Bei den 3Landesmuseen Braunschweig ist im Herzog Anton Ulrich-Museum zum 01.02.2027 die Vollzeitstelle einer Kurator*in (w/m/d) für den Sammlungsbereich Außereuropäische Kulturen mit Schwerpunkt Ostasien, EG 13 TV-L, zu besetzen.
Tradition im Aufbruch: Gestalten Sie mit uns die Zukunft unseres Museums!
Das Herzog Anton Ulrich-Museum (HAUM) bewahrt als eines der ältesten Museen Europas herausragende, historisch gewachsene Sammlungen von internationalem Rang. Der Kern der Sammlungen umfasst die Epochen der europäischen Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts; er wird ergänzt durch Bestände zur Antike und der Kunst des Mittelalters (Burg Dankwarderode). Die Kunst der Moderne und Gegenwart als Sammlungsgebiet ist Teil des international renommierten Kupferstichkabinetts.
Die umfangreichen außereuropäischen Sammlungen beinhalten Ethnographika aus Nord-, Mittel- und Südamerika, Ozeanien sowie Afrika. Den Schwerpunkt bilden hier jedoch die ostasiatischen Kulturen (Lackkunst, Papier- und Schnitzarbeiten, Keramik, …). Das 1754 gegründete Museum bewahrt diese Zeugnisse innerhalb seiner Sammlungen im Kontext ihrer europäischen Rezeptionsgeschichte. Bislang stand der kostbare Bestand Ostasiatika trotz der ideellen, materiellen und historischen Bedeutung im Schatten öffentlicher Wahrnehmung.
Als zukunftsorientierte Institution verstehen wir uns als transkulturellen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen. Wir begreifen unsere Bestände als Bestandteile einer gemeinsamen Geschichte („Shared Heritage“). Wir schaffen diese ausgeschriebene Schlüsselposition im Rahmen der Neuausrichtung unseres Hauses. Ziel ist die Verbindung klassischer kuratorischer Museumsarbeit mit innovativer, partizipativer Kulturvermittlung.
Wenn Sie Lust darauf haben, auf Basis fundierter Fachexpertise neue Wege zu gehen und unser traditionsreiches Haus zu einem lebendigen, dialogischen Ort weiterzuentwickeln, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Ihre Aufgaben:
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Sammlungsarbeit & Forschung: Wissenschaftliche und administrative Betreuung, Profilierung der neu geschaffenen wiss. Abteilung „Außereuropäische Kulturen mit Schwerpunkt Ostasien“; Mitverwaltung des Sammlungsbereichs Antike. Erforschung der Bestände und Vernetzung mit einschlägigen Forschungs- und Bildungseinrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene. Pflege und Ausbau internationaler Kooperationen mit Kulturschaffenden, insbesondere in den Herkunftsregionen.
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Ausstellungspraxis & Multiperspektivität: Entwicklung innovativer Sonderausstellungen im Zusammenwirken mit den übrigen wissenschaftlichen Abteilungen des Museums. Verknüpfung der historischen Sammlung und ihrer Objekte mit zeitgenössischen globalen Fragestellungen. Überwindung eurozentrischer Blickwinkel durch multiperspektivische Erzählweisen.
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Partizipative Kulturvermittlung & Publikumsbindung: Konzeption moderner, inklusiver, an Diversität orientierter Vermittlungsformate und digitaler Angebote in Zusammenarbeit mit den Abt. Museumspädagogik und Digitalität. Konzeption von dialogorientierten, niederschwelligen Formaten und Event-Reihen, die das Interesse neuer Publikumsschichten langfristig an das Haus binden.
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Digitale Transformation & Storytelling: Wissenschaftliche Erschließung der Bestände innerhalb der Museumsdatenbank nach Standards der 6 Landesmuseen in Niedersachsen im Sinne der „Wissenszirkulation“ (Projekt DigVers: www.landesmuseum-ol.de/presse/projektstart-digivers.html). Aktive Teilnahme am Digitalisierungsprozess des Museums u. a. in Vorbereitung der Sammlungsdaten für zukünftige Open-Access-Publikationen. Zielgruppengerechte Aufbereitung von Forschungsinhalten für digitale Kanäle (Social Media, Podcasts). Aktive Zusammenarbeit mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing.
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Provenienzforschung: Untersuchung der kolonialen und sensiblen Erwerbskontexte und offenen Provenienzen der historischen Sammlung in enger Abstimmung mit der Stelle „Provenienzforschung“ an den 3 Landesmuseen Braunschweig.
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Fördermittelakquise & Drittmittel: Eigenständige Konzeption, Beantragung und Drittmittelverwaltung von Forschungsprojekten (z. B. beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste oder der DFG).
Ihr Profil:
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Qualifikation: Erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Promotion) der Sozial- und Kulturanthropologie, Ethnologie, Ostasiatischen Kunstgeschichte, Sinologie/Japanologie oder einer vergleichbaren Kulturwissenschaft – oder ein gleichwertiger, im Ausland erworbener Abschluss.
