Jüdische Gemeinde Oldenburg erhält Grundstein der alten Synagoge

20.06.2019

In ei­nem be­we­gen­den Fes­t­akt hat die Jü­di­sche Ge­mein­de Ol­den­burg den Grund­stein der al­ten Syn­ago­ge zu­rück­er­hal­ten. Der Grund­stein be­fand sich vie­le Jah­re im Be­stand des Stadt­mu­se­ums Ol­den­burg und konn­te im Zu­ge der dor­ti­gen vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten Pro­ve­ni­enz­for­schung nun als ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut re­sti­tu­iert wer­den. Die Jü­di­sche Ge­mein­de über­lässt den sym­bol­hal­ti­gen Stein dem Stadt­mu­se­um als wich­ti­ge Leih­ga­be für die Dau­er­aus­stel­lung.

„Am Bei­spiel sol­cher Re­sti­tu­tio­nen zeigt sich, wa­rum es wich­tig ist, Pro­ve­ni­enz­for­schung zu be­trei­ben und mit den recht­mä­ßi­gen Er­ben nach ge­rech­ten und fai­ren Lö­sun­gen im Sin­ne der Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en zu su­chen. Sol­che Re­sti­tu­tio­nen krö­nen den lan­gen Weg der oft her­aus­for­dern­den For­schungs­ar­bei­ten“, sag­te So­phie Le­schik, Re­fe­ren­tin im Fach­be­reich Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Zen­trum.

Der Grund­stein war 1854 ge­legt wor­den. In der Po­grom­nacht 1938 setz­ten die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten die Syn­ago­ge in Brand und zer­stör­ten sie, der Stein tauch­te 1959 bei Bau­ar­bei­ten wie­der auf und wur­de dann in die Samm­lun­gen des Stadt­mu­se­ums Ol­den­burg ge­ge­ben. Der ur­sprüng­li­che In­halt des Steins be­fin­det sich heu­te im Be­sitz des Braun­schwei­gi­schen Lan­des­mu­se­ums und um­fasst zwei gra­vier­te Plat­ten, zwei Mün­zen und ei­ne Zeit­kap­sel, die das Stadt­mu­se­um Ol­den­burg als Leih­ga­ben er­hält. Dar­über hin­aus ent­hielt er ei­ne Grund­riss­skiz­ze, ei­ne Glau­bens- und Pflich­ten­leh­re, ein Ge­set­zes­blatt und ei­nen Zei­tungs­aus­schnitt.

In der Stadt Ol­den­burg wird seit 2016 mit Un­ter­stüt­zung des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te Pro­ve­ni­enz­for­schung im Stadt­mu­se­um be­trie­ben: Über­prüft wer­den al­le künst­le­ri­schen Ar­bei­ten, die von 1933 bis 1945 Ein­gang in die Be­stän­de des Mu­se­ums fan­den. Be­trof­fen sind ins­ge­samt ca. 1000 Ob­jek­te.

Pres­se­mit­tei­lung der Stadt Ol­den­burg

Archiv-Workshop für Provenienzforscher

29.04.2019

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te und das Säch­si­sche Staats­ar­chiv, Staats­ar­chiv Leip­zig ver­an­stal­ten am 5. Ju­ni 2019 im Staats­ar­chiv Leip­zig den Work­shop „Ar­chi­ve und Ar­chiv­gut: Quel­len und Re­cher­che­we­ge für die Pro­ve­ni­enz­for­schung“. Der Work­shop rich­tet sich an Pro­ve­ni­enz­for­scher und führt in ar­chi­vi­sche Zu­stän­dig­kei­ten, wich­ti­ge Quel­len­grup­pen so­wie ana­lo­ge und di­gi­ta­le Re­cher­chemög­lich­kei­ten ein.

Das aus­führ­li­che Pro­gramm mit den An­mel­de­mo­da­li­tä­ten zum Work­shop fin­den Sie hier.

