Termine

Internationale Fachkonferenz des Zentrums: "20 Jahre Washingtoner Prinzipien: Wege in die Zukunft"

Von Montag, 26.11.2018 bis Mittwoch, 28.11.2018

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te lädt an­läss­lich des 20-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­ums der Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en vom 26. bis 28. No­vem­ber 2018 zu ei­ner in­ter­na­tio­na­len Fach­kon­fe­renz in das „Haus der Kul­tu­ren der Welt“ in Ber­lin ein. Ex­akt zwan­zig Jah­re nach­dem sich 44 Staa­ten und zahl­rei­che nicht-staat­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen auf die „Grund­sät­ze der Wa­shing­to­ner Kon­fe­renz in Be­zug auf Kunst­wer­ke, die von den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten be­schlag­nahmt wur­den“ ver­stän­dig­ten, zie­hen nam­haf­te Ex­per­ten Bi­lanz, dis­ku­tie­ren Her­aus­for­de­run­gen, die bei der Um­set­zung der Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en auf­tre­ten, und iden­ti­fi­zie­ren zu­künf­ti­ge Auf­ga­ben­fel­der. Das Spek­trum ge­rech­ter und fai­rer Lö­sun­gen steht da­bei eben­so im Fo­kus wie die Fra­ge, wie das An­lie­gen der Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en in die nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen wei­ter­ge­tra­gen und in der Ver­ant­wor­tungs- und Er­in­ne­rungs­kul­tur wei­ter­hin und dau­er­haft ver­an­kert wer­den kann.

Ein ab­wechs­lungs­rei­ches, zwei­spra­chi­ges Pro­gramm mit Po­di­ums­dis­kus­sio­nen, Ge­sprä­chen und Vor­trä­gen zu den vier The­men­kom­ple­xen 20 Jah­re nach Wa­shing­ton – ei­ne Bi­lanz, Ge­rech­te und fai­re Lö­sun­gen, Wei­ter­ent­wick­lun­gen und Per­spek­ti­ven so­wie Ver­mitt­lung und Ver­ant­wor­tung kenn­zeich­net die ers­ten bei­den Kon­fe­renz­ta­ge. Am drit­ten Tag der Kon­fe­renz wer­den pra­xis­na­he Work­shops zu aus­ge­wähl­ten The­men­fel­dern an­ge­bo­ten. Wich­ti­ger Hin­weis: Für die Teil­nah­me an den Work­shops ist ei­ne se­pa­ra­te On­line-Re­gis­trie­rung er­for­der­lich. Die Ar­beitss­pra­che der Work­shops ist Eng­lisch. Es er­folgt kei­ne Über­set­zung.

Kon­fe­renz­spra­chen: Deutsch und Eng­lisch. Ei­ne Si­mul­tan­über­set­zung wird für den 26./27. No­vem­ber 2018 an­ge­bo­ten. Am 28. No­vem­ber 2018 er­folgt kei­ne Über­set­zung.

De­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zur in­ter­na­tio­na­len Fach­kon­fe­renz ent­neh­men Sie dem Pro­gramm:
Pro­gramm „20 Jah­re Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en: We­ge in die Zu­kunft“ (PDF, 1 MB)

Die An­mel­dung zur Kon­fe­renz ist aus­schließ­lich im Zeit­raum vom 20. Au­gust bis 12. Ok­to­ber 2018 mög­lich und kann nur on­line er­fol­gen. Der Link zur On­line-Re­gis­trie­rung wird recht­zei­tig zu Be­ginn der An­mel­de­frist auf www.20-Jah­re-Wa­shing­to­ner-Prin­zi­pi­en.de frei­ge­schal­tet.

Ver­an­stal­tungs­ort
Haus der Kul­tu­ren der Welt
John-Fos­ter-Dul­les-Al­lee 10
10557 Ber­lin

Die Kon­fe­renz wird ge­för­dert von der Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en. Sie er­folgt in Ko­ope­ra­ti­on mit der Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz und der Kul­tur­stif­tung der Län­der.

Veranstaltungsort

Haus der Kul­tu­ren der Welt
John-Fos­ter-Dul­les-Al­lee 10
10557 Berlin

www.kulturgutverluste.de/Webs/DE/Aktuelles/Veranstaltungen/Index.html

GESAMMELT. GEKAUFT. GERAUBT? Fallbeispiele aus kolonialem und nationalsozialistischem Kontext

Von Donnerstag, 16.08.2018 bis Sonntag, 27.01.2019

Eröffnung: Mittwoch, 15. August, 19 Uhr

Wie kamen Anfang des 20. Jahrhunderts Ahnenfiguren aus Nias auf den europäischen Kunstmarkt? Weshalb konnte das Museum Anfang der 1940er Jahre in Paris und Amsterdam ‚günstige‘ Ankäufe machen? Handelt es sich bei einem Waffengurt aus Südafrika um Kriegsbeute?

