
Die Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt und die Moses Mendelssohn Stiftung laden zur Konferenz „Geraubte Bücher: Zur restlosen Verwertung des Vermögens deportierter Juden und deren Büchern als letztes Zeugnis ihrer Identität“ am 9. September nach Halberstadt.
Die Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt hat über drei Jahre ein Konvolut von Büchern erforscht, das nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bei Aufräumarbeiten in der Synagoge am Fraenkelufer in Berlin gefunden worden ist. In diesen Büchern fanden sich über 300 Namen – viele davon gehören deportierten Jüdinnen und Juden, deren Vermögen enteignet und systematisch verwertet wurde.
Dank wissenschaftlicher Recherchen konnte für einige dieser Personen der bürokratische Prozess der Vermögensentziehung und -enteignung nachgezeichnet werden. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Provenienzforschung zu Büchern, einem Forschungsfeld, das bislang überwiegend aus der Perspektive von Bibliotheken betrachtet wurde .
Bitte melden Sie sich unter der Email: an. Mit der Anmeldung ist eine Verpflegungspauschale in Höhe von 30 Euro auf das Konto der Moses Mendelssohn Akademie zu überweisen:
Harzsparkasse
IBAN DE08 8105 2000 0901 0801 79
Verwendungszweck: Buchprojekt Ernst Wolff LA02.12021VA1
Konferenzprogramm zur Ansicht/ zum Download
Projekt der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt:
- Buchbestand Ernst Wolff-Forschungen zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut (September 2021 bis September 2025)
- Erforschung von Objekten vermeintlich jüdischer Herkunft in der Fläche von Sachsen-Anhalt – die Tiefenprüfung nach dem Erstcheck (2024)
- Rekonstruktion des Inventars der Halberstädter Barocksynagoge (September 2017 bis Mai 2021)