Stellenausschreibung DHM Berlin: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für Provenienzforschung

Bei der Stiftung Deutsches Historisches Museum ist ab sofort die Stelle eines/r wissenschaftlichen Mitarbeiters/in für Provenienzforschung zu besetzen. Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet.

Dienstort ist Berlin-Mitte.

Die projektbezogene Beschäftigung in Vollzeit ist nach Entgeltgruppe 13 TVöD-Ost bewertet. Im Rahmen eines zweijährigen, von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekts ist eine systematische Forschung an dem Bestand an Gemälden, die über den Kunsthandel oder in Auktionen erworben wurden, hinsichtlich ihrer Provenienz insbesondere in der NS-Zeit vorzunehmen. Die Hauptaufgabe liegt in der Erforschung einer möglichst lückenlosen Provenienz.

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen:

  • Dokumentation der Ankaufsunterlagen für den Gemäldebestand (Ankäufe ab 1987 in Kunsthandel und bei Auktionen) in der hausinternen Objektdatenbank,
  • Eingehende Untersuchung der Objekte auf Verdachtshinweise,
  • Bildung von Kategorien für die weitere Bearbeitung,
  • Vertiefte Recherchen bei Verdachtshinweisen,
  • Mitarbeit bei der Informationsbereitstellung für die Homepage des DHM.

An die Bewerberinnen und Bewerber werden folgende Anforderungen gestellt:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Neuerer und Neuesten Geschichte und/oder der Kunstgeschichte mit Schwerpunkt im 20. Jahrhundert.
  • Nachweisbare praktische Erfahrung in der Archivarbeit, insbesondere der Provenienzrecherche zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut.
  • Vertiefte Kenntnisse in der Recherche zu Objekten (insbesondere Gemälden) ohne prominente Urheberschaft und/oder Provenienz.
  • Vertiefte Kenntnisse im Bereich der NS-Geschichte (Strukturen, Gesetze, Kunsthandel).

Wünschenswert sind:

  • Promotion,
  • Fähigkeit zu selbstständigem und sorgfältigem Arbeiten, Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft,
  • Sensibilität im Umgang mit Restitutionsangelegenheiten,
  • Englischkenntnisse in Wort und Schrift.

Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen nach dem Bundesgleichstellungsgesetz, schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches IX besonders berücksichtigt.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Lebenslauf und Kopien von Arbeits- und sonstigen Zeugnissen und anderen Bewertungen sowie Unterlagen bis zum 25.08.2017 ausschließlich elektronisch an:

Bewerbungen in elektronischer Form sollten aus technischen Gründen eine Größe von 8 MB nicht überschreiten und in einer einzigen pdf-Datei gesendet werden.

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