
Im Rahmen der Jüdischen Woche in Leipzig findet am 25. Juni 2026, 18-19:30 Uhr folgende Veranstaltung statt:
Film, Vortrag & Diskussion zur Ausraubung von jüdischem Eigentum in der NS-Zeit und der Herausforderung der Provenienz-Forschung
“Vergiftetes Erbe – Auf der Suche nach jüdischen Eigentümern”, Arte Doku 2023 (35 Min.)
mit Sharon Adler, Vorständin der Stiftung „Zurückgeben“, Stiftung zur Förderung jüdischer Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, Berlin
Zum Inhalt der Doku: Der NS-Staat versteigerte auf sogenannten „Juden-Auktionen“ den enteigneten Besitz emigrierter und deportierter Jüdinnen und Juden. So auch 1941 in Karlsruhe eine Halskette. Woher sie kam, darüber schwieg der Käufer in seiner Familie. Nach seinem Tod suchte seine Enkelin die rechtmäßigen jüdischen Erb*innen. Und wandte sich für die Provenienz-Recherche an die Stiftung „Zurückgeben“: Gibt es Nachkommen, die überlebt haben? Und wie werden sie auf die Nachricht mehr als 80 Jahre nach Ende des Holocaust reagieren? Davon erzählt die Doku und der Vortrag von Sharon Adler. Die Journalistin und Fotografin engagiert sich seit 2013 ehrenamtlich als Vorständin der Stiftung Zurückgeben. (https://www.stiftung-zurueckgeben.de)
Nach der Filmvorführung besteht die Gelegenheit, mit Sharon Adler über die schwierige Suche nach den überlebenden Nachkommen ins Gespräch zu kommen.
Außerdem spricht sie über die Entstehung und Arbeit der Stiftung Zurückgeben und gibt Einblicke in die Ausstellung „Sichtbarmachen – Spuren jüdischen Engagements im MdbK“ in Leipzig, die seit Oktober 2025 im Museum der bildenden Künste (MdbK) zu sehen ist, und gemeinsam von der Künstlerin Shlomit Lehavi, der Provenienzforscherin Dr. Ulrike Saß und Sharon Adler entwickelt wurde. (https://mdbk.de/ausstellungen/sichtbarmachen/)