Stellenanzeige Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in zur Schaffung der Online Plattform Digital Benin

Die Stiftung Museum am Rothenbaum sucht zum 1. Oktober 2021 für ein Jahr eine/einen Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in zur Schaffung der Online Plattform Digital Benin

Das Museum am Rothenbaum fördert die Wertschätzung für Kulturen und Künste der Welt. Es befasst sich mit gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart, in denen Themen wie koloniales Erbe, das Zusammenleben in einer globalisierten Gesellschaft und eine Öffnung der Museen für breitere Besucher*innenschichten eine zentrale Rolle spielen. Als Museum mit weltumspannenden Sammlungen und Wissensarchiven entwickelt es sich derzeit zu einem innovativen Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Forschungszentrum der Verflechtungsgeschichten und transkulturellen Kreativität.

Im Rahmen des durch die Ernst von Siemens Kunststiftung finanzierten Projektes Digital Benin. Zusammenführung der königlichen Kunstschätze eröffnete das MARKK ein internationales Projektbüro zur digitalen Zusammenführung der weltweit zerstreuten Kunstwerke aus dem ehemaligen Königreich Benin. Als beispielloses Wissensforum wird Digital Benin Objektdaten und zugehöriges Dokumentationsmaterial aus Sammlungen weltweit bündeln und somit den seit langem geforderten Überblick zu den im 19. Jh. geplünderten Hofkunstwerken ermöglichen. Ziel ist ein fundierter und nachhaltiger Bestandskatalog über Geschichte, kulturelle Bedeutung und Provenienz der Werke. Das Projekt deutscher, nigerianischer, europäischer und amerikanischer Expert*innen wird mit von der Ernst von Siemens Kunststiftung finanziert. Der Launch der Website Ende 2022 geplant.

Zu den Aufgaben gehören:
• Recherche und Beiträge zu Benin Objekt-, Archiv- und Datenbeständen von Institutionen weltweit
• Kommunikation mit den beteiligten Museen und Institutionen
• Enge Zusammenarbeit mit den nigerianischen Projektmitarbeiter*innen und Unterstützung in der Aufbereitung ihrer Forschungsergebnisse und Erhebungen für die digitale Präsentation
• Bereitschaft zu Reisetätigkeit nach Nigeria
• Aufbereitung u der eingeholten Daten; selbstständige Dateneingabe in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Programmierteam und der Projektleitung zur Vorbereitung der Online-Stellung.

Anforderungen:
• Abgeschlossenes Hochschulstudium (vorzugsweise Promotion ) in Sozial- und Kulturanthropologie (Ethnologie), globale Kunstgeschichte, Globalgeschichte, oder Afrikawissenschaften. Idealerweise mit Forschungserfahrung zu Kunst/Kultur/Geschichte des Königreichs Benin.
• Erfahrung in der Arbeit mit Datenbanken.
• Erfahrung in Objekt- und Archivrecherche
• Erfahrung in wissenschaftlicher Projektarbeit
• Interesse für Digital Humanities und Erfahrung in digitaler Kommunikation. Vertrautheit mit Prozessen digitaler Erschließung von Sammlungen, ausgehend von multiplen Nutzerperspektiven
• Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Anwendungen; Email- und Onlinekommunikation
• Ausgesprochene Kommunikations- und Teamfähigkeit
• Ausgezeichnete Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Wir bieten:
• Eine Vergütung nach EG 13 TV-AVH
• Eine abwechslungsreiche und zukunftsweisende Mitwirkung an einem modellhaften Digital Humanities Projekt. Tätigkeit in einem sich diversifizierenden Team während eines besonderen Moments der Neupositionierung und Umgestaltung des Hauses
• einen Zuschuss zur HVV-Profi-Card

Das Museum am Rothenbaum begrüßt Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten, von People of Color sowie von Bewerber*innen mit Flucht- oder familiärer
Migrationsgeschichte. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt (der Einsatzort ist nur eingeschränkt barrierefrei).