Das sind nur einige Fragen, die bei der Auseinandersetzung mit der hauseigenen Sammlung aufkommen. Bei vielen Objekten ist der Weg ins Museum unklar und der Erwerbskontext kaum dokumentiert. In der Ausstellung GESAMMELT. GEKAUFT. GERAUBT? werden diese Fragen anhand von ausgewählten Fallbeispielen aus kolonialem und nationalsozialistischem Kontext beleuchtet. Die in der Ausstellung gezeigten Objektgeschichten machen deutlich, wie wichtig eine langfristige Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung ist. Gleichzeitig wird klar, dass man bei der Aufarbeitung der Erwerbsgeschichten bzw. ihrer Provenienzen oft an Grenzen stößt und diese vielfach zu weiteren offenen Fragen führt.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Kooperation „Gekauft. Gesammelt. Geraubt? Vom Weg der Dinge ins Museum“ mit dem Historischen Museum Frankfurt, dem Museum Judengasse und dem Museum Angewandte Kunst statt, die bereits im Mai und Juni 2018 eigene Ausstellungen eröffneten.

Kuratiert von Julia Friedel und Vanessa von Gliszczynski.

Folgt uns auf @weltkulturen.museum und #GesammeltGekauftGeraubt? #RaubkunstFrankfurt #LootedArtFrankfurt!

Gefördert vom Kooperationsfonds des Kulturamtes der Stadt Frankfurt.

Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37

Veranstaltungsort

Weltkulturen Museum/ Weltkulturen Labor
Schaumainkai 37
60594 Frankfurt am Main

www.weltkulturenmuseum.de/de/ausstellungen/vorschau/10030

Sonderausstellung Spuren der NS-Verfolgung. Provenienzforschung in den kulturhistorischen Sammlungen der Landeshauptstadt Hannover

Von Donnerstag, 06.12.2018 bis Sonntag, 16.06.2019

In der Washingtoner Erklärung vom Dezember 1998 verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland dazu, während der NS-Herrschaft beschlagnahmte Kulturgüter zu identifizieren, deren Vorkriegseigentümer und Erben ausfindig zu machen und mit ihnen „eine gerechte und faire Lösung zu finden“. Seit 2008 erforscht die Landeshauptstadt Hannover in diesem Sinne systematisch die Provenienzen des städtischen Kulturgutes.

Anlässlich des zwanzigsten Jahrestages der Washingtoner Erklärung werden ab 6. Dezember 2018 erstmals die bisherigen Ergebnisse und aktuellen Probleme der Provenienzforschung im Museum August Kestner, im Historischen Museum am Hohen Ufer, im Stadtarchiv und in der Stadtbibliothek der Öffentlichkeit in einer Sonderausstellung und in einem wissenschaftlichen Begleitband präsentiert.

Im Zentrum der Sonderausstellung stehen Objekte aus dem Besitz zweier jüdischer Opfer des NS-Regimes: die Goldmünzen des Arztes aus Großburgwedel Dr. med. Albert David und der Rokoko-Schrank der Hannoveraner Fabrikantentochter Klara Berliner. Weitere Schwerpunkte sind antike Kulturgüter, Kunstgewerbe-Objekte, Münzen, Bücher und Autographen, die ab 1933 erworben wurden und die aus dem Besitz fast aller Opfergruppen des NS-Regimes stammen: Sozialdemokraten, Kommunisten, Zeugen Jehovas, Freimaurer und Juden.

Die Ausstellung erzählt die Verfolgungsgeschichte dieser NS-Opfer und stellt die komplizierten Wege dar, auf denen diese Objekte in den Besitz der Landeshauptstadt Hannover gelangten. Außerdem werden die schwierigen Bemühungen der Provenienzforschung geschildert, berechtigte und ungerechtfertigte Erbansprüche voneinander zu unterscheiden und die heute in aller Welt verstreuten Erben dieser Verfolgten des NS-Regimes ausfindig zu machen.

Veranstaltungsort

Museum August Kestner
Trammplatz 3
30159 Hannover

www.hannover.de/Museum-August-Kestner/Veranstaltungen/Das-passiert-2018-im-MAK