Stadtmuseum Oldenburg

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26105 Oldenburg

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Fax: +49 441 / 235-3145
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Leitung

Dr. Andreas von Seggern, Leiter Fachdienst Stadtmuseum

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Fax: +49 441 / 235 3145
E-Mail: dr.andreas.vonseggern@stadt-oldenburg.de

Weitere Ansprechpartner

Sabine Stührholdt M.A.
Provenienzforschung Stadtmuseum Oldenburg
E-Mail: sabine.stuehrholdt@stadt-oldenburg.de

  • Implementierung eines Sondersammlungsbestandes „Hollandgut“, in Kooperation mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte des Oldenburger Landes [Dr. Marcus Kenzler]
  • November 2015 bis Februar 2016: Vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes kurzfristiges Projekt „Die Bernhard-Winter-Stiftung: Provenienzforschung am Stadtmuseum Oldenburg“: Der Nachlass des Oldenburger Portrait- und Heimatmalers Bernhard Winter (1871–1964) wurde auf Raubgut hin untersucht. Während der Zeit des Dritten Reichs standen der Künstler und seine Ehefrau, Martha Winter, der völkischen Ideologie des Nationalsozialismus nahe. Dieser Umstand und zugleich die ungeteilte Anerkennung des Regimes, die Bernhard Winter als Maler genoss, gaben Anlass zu der Frage, ob er als Sammler über einschlägige Kontakte einen privilegierten Zugriff auf sogenanntes „Hollandgut“ gehabt hat, auf beschlagnahmte Haushaltsgüter aus jüdischem Besitz, die in den Jahren 1942 bis 1944 als nationalsozialistisches Raubgut aus den Beneluxländern und aus Frankreich in Oldenburg und im ehemaligen Gau Weser-Ems zur großflächigen Verteilung kamen. Im Fokus der Untersuchung stand die mehr als 600 Objekte umfassende kulturhistorische Sammlung des Künstlers, bestehend aus vielerlei bäuerlichem Haus- und Zierrat, bürgerlichem Gebrauchsgeschirr sowie Möbeln verschiedener Jahrhunderte aus der Region. Darüber hinaus zählen auch einige Exponate zu dieser Kollektion, die Bernhard Winters Sammlungsschema, welches wesentlich von der Heimatbewegung geprägt ist, nicht entsprechen: Unter Ihnen ragt ein vermutlich belgischer Damensalon des Jugendstils besonders heraus, des Weiteren einige kunstgewerbliche Gegenstände aus Frankreich und Holland. Diesen Objekten galt im Laufe des Projekts eine besondere Aufmerksamkeit. Jedoch haben sich zu ihnen keinerlei konkrete Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gefunden. Weiterführende Informationen finden Sie hier: http://www.kulturgutverluste.de/de/component/k2/item/367-stadtmuseum-oldenburg
  • Oktober 2016 – Mai 2018: Vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes langfristiges Projekt „Provenienzforschung am Stadtmuseum Oldenburg: Die Kunst-Erwerbungen von 1933 bis 1945 auf dem Prüfstand“: Die Sammlungsbestände des Stadtmuseums Oldenburg umfassen insgesamt etwa 120.000 Objekte. In ihrem Kern gehen sie auf die Theodor Francksen-Stiftung zurück, die 1914 in städtischen Besitz kam. Andere Zustiftungen, Ankäufe und Schenkungen erweiterten die Sammlungen seitdem kontinuierlich. Im Anschluss an die bereits abgeschlossene Untersuchung der Bernhard-Winter-Stiftung wird die Provenienzforschung konsequent fortgeführt und auf weitere Sammlungsbestände ausgedehnt. Auf dem Prüfstand  stehen im Rahmen des längerfristigen Projekts alle künstlerischen Arbeiten, die von 1933 bis 1945 Eingang in die Bestände des Stadtmuseums fanden. Betroffen sind insgesamt ca. 1060 Objekte, wobei drei Sammlungskonvolute einer systematischen Untersuchung ihrer Herkunft unterzogen werden:
    1) Die etwa 510 Objekte umfassende Kunstsammlung des Oldenburger Konservators, Malers und Sammlers Richard tom Dieck (1862-1943): Bestehend aus überwiegend druckgrafischen Blättern des 16. bis 20. Jahrhunderts gelangte diese Sammlung zusammen mit dem umfangreichen Vermächtnis seines eigenen künstlerischen Oeuvres im Kriegsjahr 1943 in den Besitz des Oldenburger Stadtmuseums.
    2) Der künstlerische Bestand der Paul-Stalling-Stiftung mit einem Umfang von etwa 450 Inventarnummern: Die im Kriegsjahr 1945 erworbene Kollektion besteht gleichfalls aus überwiegend druckgrafischen Blättern des 16. bis 20. Jahrhunderts, zusammengetragen von dem Oldenburger Verlagsbuchhändler Paul Stalling (1861-1944).
    3) Die künstlerischen und vereinzelten kunstgewerblichen Erwerbungen aus weiteren unterschiedlichen Quellen, die durch Schenkung oder Ankauf von Privat und aus dem Handel von 1933 bis 1945 in die Sammlungen des Museums kamen: Nach heutigem Kenntnisstand handelt es sich um gut 100 Inventarnummern.
  • Historisches Sachgut, volkskundliche Sammlung
  • Sondersammlungsbestand „Hollandgut“ (im Aufbau)
  • weitere Bestände: Bernhard Winter, Richard tom Dieck, Paul-Stalling-Stifung, Nachlass Wisser u.a