Ihre schriftliche Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf senden Sie bitte bis zum 2.08.2021 per Email als single-PDF an (bitte beachten Sie die mögliche maximale Datenmenge von 20 MB) oder postalisch an das Museum am Rothenbaum, z. H. Frau Lapidus, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg.
Für Rückfragen steht Ihnen Barbara Plankensteiner zur Verfügung Tel. 040 428879-501

Wir weisen darauf hin, dass wir Bewerbungsunterlagen nicht zurücksenden. Falls Sie dies möchten, legen Sie bitte einen frankierten und adressierten Rückumschlag bei

Stellenausschreibung Provenienzforscher:in, Museum der Universität Tübingen

Das Museum der Universität Tübingen MUT sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Provenienzforscherin/einen Provenienzforscher (100 %, 13 TV‐L) für den kolonialen Kontext (w/m/d)

zur wissenschaftlichen Mitarbeit im Verbundprojekt „Prekäre Provenienz – Menschliche Überreste aus dem kolonialen Erbe Afrikas vor 1919 in wissenschaftlichen Sammlungen
Baden‐Württembergs“.
Die ausgeschriebene Vollzeitstelle wird vorbehaltlich der finalen Mittelbereitstellung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (Magdeburg) gefördert und ist zunächst auf zwölf
Monate befristet. Die federführende Leitung des Verbundprojekts liegt beim MUT, Projektpartner sind die Humanosteologische Sammlung der Universität Tübingen, das
Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart, das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe und das Linden‐Museum Stuttgart, assoziierter Partner ist das Uniseum Freiburg.

Das Aufgabengebiet umfasst die Durchführung des vom DZK geförderten Provenienzforschungsprojekts in Zusammenarbeit mit der Projektleitung und in engem
Austausch mit den Partnerinstitutionen, die systematische Sichtung und Erfassung von vorhandenen Inventarbüchern, Akten und sonstigen Dokumenten in den beteiligten
Institutionen, institutionenübergreifende Netzwerkforschung, Archivrecherchen, Aufbereitung der erarbeiteten Forschungsergebnisse, Eingabe in die Datenbank (TMS),
Datenlieferung an das DZK, Konzeption einer entsprechenden Online‐Stellung (Deutsch/Englisch/Französisch), Organisation von Arbeitssitzungen, Tagungen und weiteren Meetings mit Unterstützung des MUT‐Teams und einer studentischen Hilfskraft, Verfassen eines Projektberichts und des Verlängerungsantrags gemeinsam mit der Projektleiterin am MUT.

Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (vorzugsweise Promotion) in Geschichte, Kunstgeschichte, Sozial‐ und
Kulturanthropologie/Ethnologie, Kulturwissenschaft oder vergleichbaren Fächern, Erfahrung in wissenschaftlicher Projektarbeit, Fachwissen zur Geschichte des Sammelns in kolonialen Kontexten, Kenntnis einschlägiger Leitfäden und Richtlinien zu kolonialem Sammlungsgut und Human Remains, praktische Erfahrungen im Umgang mit Archiven und Quellenmaterial auf dem Gebiet der Provenienzrecherche, Erfahrung in der wissenschaftshistorischen Auswertung von zeitgenössischen Quellen und anderer Archivmaterialien zur deutschen Kolonialzeit, Vertrautheit mit Prozessen digitaler Erschließung von Sammlungen (Arbeit mit Objektdatenbanken), sehr gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft zu Dienstreisen.

Wünschenswert und von Vorteil sind Französisch‐Kenntnisse, eine ausgeprägte Kommunikations‐ und Teamfähigkeit sowie ein hohes Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf die besonderen Anforderungen der Aufgabe.

Wir bieten die Mitarbeit in einem dynamischen Team und eine verantwortungsvolle Forschung in einem Verbundprojekt zu einem aktuellen, politisch sensiblen Aufgabengebiet, die Vergütung nach TV‐L 13, eine nachhaltige Einarbeitung und Unterstützung durch erfahrene Kollegen und Kolleginnen.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Universität Tübingen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb entsprechend qualifizierte Wissenschaftlerinnen um ihre Bewerbung.

Die Einstellung erfolgt durch die Zentrale Verwaltung. Eine Erstattung von Kosten aus Anlass der Bewerbung, insbesondere des Vorstellungsgespräches (wie Reise‐ und Übernachtungskoten), ist grundsätzlich nicht möglich.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bis zum 15. Mai 2021 in elektronischer Form (per E‐Mail in einem zusammenhängenden pdf) unter der Adresse
an den Direktor des Museums der Universität Tübingen, Professor Dr. Ernst Seidl. Für inhaltliche Auskünfte zur Stellenausschreibung steht Ihnen die Projektleiterin Frau Dr. Fabienne Huguenin unter oder 07071/29 74 127 gern zur Verfügung.

