Termine

Ausstellung Museumsdorf Cloppenburg: 1942/1943 - Der lokale Horizont von Entrechtung und Vernichtung

Von Donnerstag, 30.11.2017 bis Sonntag, 28.01.2018

Mit Beginn des Jahres 1942 hat die nationalsozialistische Herrschaft in Europa ihre größte territoriale Ausdehnung erreicht. Das von ihr ausgehende System von Gewalt, Entrechtung, Raub und Vernichtung hinterlässt vor Ort seine Spuren. Die Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Mitbürger erlebt in den Vernichtungslagern Mittel- und Osteuropas ihren schrecklichen Höhepunkt. Gleichzeitig wird der Besitz der vertriebenen und ermordeten Juden aus Deutschland und den besetzten Ländern zugunsten der NSDAP und ihrer Organisationen gewinnbringend verwertet.

Veranstaltungsort

Museumsdorf Cloppenburg
Bether Str. 6
49661 Cloppenburg

www.museumsdorf.de/index.php/de/ausstellungen/344-1942-1943-der-lokale-horizont-von-entrechtung-und-vernichtung-vom-30-november-bis-28-januar

Sonderausstellung im Oldenburger Schloss: "Herkunft verpflichtet! Die Geschichte hinter den Werken"

Von Samstag, 04.11.2017 bis Sonntag, 25.02.2018

Aufgabe der Provenienzforschung ist es, die Herkunft von Kunst- und Kulturobjekten zu klären. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Auffindung von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kunst- und Kulturgut, das zwischen 1933 und 1945 den Besitzer wechselte.
Seit 2011 werden die Sammlungen des Landesmuseums systematisch auf ihre Herkunft überprüft. Ziel ist die lückenlose Aufarbeitung der jeweiligen Provenienz und die Identifizierung von potentiell vorhandenem NS‐Raubgut.

Die Ausstellung „Herkunft verpflichtet!“ zieht nach rund sieben Jahren eine erste Zwischenbilanz. Sie lädt ein zu einem Entdeckungsgang, der die Geschichten hinter den ausgestellten Sammlungsstücken beleuchtet. Historische Dimensionen werden erläutert, zeitgeschichtliche Fragestellungen und wissenschaftliche Methoden und Prozesse veranschaulicht sowie gesellschaftliche Diskurse thematisiert.

Durch die erhöhte Medienpräsenz von Provenienzforschung in den letzten Jahren fielen immer wieder Schlüsselbegriffe wie „Raubkunst“, „Schwabinger Kunstfund“ oder „Sammlung Gurlitt“, auf die auch die Ausstellung Bezug nimmt. Es entsteht ein Gesamtbild, das regionale und generelle Aspekte dieser Forschung verbindet.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm sowie ein Schulprogramm für verschiedene Klassenstufen. Ein Katalog dient als handliches Kompendium zur Provenienzforschung in Nordwestdeutschland und darüber hinaus.

Ausstellungsort: Schloss, Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr
Öffnungszeiten an Feiertagen finden Sie hier.
Eintritt: 6 €, ermäßigt 4 €

Eröffnung der Ausstellung

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie herzlich ein.
Sie findet statt am 3. November 2017 um 18.30 Uhr im Oldenburger Schloss.

Veranstaltungsort

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Schloss
Schlossplatz 1
26122 Oldenburg

www.landesmuseum-ol.de/ausstellungen/vorschau/ausstellungen-2017/herkunft-verpflichtet.html

Sonderausstellung Bundeskunsthalle Bonn "Bestandsaufnahme Gurlitt - Der NS-Kunstraub und die Folgen"

Von Freitag, 03.11.2017 bis Sonntag, 11.03.2018

Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft?

Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.

Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren in zwei zeitgleichen Ausstellungen eine Auswahl aus diesem umfangreichen Nachlass. Unter dem Titel »Entartete Kunst«– beschlagnahmt und verkauft liegt der Schwerpunkt der Berner Ausstellung auf der von den Nationalsozialisten verfemten Moderne, während Bonn den Fokus auf den NS-Kunstraub und die Folgen legt. Eingebettet in den historischen Kontext, zeichnet diese Ausstellung den Werdegang Hildebrand Gurlitts nach. Gurlitt, obwohl ein leidenschaftlicher Verfechter der Moderne, stieg er zu einem der wichtigsten Kunsthändler im nationalsozialistischen Deutschland auf. Nach dem Krieg konnte er ungeachtet der Schuld, die er auf sich geladen hatte, weitgehend problemlos an seine Vorkriegskarriere als Museumsdirektor anknüpfen. Parallel zu Gurlitts Lebensweg werden exemplarische Biografien von Zeitgenossen vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schicksalen der verfolgten, meist jüdischen Künstler, Sammler und Kunsthändler, die dem NS-System zum Opfer fielen.

Die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt – Der NS-Kunstraub und die Folgen zeigt somit nicht nur eine Auswahl an Kunstwerken, die – von Dürer bis Monet, von Breughel bis Beckmann – ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden und jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren. Indem die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert wird, eröffnet sie auch einen spannenden Blick in die Geschichte der Objekte. 

Veranstaltungsort

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Museumsmeile Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/bestandsaufnahme-gurlitt.html