis

Ort: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung | Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Veranstalter: Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

In vier öffentlichen Abendveranstaltungen am Haus Bastian- Zentrum für kulturelle Bildung bringt die Diskursreihe Expert:innen aus Forschung, musealer Praxis und Vermittlung zusammen. Gemeinsam kommen wir in einem transdisziplinären Austausch über aktuelle Forschungsstände sowie innovative Ausstellungs- und Vermittlungsansätze ins Gespräch. Unter anderem wird diskutiert: Mit welchen Quellen und unter welchen strukturellen Bedingungen arbeitet die Provenienzforschung? Welche Potenziale hat ihre Vermittlung und Diskussion für eine breiteren Öffentlichkeit? Welche Verbindungen und Allianzen kann es zwischen Vermittlung und Provenienzforschung geben? Vor welchen (politischen) Herausforderungen steht sie? Welche Möglichkeiten und Praktiken im Ausstellungsraum gibt es, und welche Geschichten können und sollten erzählt werden?

Wie können wir über den thematischen Rahmen des Projektes „Kunst, Raub und Rückgabe“ hinaus die historischen Verflechtungskontexte von Nationalsozialismus und Kolonialismus hinsichtlich Provenienzforschung und Vermittlung zusammendenken?

„Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ist ein Projekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung.“

Weitere Informationen unter https://www.smb.museum/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/provenienz-und-vermittlung-im-gespraech/ 

Teilnahme kostenfrei
Anmeldung empfohlen

Gespräch „Auf den Spuren des 'Boxerkrieges' im Museum“

Von Freitag, 25.09.2026 bis

Ort: Mechanische Arena im Foyer | Humboldt Forum | Schloßplatz, 10178 Berlin
Veranstalter: u.a. das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Palastmuseum in Peking

Im Humboldt Forum Berlin wird der Research Guide „Tracing Loot from the Boxer War in China“ am 25. September ab 16:30 Uhr vorgestellt.

Die Geschichte deutscher Museen ist eine Geschichte kolonialer Verflechtungen. Dies gilt nicht nur für die ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika oder im Pazifik, sondern auch für China. Während des sogenannten „Boxerkriegs“ (1900–1901) beteiligte sich das Deutsche Kaiserreich an der internationalen Militärintervention gegen die antiimperialistische Yihetuan-Bewegung und entsendete rund 20.000 Soldaten nach China. Im Verlauf des Krieges gelangten unzählige Kunst- und Kulturgüter aus privaten, öffentlichen und kaiserlichen Beständen nach Deutschland – vielfach als Folge von gewaltsamen Aneignungen und Plünderungen.

125 Jahre nach der Unterzeichnung des sogenannten „Boxerprotokolls“, das den Krieg 1901 unter den Bedingungen der ausländischen Mächte beendete, rückt dieses Kapitel der deutsch-chinesischen Geschichte erneut in den Blick. Die Erforschung der Herkunft der damals geplünderten Objekte eröffnet neue Perspektiven auf die Entstehung unserer Sammlungen und macht sichtbar, wie eng Museen mit globalen historischen Entwicklungen und kolonialen Machtverhältnissen verbunden sind.

Provenienzforschung trägt dazu bei, die koloniale Vergangenheit Deutschlands in China wissenschaftlich aufzuarbeiten und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart nachzuvollziehen. Sie schafft Transparenz über die Wege von Objekten in unsere Sammlungen und bildet eine wichtige Grundlage für den Austausch mit chinesischen Partner:innen.

Seit 2022 haben sieben deutsche Museen, darunter das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, gemeinsam mit dem Palastmuseum in Peking ihre Sammlungsbestände auf Objekte aus dem Kontext des „Boxerkriegs“ untersucht. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, wie sich Kulturgüter identifizieren lassen, die während des Krieges nach Deutschland gelangten, und wie ihre Geschichte heute aufgearbeitet werden kann. Aus dieser Zusammenarbeit ist der Research Guide „Tracing Loot from the Boxer War in China“ entstanden. Er bietet Museen und Sammlungen einen praxisnahen Einstieg in die Provenienzforschung zu Beständen aus dem Kontext des sogenannten „Boxerkriegs“.