Verlängert bis 11. April: Call for Papers für die Herbsttagung 2021 des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

24.03.2021

Die dies­jäh­ri­ge Herbst­kon­fe­renz des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te wird vom 17.-19.11.2021 als vir­tu­el­le Kon­fe­renz und in Ko­ope­ra­ti­on mit der Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz und The Re­se­arch Cen­ter for Ma­te­ri­al Cul­ture of the Na­tio­nal Mu­se­um of World Cul­tu­res, the Net­her­lands statt­fin­den. The­ma der Kon­fe­renz mit dem Ti­tel “The Long His­to­ry of Claims for the Re­turn of Cul­tu­ral He­ri­ta­ge from Co­lo­ni­al Con­texts” ist die oft­mals ver­ges­se­ne Vor­ge­schich­te zur heu­ti­gen De­bat­te um die Rück­ga­be von Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten.

Ne­ben Vor­trä­gen von ge­la­de­nen Red­ner:in­nen wird es die­ses Jahr auch mög­lich sein, sich mit ei­nem ei­ge­nen Bei­trag um die Teil­nah­me zu be­wer­ben. Die Frist da­für wur­de nun bis zum 11. April 2021 ver­län­gert. Den aus­führ­li­chen Call for Pa­pers fin­den Sie hier. Er ent­hält auch al­le wei­te­ren wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen. Bit­te be­ach­ten Sie: Die Kon­fe­renz wird auf Eng­lisch statt­fin­den. Bei Rück­fra­gen wen­den Sie sich bit­te ger­ne an: con­fe­rence@kul­tur­gut­ver­lus­te.de.

Erste Online-Tagung im Bomann-Museum mit großer Resonanz sehr erfolgreich

Die Tagung fand im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts statt, das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und dem Lüneburgischen Landschaftsverband gefördert wird. Im Projekt wird unter anderem die Herkunft der Erwerbungen untersucht, die das Bomann-Museum in den Jahren 1933 bis 1945 im regionalen Kunsthandel tätigte. Dabei soll geklärt werden, ob sich darunter Kulturgut aus vormaligem jüdischem Besitz befindet, das nach 1933 unter Zwang verkauft oder enteignet wurde.

Für die Provenienzrecherche ergeben sich im Fall des regionalen Kunsthandels jedoch besondere Herausforderungen. Die Quellenlage ist nicht selten problematisch, wenn weder Auktions- und Verkaufskataloge noch Geschäftsunterlagen überliefert sind. Vor dieser Problematik steht allerdings nicht nur das Bomann-Museum, sondern auch andere Häuser bei Forschungen zur Herkunft ihrer dort erworbenen Bestände. Daher war es ein Ziel der Tagung, zur Vernetzung der Ergebnisse beizutragen und eine Diskussion darüber anzuregen, wie trotz schwieriger Quellenlage eine bestmögliche Recherche stattfinden kann.

Angesichts der Corona-Pandemie musste das Bomann-Museum erstmals eine Tagung komplett in digitaler Form realisieren. Obwohl insbesondere Beiträge zum Kunsthandel in Niedersachsen, Hamburg und Bremen Teil der Veranstaltung waren, fand sie weit darüber hinaus große Resonanz. Rund 130 Interessierte aus ganz Deutschland und teilweise dem europäischen Ausland nahmen daran teil. „Das sind mehr als doppelt so viele wie bei der letzten Tagung vor dreieinhalb Jahren“, zeigt sich Organisator Dr. des. Christopher Galler zufrieden.

Auch Museumsdirektor Dr. Jochen Meiners zeigte sich in seinem Grußwort sehr zufrieden mit der Resonanz: „Diese Reichweite hätten wir mit einem analogen Format wohl nicht erzielen können. Auch können Kolleginnen und Kollegen teilnehmen, die wegen der räumlich Distanz zum Tagungsort wohl nicht angereist wären.“

Den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Der Kunsthandel in Hannover: Bezugsquelle für die Sammlung des Bomann-Museums Celle“ hielt Projektbearbeiter Dr. des Christopher Galler. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte des Bomann-Museums bis 1945 gab er einen ausführlichen Einblick die Forschungsergebnisse zu den Erwerbungen bei sechs Kunsthändlern aus Hannover. Besonders der Händler Emil Backhaus war durch seine Funktion als Vertrauensmann und Sachverständiger der Reichskammer der bildenden Künste am Entzug von Kulturgut beteiligt. Nicht selten kaufte er selbst Kunst und Antiquitäten an, die er zuvor aus dem Umzugsgut von Juden ausgeschlossen hatte, und überwies den Preis auf Sperrkonten. Schwierig gestaltet sich allerdings nach wie vor die konkrete Zuordnung von Objekten, wenn es sich um keine Unikate handelt oder sie in den Quellen nur rudimentär beschrieben sind.

