Long History of Restitution

Von Mittwoch, 17.11.2021 bis Freitag, 19.11.2021

Sehr geehrte Kolleg:innen, liebe Interessierte,

wir freuen uns, Sie zur diesjährigen Herbstkonferenz des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste einladen zu können. Thema der digitalen Tagung im November 2021 ist die oftmals vergessene Vorgeschichte zur aktuellen Diskussion um die Rückgabe von Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Die Konferenz untersucht die lange Geschichte des Protests gegen kolonialen Raub und der Forderungen nach Rückführung des kulturellen Erbes.

Die aktuelle Debatte um die Restitution von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten mag vergleichsweise neu erscheinen – doch Proteste gegen Entzug und Raub von Kulturgütern und menschlichen Überresten gab es bereits seit Beginn der kolonialen Expansion. Schon vor mehr als 100 Jahren haben Personen, Gruppen oder Staaten ihr Erbe vehement verteidigt und manchmal auch erfolgreich zurückgefordert. Wissenschaftler:innen aus dem Globalen Süden und Norden, Expert:innen aus Äthiopien und den Niederlanden, aus Deutschland und Ghana, Kolumbien oder den USA beleuchten solche historischen Rückgaben, erörtern Fallbeispiele, analysieren wichtige historische Momente und Dynamiken, fragen aber auch nach Motivlagen: Denn bedeutet Restitution wirklich immer Dekolonisation? Und was können wir aus der Geschichte von Protesten und Rückforderungen lernen?

Die Konferenz „The Long History of Claims for the Return of Cultural Heritage from Colonial Contexts“ wird vom 17. bis 19. November 2021 als virtuelle Konferenz und in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie dem Research Center for Material Culture of the National Museum of World Cultures, the Netherlands veranstaltet.

Bitte registrieren Sie sich bis zum 16.11.2021 unter https://history-of-restitution.com. Dort finden Sie auch das vorläufige Tagungsprogramm. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.

Die aktive Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt, deshalb wird die Veranstaltung zusätzlich per Livestream auf dem YouTube-Kanal des Zentrums unter www.kulturgutverluste.de übertragen und ist so öffentlich und ohne Voranmeldung zugänglich. Im Nachgang der Konferenz werden die Tagungsbeiträge als Veranstaltungsdokumentation auch weiterhin zur Verfügung stehen. Überdies wird sich der vierte Band der wissenschaftlichen Schriftenreihe „Provenire“ des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste dieser Tagung widmen.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der internationalen Ausrichtung wird die Konferenzsprache Englisch sein, deutsche Beiträge werden übersetzt.

Für alle organisatorischen Fragen steht Ihnen Stefanie Kobow, Ansprechpartnerin für Veranstaltungen beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, unter +49 391/727 763-23 und  zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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