Im Gespräch mit den beteiligten Museen, Wissenschaftler:innen und dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste wird dieser Research Guide am 25. September erstmalig in Deutschland vorgestellt. Die Provenienzforscherin und Projektleiterin Christine Howald spricht mit Jan Hüsgen, Thoralf Klein und am Projekt beteiligten Kurator:innen über Forschungsansätze, zentrale Erkenntnisse und die Herausforderungen der Erforschung von Plündergut aus dem „Boxerkrieg“ – nicht nur in musealen Sammlungen. Denn die koloniale Geschichte des „Boxerkriegs“ begegnet uns nicht allein in Museen, sondern ebenso in privaten Sammlungen, Familiennachlässen und Alltagsobjekten – und ist damit Teil einer gemeinsamen Geschichte, deren Aufarbeitung uns alle angeht.

Alle Informationen unter: https://www.humboldtforum.org/de/programm/termin/gespraech/auf-den-spuren-des-boxerkrieges-im-museum-168557/ 

„Unsichtbare Geschichten im Museum“ in der Diskursreihe „Provenienz und Vermittlung im Gespräch“

Von Mittwoch, 14.10.2026 bis

Ort:

Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung | Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Veranstalter:

Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

In vier öffentlichen Abendveranstaltungen am Haus Bastian- Zentrum für kulturelle Bildung bringt die Diskursreihe Expert:innen aus Forschung, musealer Praxis und Vermittlung zusammen. Gemeinsam kommen wir in einem transdisziplinären Austausch über aktuelle Forschungsstände sowie innovative Ausstellungs- und Vermittlungsansätze ins Gespräch. Unter anderem wird diskutiert: Mit welchen Quellen und unter welchen strukturellen Bedingungen arbeitet die Provenienzforschung? Welche Potenziale hat ihre Vermittlung und Diskussion für eine breiteren Öffentlichkeit? Welche Verbindungen und Allianzen kann es zwischen Vermittlung und Provenienzforschung geben? Vor welchen (politischen) Herausforderungen steht sie? Welche Möglichkeiten und Praktiken im Ausstellungsraum gibt es, und welche Geschichten können und sollten erzählt werden?

Wie können wir über den thematischen Rahmen des Projektes „Kunst, Raub und Rückgabe“ hinaus die historischen Verflechtungskontexte von Nationalsozialismus und Kolonialismus hinsichtlich Provenienzforschung und Vermittlung zusammendenken?

„Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ist ein Projekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung.“

Weitere Informationen unter https://www.smb.museum/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/provenienz-und-vermittlung-im-gespraech/ 

Teilnahme kostenfrei
Anmeldung empfohlen

„Voneinander lernen und gemeinsam agieren: Provenienzforschung und Vermittlung zu NS und Kolonialismus zusammendenken“ in der Diskursreihe „Provenienz und Vermittlung im Gespräch“

Von Montag, 16.11.2026 bis

Ort: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung | Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Veranstalter: Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste

In vier öffentlichen Abendveranstaltungen am Haus Bastian- Zentrum für kulturelle Bildung bringt die Diskursreihe Expert:innen aus Forschung, musealer Praxis und Vermittlung zusammen. Gemeinsam kommen wir in einem transdisziplinären Austausch über aktuelle Forschungsstände sowie innovative Ausstellungs- und Vermittlungsansätze ins Gespräch. Unter anderem wird diskutiert: Mit welchen Quellen und unter welchen strukturellen Bedingungen arbeitet die Provenienzforschung? Welche Potenziale hat ihre Vermittlung und Diskussion für eine breiteren Öffentlichkeit? Welche Verbindungen und Allianzen kann es zwischen Vermittlung und Provenienzforschung geben? Vor welchen (politischen) Herausforderungen steht sie? Welche Möglichkeiten und Praktiken im Ausstellungsraum gibt es, und welche Geschichten können und sollten erzählt werden?

Wie können wir über den thematischen Rahmen des Projektes „Kunst, Raub und Rückgabe“ hinaus die historischen Verflechtungskontexte von Nationalsozialismus und Kolonialismus hinsichtlich Provenienzforschung und Vermittlung zusammendenken?

„Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten” ist ein Projekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung.“

Weitere Informationen unter https://www.smb.museum/veranstaltungen/veranstaltungsreihe/provenienz-und-vermittlung-im-gespraech/ 

Teilnahme kostenfrei
Anmeldung empfohlen

#4 Sitzung: 'Neutralität' in Wissenschaft und Kultur – Eine juristische Einordnung

Von Donnerstag, 17.09.2026 bis

In der Reihe “Resilienz” der Initiative Provenienzforschung stärken! findet am 17. September 2026 die 4. Sitzung statt. Mit dieser Reihe eröffnet vor dem Hintergrund zunehmender Angriffe auf die Provenienzforschung durch rechtsextreme Kulturpolitik die Initiative Provenienzforschung stärken! in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste den Raum, um im direkten Gespräch mit externen Referent:innen für aktuelle Entwicklungen zu sensibilisieren, deren Hintergründe einzuordnen und insbesondere konkrete Handlungs- und Strategiemöglichkeiten aufzuzeigen. Wir befassen uns dieses Mal – in Präsenz in Berlin – mit der juristischen Perspektive auf ‘Neutralität’. 

#4 Sitzung: ‘Neutralität’ in Wissenschaft und Kultur – Eine juristische Einordnung

Donnerstag, 17. September 2026, 17:30–19:00 Uhr, Seydelstraße 18, 10117 Berlin (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste)

Im Kontext zunehmender politischer Angriffe auf Wissenschafts- und Kultureinrichtungen wird der Vorwurf mangelnder ‚Neutralität‘ häufig genutzt, um Forschungsinhalte, öffentliche Stellungnahmen oder institutionelles Handeln infrage zu stellen und zu diffamieren. Doch was bedeutet politische ‘Neutralität’ aus juristischer Perspektive tatsächlich? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für Wissenschaftler:innen, Museen und Forschungseinrichtungen? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Wissenschaftsfreiheit, öffentlicher Positionierung und der Wahrung demokratischer Grundwerte?

Zur Einordnung dieser Fragen freuen wir uns, den Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Cremer zu begrüßen. Ausgehend von aktuellen Debatten und einem Praxisbeispiel wird er im Gespräch mit der Provenienzforscherin und stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitskreis Provenienzforschung, Lisa Kern, die rechtlichen Grundlagen des Neutralitätsbegriffs erläutern und aufzeigen, welche Handlungsspielräume Wissenschafts- und Kultureinrichtungen besitzen. Im Anschluss werden im gemeinsamen Austausch die Bedeutung dieser Fragen für die Provenienzforschung diskutiert und Herausforderungen sowie mögliche Strategien im Umgang mit entsprechenden Vorwürfen und Angriffen reflektiert.

Wolfram Cremer ist Rechtswissenschaftler sowie Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Fachgebiete und Forschungsinteressen sind das nationale Verfassungsrecht, insbesondere die Grundrechte, das Europarecht mit Schwerpunkten im Bereich des europäischen Wirtschaftsrechts und des Rechtsschutzes sowie das Energie-, Umwelt- und Bildungsrecht. Auf diesen Gebieten hat er zahlreiche Aufsätze und Monographien publiziert.

Anmeldung bis 01. September 2026 an:

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt. Bitte melden Sie sich verbindlich an, da der Veranstaltungsort ein begrenztes Platzkontingent hat.

Wir behalten uns vor, unser Hausrecht auszuüben und Personen, die sich rechtsextrem, rassistisch, antisemitisch oder anderweitig menschenverachtend äußern, den Zutritt oder Verbleib im Raum dieser Veranstaltungen zu verwehren.

Teilen Sie uns gerne mit, wie wir die Veranstaltung nach unseren Möglichkeiten für Sie barriereärmer gestalten können.

Tagung „Provenienz jüdischer Objekte erforschen und vermitteln“

Von Montag, 31.08.2026 bis Dienstag, 01.09.2026

Ort: Hochschule Harz | Festsaal, Domplatz 16 | Halberstadt
Veranstalter: Moses Mendelssohn Akademie und Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur

Die Moses Mendelssohn Akademie und das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur laden zur Tagung „Provenienz jüdischer Objekte erforschen und vermitteln“ am 31. August und 1. September nach Halberstadt.