Im folgenden Vortrag beleuchtete Dr. Johannes Schwartz, der als Provenienzforscher für die kulturgeschichtlichen Museen der Stadt Hannover zuständig ist, seine Ergebnisse am Beispiel von drei Kunsthändlern. Darunter war auch der bereits zuvor erwähnte Emil Backhaus, durch dessen Vermittlung ein Rokoko-Schrank aus dem Besitz der als Jüdin verfolgten Klara Berliner in den Bestand des Museums August Kestner gelangte. Weiterhin referierte er ausführlich zu den Händlern Erich Pfeiffer und Karl von der Porten, der einen jüdischen Adoptivvater hatte. Mit diesem hatte er sich jedoch überworfen und verdiente während der NS-Zeit selbst an der Versteigerung von jüdischem Eigentum.

Im Anschluss folgten mehrere kürzere Beiträge: Moderatorin Dr. Claudia Andratschke, die neben der Leitung des Netzwerkes auch für die Provenienzforschung am Landesmuseum Hannover zuständig ist, ergänzte die bereits genannten Erkenntnisse zum Kunsthandel in Hannover durch Beispiele aus ihrer eigenen Forschung. Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, die Direktorin des Museums Kunst der Westküste, referierte über die Provenienz eines Liebermann-Gemäldes, das seit 2016 im Bestand des von ihr geleiteten Museums ist. 1942 war es vom Städtischen Museum Braunschweig an den Kunsthändler Erich Pfeiffer veräußert worden und wurde im August 1943 zur Sicherung vor Bombenangriffen im Celler Schloss eingelagert. Dr. Christian Riemenschneider zeigte anschließend die Verbindungen des regionalen Kunsthandels zu den Museen in Südniedersachsen auf und berichtete dabei auch über den jüdischen Händler Henry Seligmann, der vor 1933 insbesondere erfolgreich mit Münzen handelte. Dr. Ulrike Schmiegelt-Rietig stellte Erkenntnisse zu dem in Hannover geborenen Kunsthändler Helmuth Rinnebach vor. Dieser betrieb in den 1920er Jahren in Hannover wohl nur kurzzeitig eine Kunsthandlung, spielte aber ab 1939 bei der Beschlagnahmung von Kunst im „Protektorat Böhmen und Mähren“ eine Rolle.

Das Nachmittagsprogramm begann mit einem Doppelvortrag von Dr. Kathrin Kleibl und Susanne Kiel, die am Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven tätig sind. Dort forschen sie zum Verbleib von jüdischem Umzugsgut, das nach Ausbruch des Krieges in den Häfen von Bremen und Hamburg verblieben war und zugunsten des Reiches „verwertet“ wurde. Dies geschah häufig durch Auktionen, so auch im Fall des Umzugsgutes von Hans Salomon, der in Celle bis 1938 das Herrenmodengeschäft Hasall betrieben hatte. Nicht wenige Kunst- und Antiquitätenhändler traten auf solchen Auktionen als Käufer auf. Ziel der Forschungen und Kleibl und Kiel ist umfangreiche Datenbank, mit der der Verbleib des Umzugsgutes recherchiert werden kann.

Der anschließende Vortrag von Dr. Brigitte Reuter thematisierte die Geschichte der 1938 gegründeten Hamburger Kunsthandlung F.K.A. Huelsmann. Das Händler-Ehepaar vermachte große Teile seiner Privatsammlung der Stadt Bielefeld, wo sie heute im Museum Huelsmann zu sehen ist. Im Verlauf ihres Bestehens entwickelte sich die Kunsthandlung für die Museen in Norddeutschland vor allem zu einer Bezugsquelle für hochwertige Silberobjekte. Der abschließende Beitrag von Dr. Annette Baumann zu den Händlern und Sammlern Herbert von Gravens und Otto Ralfs als Scouts der Avantgarde im Norden nahm dann noch einmal einen weiteren bedeutenden Aspekt des regionalen Kunsthandels in Hannover in den Blick.