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Fachliche Expertise: Fundierte Kenntnisse der materiellen Kultur, der Techniken und Ikonografie der Kunst Ostasiens (bevorzugt des 17.–19. Jahrhunderts) mit den Voraussetzungen und der Bereitschaft Bestände der Kulturen Nord-, Mittel- und Südamerikas, Ozeaniens, Afrikas sowie den Sammlungsbereich antike Kulturen mit zu vertreten.
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Erfahrung & Methodenwissen: Mehrjährige kuratorische Praxis an einem Museum mit einschlägiger Sammlung sowie nachweisbare Erfahrung der strategischen Publikumsentwicklung oder der interkulturellen Vermittlungsarbeit.
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Sprachkompetenz:
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Exzellente, stilsichere Ausdrucksweise in Deutsch (Niveau C2 nach GER) für rechtssichere Textproduktion und sensible Vermittlung.
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Verhandlungssicheres Englisch (Niveau C1 nach GER) für die internationale Netzwerkarbeit.
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Fundierte Lesekompetenz in mindestens einer relevanten ostasiatischen Quellensprache (z. B. Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, äquivalent zu B2/C1 im Leseverstehen) zur eigenständigen Quellenarbeit. Aktive Sprechkenntnisse sind von Vorteil, aber keine zwingende Bedingung.
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Technologische Kompetenz: Fundierte Erfahrung im Umgang mit Museums-Datenbanksystemen und digitalen Erfassungsmethoden; Bereitschaft, sich in neue Systeme einzuarbeiten und aktiv am digitalen Entwicklungsprozess des Museums teilzunehmen.
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Netzwerke & Ethik: Ein bereits bestehendes internationales Netzwerk zu Institutionen und Forschenden in den Herkunftsregionen ist von Vorteil, ein tiefes Verständnis für die ethischen Richtlinien des ICOM (International Council of Museums) Voraussetzung. Theoretische und praktische Sicherheit in postkolonialen Diskursen („Critical Whiteness“, Diskriminierungssensibilität).
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Vermittlung & Besucherbindung: Kompetenz im „hybriden Storytelling“, um komplexe wissenschaftliche Inhalte für Fachaufsätze ebenso wie für Social-Media oder Podcast-Formate, etc. nutzbar zu machen. Ausgeprägte Moderations- und Mediationskompetenz im Umgang mit potenziell konfliktgeladenen kulturpolitischen Themen.
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Soft Skills: Aufgeschlossenheit, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit, ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, Diversitätskompetenz, Belastbarkeit. Bereitschaft, im Museum bei Veranstaltungen am Abend und gelegentlich an Wochenenden mitzuwirken.
Wir bieten:
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Eine unbefristete Beschäftigung in Vollzeit und Bezahlung nach Entgeltgruppe 13 TV-L.
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Die besondere Chance, eine neu konzipierte Schlüsselposition mit großem gestalterischem Freiraum an einer traditionsreichen Institution des Landes Niedersachsen und innerhalb eines hoch motivierten Teams aufzubauen.
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Einen attraktiven Arbeitsplatz im Herzen Braunschweigs mit flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten.
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Die gezielte Förderung Ihrer persönlichen und fachlichen Weiterbildung.
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Einen sicheren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst.
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Eine Jahressonderzahlung sowie Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes.
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30 Tage Erholungsurlaub pro Jahr.
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Das Corporate-Benefits-Programm des Landes Niedersachsen.
Der Arbeitsplatz ist grundsätzlich teilzeitgeeignet.
Besondere Hinweise:
Die 3Landesmuseen Braunschweig fördern aktiv die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Daher werden Bewerbungen von Männern ausdrücklich begrüßt. Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen daher alle Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.
Schwerbehinderte Bewerber*innen oder Personen, die diesen gleichgestellt sind, werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Zur Wahrung Ihrer Interessen bitten wir, uns bereits in Ihrem Anschreiben einen Hinweis auf Ihre Schwerbehinderung zu geben.
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sieht vor, dass die Verantwortlichen Sie als betroffene Person über die Modalitäten, wie Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet werden und welche Rechte Ihnen in diesem Zusammenhang zustehen, informieren. Die Informationen für Sie als Bewerber*in finden Sie als PDF-Dokument auf unserer Homepage.
Wir konnten Ihr Interesse wecken?
Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen[1]bis zum 23.11.2026 an:
Wir bevorzugen Online-Bewerbungen und bitten um Zusammenfassung aller Unterlagen in einer Gesamt-PDF, die eine Größe von 5 MB nicht überschreiten sollte.
Ansprechpartner für fachliche Auskünfte:
Herr Dr. Thomas Richter, Leitender Direktor des Herzog Anton Ulrich-Museums
Tel.: 0531 1225-2401,
Informationen zum Bewerbungsverfahren:
Herr Jan Kleinmichel, Leitung Personal & Organisation der 3Landesmuseen Braunschweig
Tel. 0531 1225-4300,
[1] Mindestens Anschreiben/Motivation, Lebenslauf, relevante Zeugnisse, ggf. Ausstellungs- oder Vermittlungsreferenzen. Ein Verweis auf Ihre Personalakte ist nicht ausreichend. Bitte beachten Sie, dass Bewerbungen in Papierform grundsätzlich nicht zurückgesandt und nach Abschluss des Auswahlverfahrens datenschutzgerecht vernichtet werden.