Eine Tagung organisiert im Rahmen des Projekts „Erforschung von Objekten vermeintlich jüdischer Herkunft – die Tiefenprüfung nach dem Erstcheck“, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.

Das Tagungsprogramm zum Download: 

Das Tagungsprogramm online: https://berendlehmannmuseum.de/fachtagung-provenienzforschung/ 

Anmeldung zur Tagung und den Workshops bis 24.08.2026 an Eva-Maria Thiele:

16. Konferenz Zugang gestalten! „Geschichtspolitik und Erinnerung“

Von Mittwoch, 30.09.2026 bis Freitag, 02.10.2026

Ort: Staatsbibliothek zu Berlin | Standort: Potsdamer Straße 33
Veranstalter: Konferenzreihe „Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“

Wie gehen Einrichtungen des Kulturerbes mit den Zeugnissen der Vergangenheit um? Nutzen sie diese, um bestimmte Sichtweisen historischer Entwicklungen zu stützen, oder überlassen sie die Bewertung den Nutzenden und ermöglichen vor allem den Zugang zu den Quellen? Während Museen mit kuratierten Ausstellungen häufig stärker interpretierend arbeiten, verstehen sich Archive und Bibliotheken traditionell eher als Einrichtungen, die sich auf den Zugang zu ihren Beständen konzentrieren. Diese Rollenverteilung gerät jedoch unter Druck, wenn es um ein schwieriges Erbe – etwa rassistische oder antisemitische Zeugnisse – geht: Archive werden kritisiert, wenn sie scheinbar ungefilterten Zugang gewähren, während zugleich geschichtspolitische Eingriffe in Kulturerbeeinrichtungen kontrovers diskutiert werden. Besonders sichtbar wird dies derzeit in den USA, wo unter der Trump-Regierung Archiven und Museen neue geschichtspolitische Vorgaben gemacht und sogar historische Zeugnisse entfernt werden. Doch auch in Deutschland verändern sich Deutungen der Vergangenheit und damit Erwartungen an Museen, Archive und Bibliotheken. Ihnen wird großes Vertrauen entgegengebracht, Zeugnisse der Vergangenheit verantwortungsvoll zu präsentieren – zugleich zeigt etwa der gerichtlich untersagte Versuch der Stadtbücherei Münster, umstrittene Bücher mit Einordnungshinweisen zu versehen, wie sensibel solche Positionierungen sein können.

Diese Fragen berühren unmittelbar auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen Kulturerbeeinrichtungen handeln. Insbesondere das Urheberrecht beeinflusst maßgeblich, welche Zeugnisse der Vergangenheit in welcher Form präsentiert oder digital zugänglich gemacht werden können. Gerade bei Quellen, deren Schutzfristen noch nicht abgelaufen sind oder deren Rechtsstatus unklar bleibt, entstehen häufig Lücken in der digitalen Überlieferung. Dadurch können unbeabsichtigte Verzerrungen des Geschichtsbildes entstehen, wenn bestimmte Materialien aus rechtlichen Gründen nicht oder nur eingeschränkt sichtbar sind. Die Reflexion über solche – nicht intendierten, aber faktisch wirksamen – Effekte des Rechts auf Erinnerungskultur und Geschichtsbilder prägt diese Konferenzreihe von Beginn an und wird auch im Jahr 2026 erneut im Mittelpunkt stehen.

Weitere Informationen unter https://zugang-gestalten.org/konferenzen/2026-geschichtspolitik-und-erinnerung/ 

5. Internationale Fachtagung Provenienzforschung Technisches Kulturgut 14.–16.10.2026 am Deutschen Optischen Museum in Jena

Von Mittwoch, 14.10.2026 bis Freitag, 16.10.2026

Vom 14. bis zum 16. Oktober wird die 5. Internationale Fachtagung zur Provenienzforschung im Bereich Technisches Kulturgut in Jena veranstaltet. Das Rahmenthema dieses Jahr lautet “Handeln, Sammeln und Wissenstransfer. Wissenschaftliche Instrumente und Zeitmessgeräte”.

Hier finden Sie das Tagungsprogramm mit den dem Zeitplan der Veranstaltung und den Abstracts der einzelnen Vorträge: 

Programm und Book of Abstracts 5. Fachtagung Provenienzforschung TKG 2026