Bereits im Verlauf der Veranstaltung kristallisierte sich im Chat der Wunsch heraus, die bisherigen Forschungserkenntnisse zu den Kunst- und Antiquitätenhandlungen und anderen Akteuren in einem Verzeichnis zusammenzuführen. Hierzu entwickelte sich auch eine rege Abschlussdiskussion. Ein solches Verzeichnis soll im Rahmen der geplanten Publikation der Tagungsbeiträge zunächst zu den Händlern und Firmen entstehen, die Gegenstand der Vorträge waren.

 

 004: Boden einer Fürstenberger Vase, 1942 beim Händler Emil Backhaus (Hannover) erworben,
© Bomann-Museum Celle
 003: Verladung im Hamburger Hafen,
© Gustav Werbeck/HHLA/Speicherstadtmuseum
 002: Werbeanzeige des Händlers Erich Pfeiffer aus dem Adressbuch der Stadt Hannover für 1942
 001: Blick in die erste Ausstellung der Galerie von Garvens (Hannover) im Oktober 1920,
© Herbert von Garvens- Garvensburg: Zwei Jahre Galerie von Garvens, Hannover 1922

Mehr Geld für die Provenienzforschung: Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste erweitert seine Forschungsförderung

21.01.2021

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te er­hält 2021 ins­ge­samt 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr. Die zu­sätz­li­chen Mit­tel wer­den von der Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en, Prof. Mo­ni­ka Grüt­ters, zur Ver­fü­gung ge­stellt. Da­mit kann die Stif­tung im Jahr 2021 ih­re Mit­tel für die For­schung nach un­recht­mä­ßig ent­zo­ge­nem Kul­tur­gut er­neut er­hö­hen, wo­bei die För­de­rung der Er­mitt­lung von NS-Raub­gut auch künf­tig den weit­aus größ­ten An­teil mit nun­mehr gut 5 Mil­lio­nen Eu­ro aus­macht.

Prof. Dr. Gil­bert Lup­fer, Vor­stand des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te, be­grüß­te die Er­hö­hung: „Die­se Ent­schei­dung er­mög­licht es In­sti­tu­tio­nen und Pri­vat­per­so­nen in Deutsch­land, noch in­ten­si­ver als bis­her nach un­recht­mä­ßig ent­zo­ge­nem Kul­tur­gut zu for­schen. Und sie zeigt auch, dass die Pro­ve­ni­enz­for­schung und da­mit die Auf­ar­bei­tung ge­sche­he­nen Un­rechts wei­ter­hin ei­nen ho­hen Stel­len­wert in der Kul­tur­po­li­tik ge­nießt.“

Der Stif­tungs­rat des Zen­trums be­schloss in sei­ner jüngs­ten Sit­zung im De­zem­ber, die Richt­li­ni­en für die För­de­rung in den Be­rei­chen NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut so­wie Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten an­zu­pas­sen. Un­ter an­de­rem wur­de die ma­xi­ma­le För­der­sum­me für kurz­fris­ti­ge Pro­jek­te von 15.000 Eu­ro auf 25.000 Eu­ro er­höht. Im Be­reich NS-Raub­gut ist ei­ne För­de­rung von so­ge­nann­ten Erst­checks nun auch für Pri­vat­per­so­nen mög­lich. Mit ei­nem sol­chen Erst­check soll fest­ge­stellt wer­den, ob ein Ver­dacht auf NS-Raub­gut in ei­nem Saml­lungs­be­stand vor­liegt. So kann der Be­darf an ei­ner wei­ter­ge­hen­den, lang­fris­ti­gen Pro­ve­ni­enz­for­schung er­mit­telt oder aus­ge­schlos­sen wer­den. Auch für die Pro­ve­ni­enz­for­schung an Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten kön­nen nun Erst­check-Pro­jek­te ge­för­dert wer­den. Zu­dem kön­nen auch be­stimm­te pri­vat ge­tra­ge­ne Ein­rich­tun­gen in die­sem Be­reich künf­tig För­deran­trä­ge stel­len. Der Stif­tungs­rat be­schloss au­ßer­dem, die För­de­rung von Grund­la­gen­for­schung zu Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in SBZ und DDR für 2021 von bis­her bis zu 300.000 Eu­ro auf bis zu 500.000 Eu­ro zu er­hö­hen.

