Stellenausschreibung Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Provenienzforschung (m/w/d)

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Provenienzforschung (m/w/d)

Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover ist mit den Bereichen Archäologie, Ethnologie, Landesgalerie, Naturkunde und Numismatik das größte staatliche Museum in Niedersachsen. Die Provenienzforschung erstreckt sich auf alle Fachbereiche des Hauses und ist zugleich die Koordinationsstelle des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen.

Für das Netzwerk Provenienzforschung ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Teilzeitstelle (50%) einer/s

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Provenienzforschung (m/w/d)

zunächst befristet für die Dauer von 18 Monaten zu besetzen.

Die Stelle dient der wissenschaftlichen und administrativen Unterstützung der am Landesmuseum Hannover angesiedelten Koordinationsstelle des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen. Das Netzwerk wurde 2015 auf Initiative des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur errichtet und umfasst mittlerweile bis zu 70 Mitglieder und Partner in Niedersachsen: Museen unabhängig von ihrer Trägerschaft, universitäre Sammlungen, Bibliotheken, Archive und Verbände. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Netzwerkarbeit liegen in den Bereichen der Identifizierung von NS-Raubgut und Recherchen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten (vgl. https://www.provenienzforschung-niedersachsen.de/).

Zu den Tätigkeitsfeldern und Aufgaben der Netzwerkkoordination zählen:

  • die Beratung insbesondere von mittleren und kleinen Museen, auch im Vorfeld von Antragstellungen beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste,
  • das Initiieren von (Verbund-)Projekten und „Erstchecks“ sowie (künftig geplant) auch deren Durchführung bzw. die Durchführung von kursorischen Sammlungssichtungen und Vorrecherchen im Vorfeld möglicher Antragstellungen beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste,
  • die Begleitung von Projekten im Bereich der Provenienzforschung von der Antragstellung über die Erstellung von Zwischen- und Abschlussberichten, die Durchführung von begleitenden Auftakt- oder Abschlussveranstaltungen bzw. Workshops bis hin zur Publikation von Projekt- oder Konferenzergebnissen in der eigenen Reihe des Netzwerks auf Arthistoricum.net (https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/series/vnpn),
  • die Durchführung von Informations- und Weiterbildungs-veranstaltungen sowie regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen und -tagungen,
  • die laufende Aktualisierung und Pflege der Netzwerk-Website,
  • die laufende Administration der Website des niedersächsischen Verbundvorhabens „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“ (PAESE), (https://www.postcolonial-provenance-research.com/), die das Netzwerk nach Auslaufen des PAESE-Projekts überarbeiten und die damit verknüpfte PAESE-Datenbank für weitere Einrichtungen und Bestände in Niedersachsen öffnen wird (vgl. https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/).

Erwartet werden:

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium (mindestens Master) in den Fächern Geschichte, Kunstgeschichte, Ethnologie oder einem vergleichbaren Fach,
  • hohe Kommunikations- und Kooperationskompetenz, Organisationsgeschick, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, selbstständige Arbeitsweise, Zielorientierung und Diskretion,
  • Erfahrungen im Umgang mit museumsbezogenen Datenbanksystemen,
  • Erfahrungen in der Redaktion/ dem Lektorat wissenschaftlicher Texte,
  • vertiefte Kenntnisse der aktuellen Diskurse und Sensibilität für die politische, historische und ethische Dimension der Aufgabe,
  • erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Provenienzforschung, möglichst sowohl in beiden Schwerpunkten (NS-Raubgut und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten),
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift, wünschenswert sind Kenntnisse in weiteren Fremdsprachen,
  • versierter Umgang mit den gängigen Office-Applikationen.

Erwünscht sind:

  • Erfahrungen mit der Administration von Websites,
  • Erfahrungen mit sog. „Erstcheck“-Projekten,
  • Interesse an Öffentlichkeitsarbeit und der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte.

Die Bereitschaft zum Dienst am Wochenende oder in den Abendstunden wird vorausgesetzt.

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 TV-L.

Je nach Wunsch kann der Umfang der Teilzeitbeschäftigung bei entsprechender Anpassung der Laufzeit des Vertrages noch verhandelt werden.

Wir fördern die Gleichstellung und wertschätzen Vielfalt. Daher begrüßen wir Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten sowie mit persönlicher oder familiärer Migrationsgeschichte.

Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie zur Wahrung Ihrer Interessen bereits in der Bewerbung auf eine Schwerbehinderung oder Gleichstellung hin und fügen einen entsprechenden Nachweis bei.

Wir bitten um Verständnis, dass Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt werden können, wenn ihnen ein frankierter Rückumschlag beiliegt. Andernfalls werden die Unterlagen nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens vernichtet. Ihre Daten werden ausschließlich für die Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens verarbeitet und gespeichert.

Ihre ausführliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 13.01.2022 (Eingangsschluss) an:

Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Stephanie Versümer
Az: 03/Netzwerk Provenienzforschung
Willy-Brandt-Allee 5
30169 Hannover

oder im PDF-Format per E-Mail mit dem Betreff „03/Netzwerk Provenienzforschung“ an:

Artikel-Informationen

7. Dezember 2022