10. April: Zentrum unterstützt „Tag der Provenienzforschung“

09.04.2019

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg un­ter­stützt den vom Ar­beits­kreis Pro­ve­ni­enz­for­schung e. V. in­iti­ier­ten ers­ten „Tag der Pro­ve­ni­enz­for­schung“ am 10. April 2019. Ge­mein­sam mit dem Nie­der­säch­si­schen Lan­des­ar­chiv und der „Kon­fe­renz der Lei­te­rin­nen und Lei­ter der Ar­chiv­ver­wal­tun­gen des Bun­des und der Län­der“ rich­tet das Zen­trum an die­sem Tag die Fach­kon­fe­renz „Mu­se­ums­über­lie­fe­rung – Im Schnitt­punkt der In­ter­es­sen von Mu­se­en, Ar­chi­ven und der For­schung“ aus.

Uwe Hart­mann, Lei­ter des Fach­be­reichs Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Zen­trum, und Ma­thi­as Dei­nert, An­sprech­part­ner im Be­reich Pro­jekt­ko­or­di­na­ti­on Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in SBZ und DDR, wer­den im Rah­men der Ta­gung be­grü­ßen, ein­zel­ne Sek­tio­nen mo­de­rie­ren und die Ab­schluss­dis­kus­si­on lei­ten.

Ziel ist es, den fach­li­chen Dia­log zwi­schen Pro­ve­ni­enz­for­schung, Mu­se­en und Ar­chi­ven vor­an­zu­trei­ben und dar­zu­stel­len, wel­che spe­zi­fi­schen An­for­de­run­gen und Be­dürf­nis­se Pro­ve­ni­enz­for­scher an die Er­schlie­ßung von Mu­se­ums-Schrift­gut ha­ben. An­hand von Er­fah­rungs­be­rich­ten wer­den er­folg­rei­che Mo­del­le und Bei­spie­le gu­ter Zu­sam­men­ar­beit vor­ge­stellt, aber auch Pro­ble­me und Hür­den be­spro­chen, um ge­mein­sam über Lö­sun­gen nach­zu­den­ken.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur vom Zen­trum aus­ge­rich­te­ten Ta­gung fin­den Sie hier.

Der Tag der Pro­ve­ni­enz­for­schung fin­det in die­sem Jahr erst­ma­lig statt. Mehr als 70 Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen in Deutsch­land, Groß­bri­tan­ni­en, Ös­ter­reich, den Nie­der­lan­den und der Schweiz neh­men dar­an teil und ge­ben u. a. im Rah­men von Füh­run­gen, Prä­sen­ta­tio­nen, Aus­stel­lun­gen oder an­der­wei­ti­gen Ak­tio­nen ei­nen ak­tu­el­len Ein­blick in we­sent­li­che Fra­gen und Er­geb­nis­se der Pro­ve­ni­enz­for­schung. Zu­künf­tig soll der Ak­ti­ons­tag ein­mal jähr­lich, je­weils am zwei­ten Mitt­woch im April statt­fin­den.

Ei­ne Über­sicht der teil­neh­men­den Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen fin­det sich auf der Web­si­te des Ar­beits­krei­ses Pro­ve­ni­enz­for­schung.

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Jetzt Förderung von Projekten zur Erbenermittlung

08.04.2019

Mit der am 22. Ja­nu­ar 2019 in Kraft ge­tre­te­nen Er­wei­te­rung der Richt­li­nie für die För­de­rung der Pro­ve­ni­enz­for­schung (PDF, 2 MB) (NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut) be­steht nun auch die Mög­lich­keit, beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg ei­ne För­de­rung von Pro­jek­ten zur Er­be­ner­mitt­lung zu be­an­tra­gen.

Der neue För­der­ge­gen­stand zielt dar­auf ab, Er­ben zu Ob­jek­ten aus Samm­lun­gen, zu de­nen be­reits Pro­ve­ni­enz­for­schung statt­ge­fun­den hat, zu er­mit­teln und so zu ei­ner ge­rech­ten und fai­ren Lö­sung im Sin­ne der Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en von 1998 und der Ge­mein­sa­men Er­klä­rung von 1999 bei­zu­tra­gen.

Die nächs­te An­trags­frist für lang­fris­ti­ge For­schungs­pro­jek­te en­det am 1. Ju­ni 2019.
Ein­zel­fall­be­zo­ge­nen, kurz­fris­ti­gen For­schungs­be­darf bis zu ei­ner ma­xi­ma­len För­der­sum­me von 15.000 Eu­ro för­dert das Zen­trum oh­ne Frist ganz­jäh­rig.