Der Stif­tungs­rats­vor­sit­zen­de Dr. Gün­ter Win­ands dank­te in der Sit­zung der bis­he­ri­gen Ku­ra­to­ri­ums­vor­sit­zen­den Dr. Ute Haug für ih­ren ho­hen Ein­satz und ihr großes En­ga­ge­ment für das Zen­trum. Die Be­set­zung des Ku­ra­to­ri­ums des Zen­trums wech­sel­te im No­vem­ber 2020 re­gu­lär nach fünf Jah­ren.

Das von Bund, Län­dern und kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den zum 01.01.2015 ge­grün­de­te Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg ist in Deutsch­land zen­tra­ler An­sprech­part­ner zu al­len Fra­gen un­recht­mä­ßig ent­zo­ge­nen Kul­tur­guts. Das Zen­trum wird von der Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en in­sti­tu­tio­nell ge­för­dert und er­hält hier­aus auch die Mit­tel für sei­ne Pro­jekt­för­de­rung. Das Haupt­au­gen­merk des Zen­trums gilt dem im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nen Kul­tur­gut, ins­be­son­de­re aus jü­di­schem Be­sitz. Da­ne­ben zäh­len Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten und kriegs­be­dingt ver­la­ger­te Kul­tur­gü­ter so­wie Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in der SBZ und DDR zu den Hand­lungs­fel­dern des Zen­trums. An­trä­ge für län­ger­fris­ti­ge Pro­jek­te kön­nen je­weils bis zum 1. Ja­nu­ar und 1. Ju­ni ei­nes Jah­res ein­ge­reicht wer­den.

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te

Stif­tung bür­ger­li­chen Rechts
Pres­se­stel­le
Hum­boldt­stra­ße 12 | 39112 Mag­de­burg
Te­le­fon +49 (0) 391 727 763 35
Te­le­fax +49 (0) 391 727 763 6
pres­se@kul­tur­gut­ver­lus­te.de
www.kul­tur­gut­ver­lus­te.de

Sonderausstellung Berlinische Galerie: “Provenienzen – Kunstwerke wandern” – virtuelle Angebote online!

Sonderausstellung der Berlinischen Galerie – Museum für Moderne Kunst Berlin (28.19.2020-16.8.2021)

„Die Kunstwerke wandern. Das war und ist ihr Schicksal, und niemals wird es sich ändern.“ Mit dieser grundlegenden Feststellung führte schon 1925 der Berliner Kunstkritiker Adolph Donath (1876 – 1937) in eine Beschreibung der Provenienzforschung ein.

Die Dimensionen dieses Forschungsfeldes bleiben Museumsbesucher*innen in der Regel verborgen. Heute dient es vorrangig dazu, NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut aufzuspüren. In Museen der Klassischen Moderne sind das Gemälde, Skulpturen oder Zeichnungen die jüdischen Verfolgten des Nationalsozialismus geraubt oder abgepresst worden sind. 

In Ausstellungen bietet sich nur selten Raum, die oft verschlungenen Pfade nachzuzeichnen, die einzelne Werke genommen haben. Wie facettenreich ihre Herkunftsgeschichten sein können, beschreibt die Ausstellung „Provenienzen. Kunstwerke wandern“ exemplarisch an einem 1912 entstandenen Selbstbildnis von Max Liebermann (1847 – 1935). Zugleich werden in einer Salonhängung selten oder noch nie gezeigte Werke aus der Sammlung der Berlinischen Galerie präsentiert.

Die Auswahl führt an die aktuell laufende Erforschung der Provenienz der Bestände heran. Über digitale Medien werden Recherchestände vermittelt, aber auch noch bestehende Wissenslücken dokumentiert. Es wird deutlich: Jedes Werk ist gewandert, und das Wissen um diese Wege erweitert den Blick auf die Kunst.

Künstler*innen (Auswahl): Ima Breusing (1886 – 1968), Lovis Corinth (1858 – 1925), Jacoba van Heemskerck (1876 – 1923), Ludwig von Hofmann (1861 – 1945), Martel Schwichtenberg (1896 – 1945), Felix Nussbaum (1904 – 1944)

Seit 2006 ist die Ermittlung von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut ein Arbeitsfeld der Berlinischen Galerie. Ab 2011 wurde es mit Mitteln des Landes Berlin möglich, kontinuierlich zu recherchieren. 2018 wurde die Provenienzforschung mit einer festen Wissenschaftler*innen-Stelle dauerhaft in die Museumsarbeit eingebunden.

Über https://berlinischegalerie.de/ausstellung/provenienzen/ gelangen Sie zu digitalen Angeboten rund um die Ausstellung (digitale Medienstation, virtueller Rundgang und Podcast). 

