Stellenausschreibung vom 29.07.2021: wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv

Bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist beim Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz – zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (w/m/d), bis Entgeltgruppe 13 TVöD – je nach Qualifikation -, befristet für die Dauer von 24 Monaten, mit der tarifvertraglich vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit (zzt. 39 Wochenstunden), zu besetzen.

Das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin leitet und koordiniert die Provenienzforschung aller Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Es repräsentiert mit seinen Aktenbeständen, archivischen Sammlungen und Nachlässen zudem sammlungsübergreifend die Geschichte der ehemals Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin und versteht sich als Ort der Forschung und zugleich als “historisches Gedächtnis” der Museen.

Für die wissenschaftliche Bearbeitung und Koordination eines Projektes zur Aufarbeitung der chinesischen Sammlungsbestände aus der Niederschlagung des sogenannten ‚Boxeraufstandes’ suchen wir eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Drittmittelprojekt, das im Verbund von sieben deutschen Museen (Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, Museum Angewandte Kunst Frankfurt am Main, Museum Fünf Kontinente München) durchgeführt wird. Es wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste finanziert.

Aufgabengebiet:

  • wissenschaftliches Bearbeiten und Koordinieren des Verbundprojektes „Spuren des ‚Boxerkrieges’ in deutschen Museumssammlungen – eine gemeinsame Annäherung“ (Arbeitstitel)
  • Erforschen von Provenienz und Translokationsgeschichte ausgewählter Sammlungsbestände aus China im Museum für Asiatische Kunst, im Ethnologischen Museum sowie den Museen der Verbundpartner: 
  •  Archiv- und Literaturrecherche
    •    Analysieren und Auswerten der Objektgeschichten
    •    Analysieren der Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • wissenschaftliches Dokumentieren der Ergebnisse und Datenaufnahme in den Museumsdokumentationssystemen bzw. einem alternativen Format
  • Entwickeln eines Konzepts für den Transfer der Forschungsergebnisse in digitale Formate sowie Aufarbeiten der Forschungsergebnisse in einer Publikation und auf einer digitalen Plattform
  • Konzeptionieren, Organisieren und Durchführen der Treffen der Verbund- und Kooperationspartner*innen und wissenschaftlicher Veranstaltungen
  • Zusammenarbeit mit den chinesischen Projektpartner*innen
  • Betreuen einer studentischen Hilfskraft, von Praktikant*innen, Museumsassistent*innen (in Fortbildung), Studierenden u.a.

Anforderungen:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Magister, Magistra, Diplom (uni.)  oder eine vergleichbare Qualifikation) im Fach ostasiatische Kunstgeschichte, Kunstgeschichte oder Geschichte oder auf das Aufgabengebiet bezogene gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen
  • gute Fachkenntnisse in der ostasiatischen Kunstgeschichte und der chinesischen Geschichte des 19./20. Jahrhunderts
  • Kenntnisse der aktuellen Forschung zum Handel mit asiatischer Kunst (19./20. Jahrhundert)
  • wissenschaftliche Erfahrungen im Umgang mit Werkprovenienzen und Sammlungshistorie
  • Erfahrungen mit Archivrecherchen
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift (mindestens C1-Niveau)
  • Fertigkeiten zur verständlichen Kommunikation fachwissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Befähigung, Forschungs- und Publikationsprojekte zu planen und umzusetzen
  • ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit

Erwünscht:

  • Erfahrungen in der Provenienzforschung zu Werken asiatischer Kunst vorzugsweise im Museum
  • gute Kenntnisse der chinesischen Sprache in Wort und Schrift (mindestens B1-Niveau)
  • gründliche Kenntnisse der deutschen Museumsgeschichte
  • Lesekenntnisse der altdeutschen Schrift
  • Erfahrungen in der digitalen Sammlungsdokumentation

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz begrüßt Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten. Als interdisziplinäre Kultur- und Forschungseinrichtung bietet die SPK familienfreundliche Arbeitsbedingungen und gewährleistet die Gleichstellung von Frauen und Männern nach dem Bundesgleichstellungsgesetz. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.
    
Eine Besetzung mit Teilzeitbeschäftigten ist grundsätzlich möglich.

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Prüfungszeugnisse bzw. Urkunden, Arbeitszeugnisse, etc.) senden Sie bitte per E-Mail (möglichst in einem einzelnen PFD-Dokument bis zu 7 MB) unter Angabe der Kennziffer SMB-ZA-2-2021 bis zum 12. August 2021 an:

Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Personalabteilung, Sachgebiet I 1.1 b, Von-der-Heydt-Str. 16-18, 10785 Berlin – E-Mail:
    
Bei einer Bewerbung in Papierform fügen Sie bitte nur Kopien bei, da wir die Unterlagen nicht zurücksenden können, es sei denn, Sie fügen einen frankierten Rückumschlag bei.

Ihre Daten werden im Rahmen des Bewerbungsverfahrens gespeichert und verarbeitet. Genaue Informationen erhalten Sie hier: www.preussischer-kulturbesitz.de/karriere/datenschutz.html

Ansprechpartnerin für Fragen zum Aufgabengebiet: Frau Dr. Howald  (E-Mail: )

Ansprechpartnerin für Fragen zum Bewerbungsverfahren: Frau Cziha  (Tel.: 030 – 266 41 1630)

Artikel-Informationen

9. August 2021