Das Zen­trum bie­tet zu­dem mit der On­line-Ru­brik “Er­be­ner­mitt­lung” im Rah­men sei­nes Auf­trags ei­nen ak­tu­ell ge­hal­te­ten Wis­sens­stand mit Hin­wei­sen zu Me­tho­den, Ab­läu­fen, Re­cher­chemög­lich­kei­ten und Quel­len zur Er­mitt­lung mög­li­cher Er­ben.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur För­de­rung so­wie die ak­tu­el­len An­trags­for­mu­la­re sind hier zu­gäng­lich.
Der Fach­be­reich Pro­ve­ni­enz­for­schung steht im Rah­men der Pro­jekt­be­ra­tung als An­sprech­part­ner zur Ver­fü­gung.

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te
Cath­leen Tas­ler
Pro­jekt­be­ra­tung (“NS-Raub­gut” – öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen)
Hum­boldt­stra­ße 12
39112 Mag­de­burg
Te­le­fon: +49 (0) 391 727 763 21
Te­le­fax: +49 (0)391 727 763 6
E-Mail: 

Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te
Dr. Dag­mar The­sing
Pro­jekt­be­ra­tung (“NS-Raub­gut” – pri­va­te Ein­rich­tun­gen und Pri­vat­per­so­nen)
Hum­boldt­stra­ße 12
39112 Mag­de­burg
Te­le­fon: +49 (0) 391 727 763 31
Te­le­fax: +49 (0)391 727 763 6
E-Mail: 

Stellenausschreibung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät: Wissenschaftliche/r Mitarbeiterin*s (m-w-d)

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, ist in den Meckelschen Sammlungen am Institut für Anatomie und Zellbiologie ab dem 01.05.2019 die auf 3 Jahre befristete Stelle eines/einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin*s (m-w-d) zu besetzen.

Teilzeitbeschäftigung: 80 %

Die Vergütung erfolgt je nach Aufgabenübertragung und Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13TV-L.

Voraussetzungen:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Magister) der Kunstgeschichte, Geschichtswissenschaften, Museumspädagogik oder Museumswissenschaft

Arbeitsaufgaben:

  • Aktive Beteiligung an Forschungsarbeiten zur Provenienz von Präparaten der Meckelschen Sammlungen
  • Digitalisierung der Sammlungspräparate und Erstellung eines Sammlungskatalogs
  • Initiierung von neuen didaktischen Sammlungs-Konzepten, Regelmäßige Führungen durch die Sammlungen
  • Fundierte Kenntnisse über die Meckelschen Sammlungen

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Frauen werden nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Heike Kielstein, Tel.: 0345 557-1701, Fax: 0345 557-1700, E-Mail:

Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Reg.-Nr. 7-039/19-H mit den üblichen Unterlagen bis zum 18.04.2019 an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Frau Prof. Heike Kielstein, Große Steinstraße 52, 06108 Halle (Saale).

Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt eventueller haushaltsrechtlicher Restriktionen. Bewerbungskosten werden von der Martin-Luther-Universität nicht erstattet. Bewerbungsunterlagen werden nur zurückgesandt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt wurde.

Die gesamte Stellenausschreibung finden Sie hier: http://www.verwaltung.uni-halle.de/dezern3/Ausschr/19_475.pdf

Ausschreibung: Stipendium des Landes Niedersachsen am Zentralinstitut für Kunstgeschichte

Am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München ist zum 01.09.2019 die Stipendiatenstelle des Landes Niedersachsen wiederzubesetzen.

Das Stipendium richtet sich an Doktoranden und Postdoktoranden und ist an einen Aufenthalt am Zentralinstitut für Kunstgeschichte gebunden. Eine aktive Teilnahme an den wissenschaftlichen Veranstaltungen des Zentralinstituts wird erwartet.

Bewerber/innen mit abgeschlossenem Studium der Kunstgeschichte oder verwandter kulturwissenschaftlicher Fächer müssen in Niedersachsen ansässig sein oder ihr Studium an einer Hochschule des Landes erfolgreich beendet haben. Das Dissertations- beziehungsweise Forschungsprojekt soll einen Bezug zur modernen und zeitgenössischen Kunst aufweisen; Projekte aus den Bereichen Provenienzforschung und Digitalisierung sollen besonders gefördert werden.