Neues Heft „Provenienz & Forschung“ zu Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten erschienen

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te hat ei­ne neue Aus­ga­be des Pe­ri­odi­kums „Pro­ve­ni­enz & For­schung“ ver­öf­fent­licht. In Heft 2/2020 geht es um Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten.

Zum In­halt:

Die Auf­ar­bei­tung des Ko­lo­nia­lis­mus ist seit 2018 ein er­klär­tes Ziel der deut­schen Kul­tur­po­li­tik. In die­sem Sin­ne wur­de der Auf­ga­ben­be­reich des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te um ei­nen neu­en Fach­be­reich er­wei­tert und seit 2019 mit der För­de­rung von Pro­jek­ten im Be­reich der Pro­ve­ni­enz­for­schung zu »Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten« be­gon­nen. Die­ses Heft bie­tet ei­nen ers­ten Ein­blick in ak­tu­el­le For­schungs­per­spek­ti­ven und stellt zen­tra­le Ak­teu­re der po­li­ti­schen und ge­sell­schaft­li­chen De­bat­te vor.

Heft 2/2020

„VEB Kunst“ – eine Tagung zum Kulturgutentzug in der DDR

30.11.2020

30 Jah­re nach der Deut­schen Ein­heit ist die DDR zwar Ver­gan­gen­heit, doch die Auf­ar­bei­tung ih­rer Ge­schich­te ist noch lan­ge nicht ab­ge­schlos­sen. Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te be­leuch­tet mit der di­gi­ta­len Kon­fe­renz „VEB Kunst – Kul­tur­gut­ent­zug und Han­del in der DDR“ am 30. No­vem­ber 2020 ein Feld in der Pro­ve­ni­enz­for­schung, das öf­fent­lich bis­lang noch we­nig dis­ku­tiert wird: den Bin­nen- und Au­ßen­han­del mit Kunst und An­ti­qui­tä­ten auf dem Ge­biet der ehe­ma­li­gen DDR zwi­schen 1945 und 1990.

Pres­se­mit­tei­lung

Pilotprojekt zur Digitalisierung und Auswertung von 42.000 NS-Akten im Brandenburgischen Landeshauptarchiv

17.11.2020

Das Bran­den­bur­gi­sche Lan­des­haupt­ar­chiv (BLHA) hat mit ei­nem Pi­lot­pro­jekt be­gon­nen, in dem die ca. 42.000 Ak­ten der NS-Ver­mö­gens­ver­wer­tungs­stel­le Ber­lin-Bran­den­burg re­stau­ra­to­risch ge­si­chert und für For­schung und Öf­fent­lich­keit di­gi­tal zu­gäng­lich ge­macht wer­den. Zum ei­nen wer­den die Ak­ten sys­te­ma­tisch elek­tro­nisch er­schlos­sen und zum an­de­ren wis­sen­schaft­lich aus­ge­wer­tet, wo­durch Auf­klä­rung über den Ent­zug und Ver­bleib von Kul­tur­gut, das im Zu­ge der NS-Ver­fol­gung be­schlag­nahmt wur­de, ge­leis­tet wird.

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te, die Be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en (BKM) und das Mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft, For­schung und Kul­tur des Lan­des Bran­den­burg (MWFK) fi­nan­zie­ren das Pro­jekt ge­mein­sam. Mit rund 3,3 Mil­lio­nen Eu­ro trägt die BKM den größ­ten An­teil der För­de­rung.

Ne­ben den für die Pro­ve­ni­enz­for­schung wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen zum NS-Kunst­raub und zu heu­ti­gen Stand­orten ent­zo­ge­nen Kul­tur­guts ent­hal­ten die Ak­ten der Ver­mö­gens­ver­wer­tungs­stel­le des Ober­fi­nanz­prä­si­den­ten Ber­lin-Bran­den­burg oft auch letz­te Hin­wei­se zum Ver­fol­gungs­schick­sal der De­por­tier­ten und Er­mor­de­ten. Sie sind für An­ge­hö­ri­ge, Rechts­nach­fol­ger:in­nen und die Wis­sen­schaft welt­weit von Be­deu­tung.

Die durch die Aus­wer­tung und wis­sen­schaft­li­che Pro­ve­ni­enz­for­schung er­ar­bei­te­ten Er­geb­nis­se wer­den an die Rechts­nach­fol­ger der Op­fer na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Ver­fol­gung – so­weit be­kannt – und an die­je­ni­gen öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen und Mu­se­en wei­ter­ge­ge­ben, die nach Ak­ten­la­ge Kunst­ob­jek­te aus ehe­ma­li­gem jü­di­schen Be­sitz er­wor­ben ha­ben.