Die Höhe des Stipendiums beträgt 1.500,- € monatlich. Die Laufzeit beträgt ein Jahr, in begründeten Fällen ist eine Verlängerung um ein weiteres Jahr möglich.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Publikationsliste) und einer maximal vierseitigen Darlegung des Forschungsvorhabens sollen bis zum 30.06.2019 elektronisch eingegangen sein unter: .

Die Entscheidung über die Vergabe des Stipendiums trifft das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.


Stellenausschreibung Koordinierungsstelle Provenienzforschung Sachsen-Anhalt am Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. (m/w/d)

Der 1990 gegründete Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. hat mehr als 200 institutionelle und persönliche Mitglieder. Sein Zweck besteht in der qualitativen Weiterentwicklung der Museumslandschaft. Der Verband versteht sich als Multiplikator in allen museumsrelevanten Fragen. Hierzu zählt auch die Beratung der Museen im Bereich der Provenienzforschung NS-Raubgut. Der Verband wird vom Land Sachsen-Anhalt institutionell gefördert.

Die seit 1994 bestehende Geschäftsstelle soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt durch eine Koordinierungsstelle Provenienzforschung (m/w/d) erweitert werden.

Die Stelle wird als befristete 50% Vollzeitstelle bis zum 31.12.2021 ausgeschrieben. Die Vergütung erfolgt analog zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) mit der Entgeltgruppe 12 TV-L. Die Ausschreibung erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Arbeitsort ist die Stadt Bernburg. Die Stelle wird vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Aufgaben:
Der Schwerpunkt der Aufgabe liegt im Bereich der Provenienzforschung NS-Raubgut in Sachsen-Anhalt. Hierzu zählen
– Initiierung, Vorbereitung und Begleitung des Erstchecks NS-Raubgut in Museen Sachsen-Anhalts
– Initiierung, Vorbereitung und Begleitung von Grundlagenforschung und Untersuchungen zum historischen Kontext mit Bezug zur Museumslandschaft Sachsen-Anhalt
– Beratung der Museen
– Durchführung von Workshops und Fortbildungen
– Durchführung einer Fachtagung zur Erforschung kritischer Provenienzen aus der Zeit zwischen 1945 bis 1990
– Mitarbeit an einer Wanderausstellung auf der Grundlage der Ergebnisse des Erstchecks
– Erstellen einer quantitativen Bestandsübersicht zu kolonialen Sammlungen in Museen in Sachsen-Anhalt
– Öffentlichkeitsarbeit in den verschiedenen Medien

Voraussetzungen:
– abgeschlossenes Studium in einem museumsrelevanten Fachgebiet
– einschlägige Erfahrung in der Museumsarbeit und Provenienzforschung NS-Raubgut ist erwünscht
– gute Kenntnisse der Geschichte des 20. Jahrhunderts ibs. der Zeit von 1933 bis 1945 als auch der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 1950er Jahre hinein zur SBZ/DDR
– Erfahrung in der Organisation von Veranstaltungen (Tagungen, Workshops)
– eigenständiges Arbeiten erwünscht
– gutes sprachliches und schriftliches Ausdrucksvermögen
– EDV-Kenntnisse
– PKW-Führerschein und Fahrtauglichkeit erforderlich, da ggf. einige Orte nicht mit ÖPNV erreichbar sind, eigener PKW von Vorteil

Darüber hinaus erwarten wir eine ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit, selbständige Arbeitsweise, Organisationsgeschick, Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen, Bereitschaft zu Reisetätigkeit.

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. gewährleistet die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter. Schwerbehinderte und diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt berücksichtigt. Es wird jedoch ein Maß an körperlicher Eignung verlangt, das den Anforderungen des Arbeitsplatzes gerecht wird.

Aus Kostengründen werden eingereichte Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt, wenn Ihrer Bewerbungsmappe ein hinlänglich mit Adresse versehener und ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist.

Interessierte richten ihre postalische Bewerbung bitte mit den üblichen aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 29. März 2019 (Datum des Poststempels) an die untenstehende Anschrift. Berücksichtigt werden nur vollständig und innerhalb der Bewerbungsfrist eingereichte Bewerbungen!

Die Datenschutzhinweise für Bewerber (m/w/d) gem. Art. 13 DSGVO zur Datenverarbeitung im Bewerbungsverfahren finden Sie auf unserer Homepage unter
mv-sachsen-anhalt.de/main.pl?page=aktuell&aktuell_group=4

Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
Geschäftsführung
Käthe-Kollwitz-Str. 11
06406 Bernburg

Neuer Förderbeirat “Koloniales Kulturgut” berufen

20.02.2019

Seit dem 1. Ja­nu­ar 2019 kön­nen beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te An­trä­ge für ei­ne Pro­jekt­för­de­rung zur Er­for­schung der Her­kunft von Kul­tur­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten ge­stellt wer­den. Die ers­te An­trags­frist wird der 1. Ju­ni 2019 sein. Zur Be­wer­tung der ein­ge­hen­den An­trä­ge und Er­ar­bei­tung ei­ner För­der­emp­feh­lung an den Vor­stand der Stif­tung, hat Staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters ei­nen neu­en För­der­bei­rat „Ko­lo­nia­les Kul­tur­gut“ be­ru­fen. Als Mit­glie­der wähl­te sie re­nom­mier­te Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten auf die­sem Ge­biet aus und be­zieht auch die in­ter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ve mit ein.

Im Bei­rat ver­tre­ten sind: Prof. Dr. Wieb­ke Ahrndt (Über­see-Mu­se­um Bre­men), Prof. Dr. Dr. An­to­i­net­te Do­mi­nicé (Lud­wig-Ma­xi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen), Prof. Dr. Al­bert Gouaf­fo (Uni­ver­sité de Dschang, Ka­me­run), Prof. Dr. Mo­ni­ca Ju­ne­ja (Uni­ver­si­tät Hei­del­berg), Prof. Dr. Ul­ri­ke Lind­ner (Uni­ver­si­tät zu Köln), Dr. Bar­ba­ra Plan­ken­stei­ner (Mu­se­um am Ro­then­baum, Ham­burg), Prof. Dr. Béné­dic­te Sa­voy (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin), Dr. Ma­ja Schweit­zer (BKM, Ber­lin), Dr. Ste­pha­nie Tasch (Kul­tur­stif­tung der Län­der, Ber­lin).

Mit Be­ginn des Jah­res 2019 wei­tet das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te sei­ne Auf­ga­ben auf Pro­ve­ni­enz- und Grund­la­gen­for­schung zu Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten aus. Ähn­lich wie bei der För­de­rung im Be­reich NS-Raub­gut wer­den öf­fent­li­che Mu­se­en und Samm­lun­gen, Bi­blio­the­ken, Ar­chi­ve und For­schungs­ein­rich­tun­gen bei der Klä­rung der Her­kunft der Wer­ke zu­künf­tig un­ter­stützt. Zur Durch­füh­rung die­ser Auf­ga­ben wird ein neu­er Fach­be­reich ein­ge­rich­tet. Die Mit­tel für Pro­jekt­för­de­rung und Per­so­nal be­tra­gen 1,9 Mil­lio­nen Eu­ro.

Von der neu­en und wich­ti­gen Auf­ga­be des Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te bleibt die Kern­auf­ga­be, die Pro­jekt­för­de­rung im Be­reich NS-Raub­gut, un­be­rührt.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Pro­jekt­för­de­rung fin­den Sie hier.

20 Jahre Washingtoner Prinzipien – Konferenz-Dokumentation online

18.02.2019

Die (Vi­deo)-Do­ku­men­ta­ti­on der in­ter­na­tio­na­len Fach­kon­fe­renz „20 Jah­re Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en: We­ge in die Zu­kunft“ steht ab so­fort auf der Web­sei­te des Zen­trums in deut­scher und eng­li­scher Spra­che zur Ver­fü­gung. Ne­ben dem auf­be­rei­te­ten Li­ve-Stream der zwei Haupt­kon­fe­renz­ta­ge fin­den Sie al­le dem Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te bis­her zur Ver­öf­fent­li­chung zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Vor­trä­ge und wei­te­re Ma­te­ria­li­en. Soll­ten wei­te­re Ma­te­ria­li­en das Zen­trum er­rei­chen wer­den die­se suk­zes­si­ve er­gänzt.