Ein wei­te­res Ziel ist es, die Er­geb­nis­se und Quel­len ei­ner brei­ten Öf­fent­lich­keit zur wis­sen­schaft­li­chen Nach­nut­zung zu­gäng­lich zu ma­chen.

Das Pro­jekt soll bis 2023 ab­ge­schlos­sen sein.

Pres­se­mit­tei­lung

Stellenangebot freie/r wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für die Untersuchung außereuropäischer Sammlungsbestände in Thüringer Museen

Zum 1. Dezember 2020 sucht der Museumsverband Thüringen e. V. eine/n freie/r wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in auf Honorarbasis für die Untersuchung außereuropäischer Sammlungsbestände auf koloniale Kontexte.

Der 1990 gegründete Museumsverband Thüringen e. V. ist ein Fachverband und die Interessenvertretung für derzeit 230 Museen. Er berät den Freistaat Thüringen und seine Mitgliedsmuseen in allen Fragen des Museumswesens. Um seine Aufgaben als Interessenvertretung, Service-, Beratungs- und Koordinationsorgan zu erfüllen, betreibt der Museumsverband in der Landeshauptstadt Erfurt eine Geschäftsstelle.

2018 fand durch den Museumsverband Thüringen e. V. eine Umfrage zu ethnografischen Sammlungsbeständen in den Thüringer Museen statt. Auf Grundlage der Auswertung wird vom 1. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021 ein Projekt zur Untersuchung ausgewählter außereuropäischer Sammlungen an vier Thüringer Museen stattfinden. Dabei steht die Bestimmung der Objekte, deren Einordnung sowie die Frage der Provenienz im Vordergrund. Den Untersuchungsgegenstand bilden ca. 100 Objekte, die vornehmlich aus Australien, Mittel- und Südamerika, Ozeanien und Ostasien stammen. Als Grundlage für weiterführende Forschungen werden die Objekte zeitgleich professionell fotografiert. Im Hinblick auf die Provenienz möchte der Museumsverband Thüringen e. V. mit diesem Projekt die teilnehmenden Museen unterstützen, Sammlungsbestände aus kolonialen Kontexten zu identifizieren und einen Prozess der Auseinandersetzung mit dem Thema einzuleiten.

Zu den Aufgaben gehören:
• Bestimmung der Sammlungsbestände
• Recherche zur Provenienz der Sammlungsbestände
• Aufbereitung der erarbeiteten Forschungsergebnisse, Eingabe in die Datenbank und Konzeption einer entsprechenden Online-Veröffentlichung, Verschriftlichung und Veröffentlichung der Ergebnisse
• Zuarbeit für begleitende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
• öffentliche Endpräsentation der Projektergebnisse

Anforderungen:
• abgeschlossenes Hochschulstudium in Sozial- und Kulturanthropologie (Ethnologie), Globalgeschichte, Kulturwissenschaften, Museologie oder vergleichbare Fachrichtungen
• Erfahrung in wissenschaftlicher Projektarbeit und deren Dokumentation
• Erfahrung in Umgang mit musealem Sammlungsgut und dessen wissenschaftlicher Bearbeitung
• Vertrautheit mit Prozessen der digitalen Sammlungserschließung sowie einschlägige Erfahrungen mit Objektdatenbanken
• praktische Erfahrungen und gute Kenntnisse in der wissenschaftlichen Auswertung von Archivmaterialien
• sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen
• Engagement, selbständiges Arbeiten, Organisationsvermögen, ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit
• Erfahrung in der Arbeit mit Objektdatenbanken
• Führerschein Klasse B

Wir würden uns wünschen:
• Erfahrungen in der Provenienzforschung insbesondere im kolonialen Kontext

Wir bieten:
• Vergütung auf Basis eines Honorarvertrags
• Zusammenarbeit mit einem motivierten Team der Geschäftsstelle des Museumsverband Thüringen e. V.
• mobiles Arbeiten nach Absprache

Für Rückfragen steht Ihnen Sandra Müller (0361/24142640, ) gern zur Verfügung.
Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie die geforderten Voraussetzungen erfüllen, dann senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 27. November 2020 in Form einer Online-Bewerbung als pdf an