Für die deut­sche Ver­si­on bit­te hier wei­ter kli­cken.  

Für die eng­li­sche Ver­si­on bit­te hier wei­ter kli­cken.

Umfrage des ZI für Kunstgeschichte München: Kunstwerke aus der ehem. Galerie Stern

Seit Juli 2018 wird am Zentralinstitut für Kunstgeschichte München im Rahmen des internationalen „Stern Cooperation Project“ (SCP) die Geschichte der jüdischen Kunsthändlerfamilie Julius & Selma Stern mit ihren Kindern Max, Hedi und Gerda sowie die Geschäfte der Familie Stern – die Galerie Stern, Düsseldorf, die Londoner West´s Galleries sowie die Dominion Gallery, Montreal – recherchiert. Das SCP wird maßgeblich vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste unterstützt (siehe https://www.zikg.eu/projekte/projekte-zi/stern-cooperation-project).

Dr. Max Stern übernahm 1934, nach dem Tod des Vaters Julius, die 1913 gegründete Düsseldorfer Galerie. Ein Jahr später wurde er aufgefordert, die Galerie zu liquidieren. In der Auktion 392 des Kölner Auktionshauses Lempertz wurden zahlreiche Werke im November 1937 versteigert. Die Familie emigrierte, und Max betrieb im Londoner Exil mit seiner Schwester Hedi die West´s Galleries, bis er als „enemy alien“ interniert wurde. 1940 gelang ihm die Verlegung in ein Lager in Kanada, wo er wenig später in die Dominion Gallery eintrat, die er bald übernahm und bis zu seinem Lebensende 1987 erfolgreich leitete.

Das SCP versucht, die Aktivitäten der Galerie Stern besonders in den 1930er Jahren zu rekonstruieren; hierbei spielen die Unterlagen im Archiv der National Gallery of Canada in Ottawa eine zentrale Rolle. Diese Überlieferung wird ergänzt durch Recherchen in Datenbanken und (annotierten) Auktionskatalogen sowie in zahlreichen Archiven. Zugleich will das SCP die in Museen vorhandenen Angaben und Werke, die von der Galerie Stern gehandelt wurden, umfassend dokumentieren.

Wir möchten Sie daher bitten, uns mitzuteilen, ob Ihr Haus bzw. Ihre Sammlung zwischen 1913 und 1937 Kunstwerke in bzw. von der Galerie Stern erworben hat. In Frage kommen dabei insbesondere Gemälde Alter Meister – vor allem niederländische Werke des 17. Jahrhunderts – sowie Werke aus dem 19. Jahrhundert (die Düsseldorfer Malerschule gehörte zu den Schwerpunkten der Kunsthandlung).

Das Forschungsprojekt sammelt Abbildungen von Labels / Etiketten, die auf den Bildrückseiten aufgebracht sind, um das Inventarisierungssystem der Galerie Stern zu analysieren. Hier finden Sie einige Beispiele:

Die Labels / Etiketten weisen keinen Galerie-Namen o.ä. auf, sie sind lediglich handschriftlich markiert mit einem Code aus entweder Lgb oder Co, einer vierstelligen Nummer sowie den Maßen, getrennt durch Schrägstrich. Lgb xxxx H/B oder Co xxxx H/B.

Wir sind Ihnen für Hinweise auf Objekte, Rückseitenabbildungen ebenso dankbar wie für Hinweise auf Korrespondenz Ihres Hauses mit der Galerie Stern.

Diese Umfrage an ausgewählte deutsche Museen ist elementarer Bestandteil des Forschungsprojektes. Alle Ergebnisse werden in den offiziellen Bericht an das DZK aufgenommen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Beste Grüße,

Anne Uhrlandt, PD Dr. Christian Fuhrmeister, Dr. Stephan Klingen

Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Stern Cooperation Project
Katharina-von-Bora-Str. 10
80333 München
Tel. +49 (0)89 289 27 596


www.zikg.eu